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Matthias Sammer und Stefan Effenberg haben sich schon vor der Entscheidung des FCB über die Geschicke der Bayern unterhalten. Beiden war klar: Eine Veränderung muss her!

München. Stefan Effenberg, selbst ein legendärer Spieler des FC Bayern München, ist zufrieden mit der Ernennung von Matthias Sammerzum Sportvorstand. Für ihn gibt es viele Gründe, warum Sammer die Wende bei den Vize-Bayern schafft und den Rekordmeister wieder auf Spur bringen kann.

Sorge schon im Vorfeld

„Ich hatte mich mit ihm im Allgemeinen schon mal darüber unterhalten, dass es nach dieser Saison ohne Titel bei Bayern München eine Veränderung geben muss“, sagte Effenberg im Interview mit SportBild. „Die Persönlichkeiten, die dafür im deutschen Fußball infrage kommen, kann man an einer Hand abzählen. Matthias gehört ganz klar dazu.“ Das sieht auch der FC Bayern so. Nun soll Sammer den Verein wieder auf Kurs bringen.

Dortmund hat Bayern überholt

„Bayern München hat etwas gutzumachen. Dortmund hat sie - ich würde sogar sagen - überholt, und man kann es ja nicht immer an den Spielern festmachen. Man muss dann auch einmal das Umfeld überdenken.“ Das Umfeld wurde überdacht und der als schwächstes Glied erscheinende Christian Nerlinger wurde vor die Tür gesetzt. „Und da hat jetzt der FC Bayern reagiert. Ich glaube, man muss kontrovers diskutieren, um Lösungen zu finden. Es braucht auch einmal Streit, das gehört dazu. Intern, innerhalb der Mannschaft, aber auch innerhalb des Vereins“, sagte Effenberg.

Hatte Nerlinger Differenzen mit Hoeneß?

„Ich könnte mir vorstellen, dass es in der Aufarbeitung der letzten Saison zwischen Hoeneß, Rummenigge und Nerlinger Meinungsverschiedenheiten gab“, so Effenberg weiter. „Die Big Bosse Rummenigge und Hoeneß treibt so eine Saison mit dreimal Vize zum Wahnsinn. Andere sagen: Warum? Wir waren doch immerhin im Champions-League-Finale. Damit machst du aber den ersten Fehler.“ Und einmal im Thema, ist „Effe“ gar nicht mehr zu stoppen: „Du kannst auch kein DFB-Pokal-Finale gegen Dortmund mit 2:5 verlieren und dich dann noch hinstellen und sagen, wir waren eigentlich die bessere Mannschaft.“

Power, Ausstrahlung, Präsenz

„Ich glaube, dass der FC Bayern hier ein Zeichen setzt mit Matthias Sammer, um den Verein wieder in die richtige Richtung zu führen. Mit dem richtigen Mann, der ebendiese Power hat, diese Ausstrahlung, diese Präsenz, diese Persönlichkeit, die Christian ein bisschen gefehlt hat.“ Die Gründe dafür sind einfach: „Matthias hat eine andere Ansprache und eine andere Präsenz in der Öffentlichkeit“, meinte Effenberg.

DFB-Angebot abgelehnt

Bereits früher soll Matthias Sammer versucht haben, Stefan Effenberg zum DFB zu lotsen. Der hatte aber andere Dinge im Sinn: „Er hat mir ein konkretes Angebot gemacht, für eine Jugend-Nationalmannschaft. Er hat sehr genau hingeschaut bei dem zehnmonatigen Trainer-Lehrgang, wie ich mich verhalte und so weiter. Ich habe es nach gründlicher Überlegung abgesagt.“ Denn nun hat Effenberg erst einmal eine illustre Reise durch Europa vor: „Ich möchte mich jetzt noch weiterentwickeln. Ich möchte Mourinho für einige Wochen über die Schulter schauen oder Ferguson bei Manchester United besuchen.“ Da kann er sicherlich eine Menge mitnehmen. Und wie sich bis dahin Matthias Sammer mit der Mission „Endlich Meister“ geschlagen hat, wird man sehen.


EURE MEINUNG: Wie wird Sammer mit dem FCB die Kurve kriegen?
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