Relegationsspiel: Nächste Verhandlungsrunde am Freitag

Nach der Abweisung des Protestes der Hertha steht nun der Termin für die Berufung fest. Am Freitag wird wieder verhandelt.
Berlin. Das Relegationsspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC wirkt immer noch nach. Am Freitag geht der Protest vor das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Am Montag wurde in erster Instanz der Protest der Hertha abgelehnt (Goal.com berichtete). Selbst, wenn es wieder zu einer Abweisung kommt, hätten die Berliner die Möglichkeit, gegebenenfalls die nächsten Instanzen anzuhören. Ein Sportrechtler wirft dem DFB unterdessen „Verfahrensfehler“ vor.

Nach Informationen der B.Z. kommt es am Freitag ab 12:30 Uhr zur nächsten Verhandlung im Bundesgericht des DFB.

Hertha kämpft weiter

Die alte Dame geht immer noch von einer physischen Schwächung der Mannschaft aus und nicht regulären Spielbedingungen, die nach der Platzstürmung der Fortuna-Fans herrschten. Schiedsrichter Wolfgang Stark hatte die Partie, nach einer 20-minütigen Unterbrechung, wieder angepfiffen. Die gesamte Situation habe nach Hertha-Standpunkt  zu Angstzuständen bei den Berliner Spielern geführt.

Auch weiter Instanzen möglich

Je nach Ausgang der Verhandlung am Freitag in der DFB-Zentrale in Frankfurt könnte es zu weiteren Schritten der Hertha oder der Düsseldorfer kommen. Als dritte Instanz könnte das Schiedsgericht des DFB angerufen werden. Selbst ein Gang vor Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne ist nicht ausgeschlossen. Allerdings berichtet Sky Sport News von Gerüchten, denen zufolge Hertha auf einen Gang in weitere Instanzen verzichtet.

Verfahrensfehler

Der Hamburger Sportrechtler Jan Räker spricht derweil von „klaren Verfahrensfehler“ seitens des DFB- Sportgerichtes. Dies lehnte in der ersten Verhandlung Materialien der Berliner, vorgelegte Fotos und Videos, aus formellen Gründen ab. Diese Beweismittel würden vor dem Bundesgericht an Bedeutung gewinnen und zugelassen werden. „Das ist genau die Art von Rechtsfehlern, die bei einer übergeordneten Instanz, also auch vor einem ordentlichen Gericht, wenn die Hertha dorthin gehen würde, dazu führen könnten, dass die Entscheidung aufgehoben wird“, sagte Räker gegenüber dem Express.

Bilder können zwar in beide Richtungen interpretiert werden, doch hier liegt ein „Grenzfall“ vor, was beachtet werden solle, so der Sportrechtler. Aus den Bildern könne hervorgehen, ob die Akteure tatsächlich von den Fortuna-Fans bedrängt derart bedrängt worden seien, dass dies bei den BSC-Spielern zu Angstzuständen geführt haben könnte, so Räker. Um eben keine „Verfahrensfehler“ mehr zu machen rät er dem Bundesgericht: „Das DFB-Bundesgericht ist daher gut beraten, sich die Bilder anzuschauen, denn sie könnten entscheidungserheblich sein“.

Eure Meinung: Wie weit wird die Hertha noch gegen das Urteil  klagen?

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