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In einem chaotischen Spiel steigt Fortuna Düsseldorf am Ende in die 1. Liga auf. Während Andreas Lambertz überglücklich ist, lässt Christian Lell kein gutes Haar an seinem Team.

Düsseldorf. In einem wahren Thriller trennten sich Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC am Ende mit 2:2. Durch den 2:1-Auswärtssieg im Hinspiel steigt die Fortuna in die erste Bundesliga auf. Während sich die Düsseldorfer freuten, sah Christian Lell der Abstieg der Hertha als das logische Ergebnis einer nicht erstligareifen Saison. Ex-Bundesliga-Schiedsrichter Hellmut Krug lobte indes das besonnene Handeln von Schiri Wolfgang Stark, nachdem das Spiel im Chaos zu versinken drohte.

„Heute wird nur noch gefeiert!“

In der ARD war Andreas „Lumpi“ Lambertz überglücklich über den geschafften Aufstieg: „Das war das, was wir uns erhofft und gewünscht haben. Und heute haben wir das durch eine geschlossene, geile Leistung erreicht. Es war ein langer und harter Weg, aber es hat sich ja gelohnt. Heute wird nur noch gefeiert, das werden wir voll ausnutzen bis zum geht nicht mehr!“

„Bin froh, dass es vorbei ist!“

Lambertz wusste auch, dass das Spiel nach dem 2:2-Ausgleich durch Herthas Raffael auf des Messers Schneide stand: „Wenn man noch einen kassiert, dann ist man wieder raus aus der Nummer. Dieses Hin und Her war so nervenaufreibend, ich bin froh, dass es vorbei ist!“

„Wir suchen keinen Sündenbock“

Kurz bevor Christian Lell von Herthas Pressesprecher in die Kabine beordert wurde, konnte ihm die ARD noch ein paar Worte entlocken: „Ich tue mich schwer, Worte zu finden. Wir sind alle maßlos enttäuscht, das ist gar keine Frage.“ Die Schuld auf den Schiedsrichter schieben, wollte er aber nicht; vielmehr nahm er die eigene Mannschaft hart ins Gericht: „Wir suchen keinen Sündenbock. Wir wissen selber, dass wir über die gesamte Spielzeit, insbesondere in der Rückrunde, einfach nicht erstligareif gespielt haben. Da gibt es auch keine Ausreden. Kein Vorwurf an den Schiedsrichter, die Leute haben den Platz gestürmt und er hat leider schlussendlich nicht die volle Nachspielzeit nachspielen lassen, aber das ist auch irgendwo verständlich.“

Krug lobt Stark für dessen Ruhe

Nach dem 2:1-Treffer durch Jovanovic drohte die Stimmung zu kippen. Aus beiden Fanblöcken wurden Bengalische Feuer abgefeuert. Die Düsseldorfer „Fans“ feuerten sie ab, um zu feiern, die Berliner, um zu randalieren. Schiedsrichter Wolfgang Stark drohte damit die Partie abzubrechen. Eine Minute vor Ende der angezeigten Nachspielzeit stürmten plötzlich die Düsseldorfer Anhänger den Platz. Stark, sein Gespann und beide Mannschaften gingen in die Kabine. Nachdem sich die Situation beruhigt hatte, wurde das Spiel zu Ende gebracht.

Im Anschluss äußerte sich DFL-Schiedsrichterexperte Helmut Krug in der ARD äußerst positiv über Starks Verhalten: „Man muss Wolfgang Stark ein großes Lob aussprechen, dass er mit soviel Ruhe und Gelassenheit diese kritischen Situationen gemeistert hat. Er hat alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die er hatte, und es war am Ende genau richtig, zu sagen, das Spielfeld müsse vollständig geräumt werden, bevor er wieder anpfeifen würde. Es muss jede Gefährdung ausgeschlossen werden.“

Krug gegen Spielabbruch

Krug befürwortete auch, dass Stark das Spiel nicht abgebrochen habe: „Man muss bei einem derartigen Spiel alle Möglichkeiten ausschöpfen. So war die Sicherheit am ehesten gewährleistet. Am Ende ging es ja gut aus, wenngleich all das, was passiert ist, höchst bedenklich ist.“ Die Vorkommnisse an sich beurteilte er sehr kritisch: „Das war heute eine Eskalation, das muss man ganz klar sagen, und wir können froh sein, dass es glimpflich ausgegangen ist.“

„Wir müssen das erstmal verdauen“

Herthas Präsident Werner Gegenbauer äußerte sich dazu, ob die Berliner eventuell Protest gegen die Spielwertung einlegen werden gegenüber Goal.com: „Wir werden uns am Donnerstag dazu äußern und bis dahin eine Entscheidung treffen. Wir müssen das erstmal verdauen.“

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