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Schiedsrichter befürworten Torlinien-Technologie – Bundesliga-Einführung 2014

Die Schiedsrichter befürworten die Entscheidung der FIFA. Doch es braucht seine Zeit, bevor die Technik im Liga-Alltag Einzug erhält.. Der Druck wird von den Referees genommen.

Frankfurt. Nach der Entscheidung des International Football Association Board (IFAB) über die Zulassung der Torlinien-Technologie muss auch die Bundesliga ihre Hausaufgaben machen. Der ehemalige FIFA-Referee Hellmut Krug begrüßt die Entscheidung des Weltverbandes. Doch es braucht noch seine Zeit, bis die Tortechnik alltäglich im Fußballgeschäft wird.

Druck von den Schiedsrichtern

Der frühere Bundesligaschiedsrichter ist mehr als nur froh über den Beschluss der FIFA. Die Einführung der Torlinientechnik ist längst überflüssig, da der Druck auf die Unparteiischen kaum auszuhalten war. „Es kann ja nicht sein, dass mehr Tore fallen als gegeben werden oder Tore gegeben werden, die keine sind. Vor allem wird mit der Technik ein großer Druck von den Schiedsrichtern und den Assistenten genommen, weil Entscheidungen Tor oder nicht Tor mit menschlichem Auge manchmal nicht zu treffen sind", sagte Krug gegenüber dem Radiosender WDR 2.

EM hat es gezeigt

Auch der amtierende Referee Knut Kircher spricht sich für die technische Hilfe aus. Die Europameisterschaft hat wieder gezeigt, "dass der Druck auf die Schiedsrichter unmenschlich hoch ist", erklärte Kircher den Stuttgarter Nachrichten. Auch der frühere Spielleiter Lutz Wagner ist ein Befürworter der Hilfsmittel: „Bei der Tor-Entscheidung findet keine Bewertung statt - da kann die Technik gut unterstützen."

Kein Schnellschuss

Krug, der unteranderem das Champions League-Finale 1998 geleitet hat, geht nicht davon aus, dass ein bestimmtes System schnell eingeführt wird. Sowohl „Hawk-Eye“ (Torkamera) als auch  der „GoalRef“ (Magnetfeld-Technik) müssen sich bewähren, bevor es zu einem flächendeckenden Einsatz kommt.

Nur Tortechnik, nichts anders

Doch sollen die Hilfsmittel lediglich auf die Torentscheidung beschränkt bleiben und nicht wie beim Eishockey, zu einer Spielunterbrechung führen, um die Situation analysieren zu können. „Hier geht es um die Frage Tor oder kein Tor - da gibt es für Schiedsrichter keinen Ermessens-Spielraum. Da muss eindeutig entschieden werden. Der Schiedsrichter erhält dann ein Signal von einem hoffentlich hundertprozentig funktionierenden System“, erklärte Krug weiter im Radiointerview.

Nicht vor 2014

Doch bevor dies geschehe, müsse noch einiges passieren, sagte der 56-jährige. „Die Technik kommt. Aber erst müssen die Systeme zertifiziert werden, dann müssen sie in eine Erprobungsphase. Realistisch ist eine Einführung in der Bundesliga wohl erst 2014.“

Eben so sieht es der DFL-Präsident Reinhard Rauball: „Eine Einführung in der Bundesliga zur neuen Saison halte ich aber für absolut ausgeschlossen. Ich kann mir das frühestens zur Saison 2013/2014 vorstellen“, sagte der 65-Jährige gegenüber SID.

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