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Ausschließlich deutsche Spieler hat der Double-Sieger zur neuen Saison verpfichtet. Bald könnte es schon Borussen- statt Bayernblock heißen.

BORUSSIA DORTMUND
DOUBLE-SIEGER
DIE SAISON-VORBEREITUNG
Ergebnis
SV Meppen - BVB
 1:2
FC Brügge -  BVB
3:1
Rot-Weiß Erfurt - BVB (18.7.)  
1. FC Nürnberg - BVB (21.7)  
FC St. Gallen - Werder Bremen (25.7.)  
Legia Warschau - BVB (29.7.)
 
BVB - Hamburger SV (8.4.)  
FC Bayern - Borussia Dortmund (12.8.)
 
Dortmund. Bei der Europameisterschaft bestand der Großteil der deutschen Nationalmannschaft noch aus Spielern des FC Bayern München. Bundestrainer Joachim Löw hatte dies mit der vorhandenen internationalen Erfahrung der Münchner rechtfertigt. Von Meister aus Dortmund waren nur fünf Akteure im DFB-Kader. Jürgen Klopp arbeitet daran, dass sich dies in Zukunft ändert.

Fast Doppelt so viele

Beim Turnier in Polen und der Ukraine erreichte das deutsche Team mit insgesamt acht Bayernspielern das Halbfinale, verlor dann mit 1:2 gegen Italien - wieder kein Titel. Besonders für die Spieler des Rekordmeisters war es damit der vierte Wettbewerb, in dem sie kurz vor dem Ziel scheiterten.

Vom Double-Sieger Borussia Dortmund hingegen standen lediglich fünf Spieler im Aufgebot von „Bundesjogi“, zählt man Marco Reus dazu, der eigentlich noch bei der anderen Borussia aus Mönchengladbach unter Vertrag stand.

Deutsche Neuverpflichtungen

Dass die Bayernvorherrschaft bei der DFB-Elf bald ein Ende finden könnte, daran arbeitet Meistertrainer Jürgen Klopp eifrig. Alle vier Neuverpflichtungen für die kommende Saison sind allesamt Spieler mit deutschen Pässen. Oliver Kirch ist mit 29 Jahren der älteste. Dazu kamen der 18-jährige Leonardo Bittencourt, der 23-jährige Marco Reus und Julian Schieber, der im selben Alter ist.

Reus hat in der letzten Saison maßgeblich dazu beigetragen, seine alte Borussia in die Champions League zu schießen. Auch bei der EM deutete er schon an, dass er in den nächsten Jahren eine prägende Figur in Deutschlands erster Mannschaft sein kann und wahrscheinlich wird. Letztgenannter Ex-Stuttgarter kann nach Angaben von Klopp die Zukunft im deutschen Angriff sein. Gegenüber Bild meinte er: „Gomez, Klose – aber wer kommt dann? Da ist Julian sicher in den nächsten Jahren ein Kandidat. Wer in der vorletzten Saison in Nürnberg sieben Tore macht, macht bei uns das Doppelte.“

FC Borussia Deutschland

Das neue Gesicht der deutschen Nationalelf könnte in Zukunft also schwarz-gelb sein. Mats Hummels, Mario Götze, Ilkay Gündogan, Marcel Schmelzer, dazu Schieber und Reus – sechs Spieler, denen es durchaus zuzutrauen ist, Stammkräfte bei Joachim Löw zu werden.

Ausländische Neuverpflichtungen

Beim deutschen Rekordmeister und größten Konkurrenten der Dortmunder, dem FC Bayern, sieht die Transferpolitik ein wenig anders aus. Mit Mitchell Weiser und Tom Starke wurden lediglich zwei Deutsche engagiert.  Mario Mandzukic, Claudio Pizarro, Dante und Xherdan Shaqiri kicken für andere Nationalmannschaften.

Die  Philosophie, die lange Zeit an der Säbener Straße galt, muss dem Druck des schnellen Erfolges weichen. Allerdings ist auch zu erwähnen, dass sich die meisten Nationalspieler aus München keine Gedanken um ihren Stammplatz machen müssen.

Einige müssen bangen

Manuel Neuer bleibt die Nummer eins. Wobei sein Ersatz ja eh ein Deutscher ist. Holger Badstuber, Jerome Boateng und Philipp Lahm müssen sich um ihre Plätze in der Startformation keine Sorgen machen, genauso wie Bastian Schweinsteiger.

Anders sieht das bei Toni Kroos aus. Für seine Position sucht Matthias Sammer derzeit händeringend nach einer Alternative. Thomas Müller war schon bei der EM keine Selbstverständlichkeit mehr auf der Außenbahn. Und Mario Gomez sieht nun seit langer Zeit Konkurrenz neben sich. Claudio Pizarro und Mario Mandzukic sollen dem „Torrero“ Druck machen. Bleibt die Leistung aus, könnte sich „Super-Mario“ schnell auf der Bank wiederfinden.

Treue statt Qualität

Für die Bundesliga ist die Nationalität aber egal, das weiß auch Jürgen Klopp: „Das ist alles einfach richtig Qualität, die die Bayern geholt haben.“ Er bleibt sich aber treu: „Wir wollten mutig bleiben und sind es geblieben. Wir haben junge Kerle für die Profis und auch für die zweite Mannschaft verpflichtet. Wir schenken in der Gegenwart nichts her, verlieren aber auch unsere Zukunft nicht aus den Augen.“

EURE MEINUNG: Läuft Borussia Dortmund dem FC Bayern in Zukunft auch in der Nationalmannschaft den Rang ab?
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