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Dortmund-Trainer Jürgen Klopp: Ablösesumme für Marco Reus gerechtfertigt

Er gilt als extrem meinungsfreudig und eloquent. Mit guten Argumenten gibt der Meistertrainer interessante Antworten auf die Fragen, die eine gewisse Brisanz haben.

Dortmund. BVB-Trainer Jürgen Klopp ist von seinem „Königstransfer“ Marco Reus geradezu begeistert und sieht in dem deutschen Nationalspieler einen Akteur, der auch mit dem Druck der enormen Ablösesumme ohne Weiteres zurechtkommen kann.

Lobeshymnen auf Marco Reus

Im Gespräch mit der Welt am Sonntag gerät der 45-jährige Erfolgscoach regelrecht ins Schwärmen, wenn er über den Shootingstar der EM in Polen und der Ukraine spricht: „Marcos Leistungsfähigkeit steht außer Zweifel.“ Er wird konkreter: „Seine Qualität, gepaart mit unserer Geduld, ist eine gute Kombination. Er muss nicht im ersten Spiel vier Tore schießen. Wir wollen ihm helfen, ihn zu dem Spieler zu machen, den wir in ihm sehen. Und das ist ein noch besserer Spieler als der, der er in Mönchengladbach schon war." 

Klopp findet Reus-Ablöse angemessen

Bis heute ist der Transfer von Reus nach Dortmund der Teuerste in dieser Transferperiode. Einige kritisieren ein Ausufern der Ablösesummen. Für den ehemaligen Mainzer hingegen ist diese Summe absolut gerechtfertigt: „Im Fußball gibt es nur ein Prinzip, und das orientiert sich nicht an Ablösesummen, sondern an der Leistung. Was die Ablöse angeht, ist die Entscheidung längst gefallen. Wir haben die 17 Millionen Euro für ihn bezahlt. Und er ist das Geld wert."

Wandeln zwischen den Extremen

Was Klopp besonders aufregt, ist die Tatsache, dass die Gefühlsschwankungen in der emotionalisierenden Fußballwelt besonders stark ausgeprägt sind. Besonders die wechselhafte Beurteilung von Bundestrainer Joachim Löw während der EM-Endrunde war ihm ein Dorn im Auge: „Es lagen nur elf Stunden zwischen den Lobeshymnen, in denen er als der Allergrößte besungen wurde, und der Diskussion, ob er überhaupt noch der richtige Mann am richtigen Ort sei.“

Bundestrainer ist kein Bundesligatrainer

Klopp hat eine eigene Meinung zur vieldiskutierten Personalie Schweinsteiger: „Ein Bundesliga-Trainer hätte in einer vergleichbaren Situation sagen können: Wir warten noch drei Wochen und bringen ihn in Topform. Hätte Löw so gehandelt, wäre die EM vorbei gewesen. Es ist enormen einfach, danach zu sagen, wie blöd das alles gelaufen sei."

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