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Hannover 96 kann auch nach dieser Saison eine positive Bilanz ziehen - Neben dem sportlichen Erfolg bleibt auch die Vereinsführung die Alte und lässt auf weitere Erfolge hoffen.

Hannover. Nach einem letzten Testspiel geht es für die Spieler von Hannover 96 und Trainer Mirko Slomka nun endlich in den verdienten Urlaub. Auf den siebten Tabellenplatz, die Europa-League-Teilnahme und die Einigung der weiterlaufenden Zusammenarbeit mit Manager Jörg Schmadtke schaut der Coach trotzdem noch einmal gerne zurück.

„Ich bin wirklich froh, dass Schmadtke bleibt“

Es schien eigentlich schon fest zu stehen, dass Jörg Schmadtke den Verein verlässt. Sogar über einen neuen Vertrag in Köln wurde spekuliert. Nun hat sich das Blatt aber noch einmal gewendet und Mirko Slomka freut sich über den Entschluss des Managers, den Verein doch treu zu bleiben. „Ich habe schon deutlich formuliert, dass wir alles tun müssen, um Jörg zu halten. Es waren extrem zielführende Gespräche zwischen Martin Kind, Jörg und mir. Wir konnten Jörg überzeugen, dass wir voll hinter ihm stehen und den Weg weiter gemeinsam gehen wollen“, wird der Coach von der Bild zitiert.

Dass Schmadtke und Slomka ein schlechtes Verhältnis hätten, wies er zudem zurück. „Man kann nicht Erfolg zusammen haben, wenn das so wäre. Natürlich könnte man den Eindruck gewinnen, dass wir uns nicht so gut verstehen. Jörg und ich sind in vielen Grundsätzen des Lebens anders. Zudem kann ein Trainer eine echte Nervensäge sein und einem Verein alles abverlangen. Etwa bei Transfers, wenn ich noch einen Spieler fordere, der Manager aber sagen muss, dass das finanziell nicht geht. Das Wichtigste aber ist: In der Schnittmenge finden Jörg und ich immer ein Ergebnis, auch bei Transfers. Ich bin wirklich froh, dass er bleibt.“

„Überall hat es geknistert“

Neben dem Verbleib des Managers gab es für Hannover 96 in dieser Saison aber auch weitere Höhepunkte. Vor eigenem Publikum musste sich das Team von Slomka nur einmal geschlagen geben und überzeugte zudem mit Spitzenleistungen gegen den Rekordmeister oder den Meister aus Dortmund. „Wir haben viele Fans für uns gewonnen, die vielleicht vorher nach Bremen, Hamburg oder Wolfsburg gefahren sind. Weil sie bei uns ehrlichen, konsequenten und offensiven Fußball bekommen. Unsere Heimspiele sind zumeist sehr attraktiv“, sagt Slomka und fügte noch hinzu: „Wir haben zwei Topteams mit internationalem Format geschlagen. Nicht mit Glück, sondern mit gutem Fußball“.

Neben den Heimspielen war vor allem aber natürlich auch die Europa League DAS Highlight der Saison. „Als wir zum Warmmachen (vor dem Spiel gegen Sevilla) rausgegangen sind, hat sich die Atmosphäre so angefühlt, als wäre es ein Finale. Es war eine besondere Situation beim ersten 96-Spiel in Europa nach so langer Zeit. Die Leute waren alle schon draußen auf ihren Plätzen, haben ihr Bierchen getrunken, überall hat es geknistert. Als meine Spieler wieder reingekommen sind in die Kabine, waren sie wie elektrisiert, irgendwie anders als sonst. Das war die Initialzündung für unseren Erfolg. Das haben die Fans geschafft“, gestand der 44-Jährige.

Und auch in Kopenhagen sorgte die Unterstützung der Fans für ein besonderes Erlebnis. „Das war sicherlich DAS Fan-Highlight! Über 10000 Menschen, eine echte Völkerwanderung, ganz Kopenhagen in roten Trikots – unvergesslich.“

„Wir haben an Reife gewonnen“

Das persönliche Highlight war aber dennoch ein ganz anderes. „Das K.O.-Spiel in Lüttich - weil eine Entwicklung zu sehen war. In der Gruppenphase haben wir in Lüttich verloren und uns dann so gesteigert, dass wir in Lüttich 2:2 gespielt haben und zu Hause weitergekommen sind. Wir haben an Reife gewonnen, das ist ein Highlight aus Sicht eines Trainers“, so Slomka weiter.

Dass man am Ende gegen den Turnier-Sieger das Feld räumen musste, spendet zwar keinen Trost, alles in allem freute sich Slomka aber über die Entwicklung seiner Mannschaft und das was dennoch erreicht wurde. „Es ist schon klasse, dass wir Atlético in beiden Spielen vor Probleme gestellt haben. Atletico ist mit 11 Siegen in Folge ins Finale gestürmt. Auch Teams wie Lazio oder Besiktas haben das nicht geschafft. Wir haben uns in Europa Respekt erarbeitet.“

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