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Bereits nach dem Spiel zwischen Köln und Bayern beschwerte man sich über unmögliche Fans. Heute wurde es noch schlimmer, nachdem Fans das Spielfeld noch vor Abpfiff stürmten.

Düsseldorf. Nach dem 2:2 gegen Hertha BSC ist Fortuna Düsseldorf zurück in der Bundesliga! Die Freude war zu Beginn jedoch eher bescheiden, weil sich wieder einmal in einem deutschen Fußballstadion erschreckende Szenen ereigneten. Die Gäste aus Berlin reagieren geschockt und kündigen für Donnerstag eine Pressekonferenz an.

Bengalos auf beiden Seiten

Es begann damit, dass einige Fans der Gäste Bengalos zündeten, Schiedsrichter Stark musste das Spiel kurzzeitig unterbrechen. Danach schlossen sich auch die Düsseldorfer Fans an, beide Fanlager warfen Bengalos auf das Spielfeld. Die Spieler und Trainer mussten ihre Fans beruhigen, damit das Spiel weitergehen konnte. Nach einigen Minuten ging es dann weiter. Schiedsrichter Wolfgang Stark ließ sieben Minuten nachspielen.

In der 96. Minute ereigneten sich unfassbare Szenen: Die Fans stürmten das Spielfeld und wollten ihre Mannschaft bereits feiern, einige nahmen ein Stück Rasen mit, andere rannten auf die Spieler zu, die unmittelbar danach in die Kabine flüchten mussten. Der Stadionsprecher forderte die Fans minutenlang auf, das Spielfeld zu verlassen, da die Partie noch nicht zu Ende war. An der Anzeigetafel erschien ebenfalls ein Hinweis.



Hertha bleibt in der Kabine

Schiedsrichter Stark ging in die Kabine, um sich über den weiteren Verlauf zu beraten. Währenddessen konnten die Fans gebändigt und auf ihre Ränge zurückgeschickt werden. Das dauerte jedoch eine Weile. Zunächst kamen die Spieler von Fortuna Düsseldorf auf das Spielfeld. Die Reporter von Sky nahmen an, dass sich die Gäste bereits zu diesem Zeitpunkt mit einem Anwalt über das weitere Vorgehen beraten haben und deswegen nicht aus der Kabine kommen.

Stark verhandelt

Kurz nach dem der Offizielle in der Kabine war, entschied sich Hertha, das Spiel zu Ende zu spielen. Die Spieler kamen auf das Feld, doch in den 90 Sekunden, die nachgespielt wurden, passierte nichts mehr. Unmittelbar nach dem Spiel ging Hertha-Verteidiger Mijatovic auf den Schiedsrichter los. Er hatte nicht die vollen noch ausstehenden zwei Minuten spielen lassen: „Das waren aber keine zwei Minuten“, beschwerte er sich. Christian Lell ging sogar noch weiter: „Du feiges Schwein, dann brauchst du auch gar nicht mehr anpfeifen!“



Schiedsrichter-Lehrwart Helmut Krug bestätigte nach dem Spiel gegenüber Goal.com, dass „die Ereignisse erst einmal analysiert werden müssen.“ Hertha BSC will nun allerdings Protest einlegen und hofft auf eine Wiederholung der Partie. Vor Donnerstag wird allerdings keine Entscheidung fallen. „Wir werden uns am Donnerstag dazu äußern und bis dahin eine Entscheidung treffen. Wir müssen das erstmal verdauen", so Hertha-Präsident Gegenbauer.

Preets meldet sich zu Wort

Manager Michael Preet zeigte sich als fairer Verlierer, doch es sieht nach Protest aus. „Wir gratulieren Düsseldorf zum sportlichen Aufstieg. Aber es gibt auch noch die andere Seite der Medaille. Wir schlafen eine Nacht drüber und sehen dann weiter", ließ er gegenüber Goal.com verlauten. Er gab ebenfalls zu verstehen, dass er trotz des Abstiegs weitermachen will. Am Donnerstag wird es eine Pressekonferenz geben, auf der auch vielleicht ein neuer Trainer vorgestellt wird.

Egal, wie dieser Fall endet: Das sind Szenen, die im Fußball nicht sein müssen. Unverantwortliche Fans zerstören das Image der Vereine und kommen dafür mit einem blauen Auge davon. Spätestens nach dem heutigen Spiel wird es höchste Zeit, zu intervenieren und um das Schöne am Fußball in Deutschland zu erhalten.

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