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Beim Testspiel der Bayern gegen Unterhaching hatte Matthias Sammer seinen Einstand auf der Bayern-Bank. Sammer zeigte sich, entgegen seiner ersten Auftritte, zurückhaltend.

München. Zum ersten Mal saß der neue Sportvorstand Matthias Sammer auf der Bank des FC Bayern München. Beim Testspiel gegen die SpVgg Unterhaching (1:0) lief es auf dem Platz und auf der Bank noch nicht ganz rund.

1:0 gegen den Drittligisten

7500 Besucher waren zum Gastspiel der Bayern beim Drittligisten SpVgg Unterhaching gekommen. Auch ein paar treue Bayern-Fans machten sich auf den Weg, um im Münchner Duell ihre Bayern knapp siegen zu sehen. David Alaba schoss das Siegtor in der 83. Minute. Die wohl meistgehörten Gesänge waren: „Freiheit für Breno“ und „Wir wollen rot-weiße Trikots“. Bei der Umsetzung beider Wünsche könnte es allerdings einige Schwierigkeiten geben. Wobei auch beide „Probleme“ nicht in Sammers Amtszeit fallen.

Es wird ruhig um Sammer

Der Sportvorstand war bei seinem Amtsantritt noch lautstark in der Öffentlichkeit zu vernehmen, nun schweigt der 44-Jährige. Nur Cheftrainer Jupp Heynckes nahm zu dem neuen Mann an seiner Seite gegenüber den Journalisten Stellung: „Es ist normal, wenn der Manager mit auf die Bank geht, wir haben da nicht drüber gesprochen, das ist eine Selbstverständlichkeit. Er ist ein Beobachter mehr, der sehr anspruchsvoll ist, das kann uns eigentlich nur gut tun.“

Sprache der Bilder

Heynckes spricht äußerst verhalten und vorsichtig. Die Sport Bild druckte einen Tag nach dem Testspiel eine Bilderserie ab, auf der Karl-Heinz Rummenigge zwischen Sammer und Heynckes abgebildet ist. Liest man in den Gesichtern der Beteiligten, könnte man Uneinigkeit zwischen dem Trainer und dem Sportvorstand mutmaßen und einen besänftigen Rummenigge sehen.

Heynckes wie gewohnt abgeklärt

Eine Auseinandersetzung könnte man mit den Worten von Jupp Heynckes wie folgt beschreiben: „Es ist doch klar, dass wir uns austauschen, und dass sich das Verhältnis erst mal einspielen muss.“ In den vergangenen Monaten war der Trainer der Münchner selten aus der Ruhe zu bringen und wirkte stets abgeklärt. Diese Ausstrahlung scheint der 67-Jährige bei seiner vorerst letzten Saison mit dem FC Bayern weiter zu forcieren.

Verpflichtung von Sammer keine kurzfristige Entscheidung

Rummenigge bestätigte in der Sport Bild, die Verpflichtung von Sammer hätte zwar Uli Hoeneß angestoßen, die Personalie sei aber nicht kurzfristig aus dem Bauch entschieden worden. Der Vorstand fügte noch hinzu, dass Matthias Sammer die Qualifikationen mitbringe, die ihn befähigen würden, in seine Fußstapfen zu treten.

„Wir möchten wieder Titel!“

Ein Wechsel in der Führungsetage ist nicht absehbar und Sammers Platz ist bis auf weiteres auf der Bank. Abgesehen von diesen, im Augenblick irrelevanten Gedankenspielen, müsse man laut Rummenigge den Erfolg ins Auge fassen: „Schöner Fußball reicht am Ende nicht. Wir möchten wieder Titel!“

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