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Der FC Bayern erhielt Besuch von der Polizei. Hintergrund sind die Aussagen von Breno in seinem Prozess wegen Brandstiftung.

München. Im Zuge des Prozesses gegen den ehemaligen Spieler des FC Bayern München, Breno, ermittelt die Staatsanwaltschaft nun auch beim bei den Bayern. Breno hatte angegeben, dass er ein Schlafmittel regelmäßig aus einem offenen Medizinschrank genommen habe.

Schlafmittel „Stilnox” regelmäßig eingenommen

Der Brasilianer gab vor Gericht an, dass er sich im Medizinschrank des FC Bayern an dem Schlafmittel „Stilnox” bedient hatte. Breno ließ über seinen Rechtsanwalt erklären: „Von dem Medikament habe ich immer eine Packung zu Hause gehabt, die ich mir aus der medizinischen Abteilung des Clubs einfach mitgenommen habe.” Außerdem gab Breno an: „Der Medizinschrank war tagsüber offen und ich war wegen meiner Verletzung immer wieder in medizinischer Behandlung.”

Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft auch beim Ex-Verein Brenos. Der Staatsanwalt Nikolaus Lanz bestätigte im Landgericht München, dass im Zuge von Ermittlungen ein Physiotherapeut des FC Bayern vernommen wurde. Außerdem soll es zu einer Untersuchung der Vorwürfe von Breno gekommen sein.

Medizinschrank wurde gefunden

Laut des Sprechers der Staatsanwaltschaft, Thomas Steinkraus-Koch, ist es bei der Ermittlung auch der offene Medizinschrank entdeckt worden. Steinkraus-Koch: „Es soll diesen Schrank geben und dieser Schrank soll unverschlossen sein. Das müssen wir von Amtswegen aufklären.” Dem FC Bayern droht damit eine Strafe wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetzes.

Erst vor wenigen Tagen wurden die Aussagen Brenos vom ehemaligen Sportdirektor Christian Nerlinger vehement dementiert. Nerlinger sagte: „Diese Aussagen entbehren jeglicher Grundlage. Grundsätzlich gibt es beim FC Bayern keine Schlafmittel.”  Mediendirektor Markus Hörwick bekräftigte dies am Dienstag: „Es bleibt bei dieser Aussage.” Zu den aufgenommen Ermittlungen wurde von Seiten des FC Bayern am heutigen Mittwoch noch keine Stellungnahme abgegeben.

Ermittlungen bereits in der vergangenen Woche

Die Ermittlungen rund um die Aussaugen des Ex-Spieler sollen schon in der letzten Woche begonnen haben. Der frühere Manager von Breno äußerte Kritik am FC Bayern, als er erklärte, dass beim Verein Schlafmittel für Breno frei zugänglich  waren. Daraufhin wurden laut Staatsanwalt Lanz bereits die Ermittlungen aufgenommen.

Die Beweisaufnahme im Fall Breno ist nun abgeschlossen. Heute Mittag sollen die Plädoyers der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung verlesen werden. In welchem Ausmaß Breno bestraft wird, hängt von seiner Schuldfähigkeit ab. Im schlimmsten Fall kann er bis zu 15 Jahre in Haft kommen. Seine Fußball-Karriere wäre damit zu Ende.

 

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