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Der letzte Strohhalm: Vor dem Relegations-Rückspiel in Düsseldorf verweist Manager Preetz auf die Berliner Auswärtsstärke.

Berlin. Nach der 1:2-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf im Hinspiel der Relegation wird es schwer für Hertha BSC. Der Ausgleich durch Thomas Bröker und ein Eigentor von Adrian Ramos bescherten den Fortunen zwei wichtige Auswärtstreffer, die die verunsicherte „alte Dame“ in Düsseldorf vor eine schwere Aufgabe stellen werden. Einen letzten Strohhalm gibt es allerdings: Auf fremdem Platz holten die Herthaner in dieser Saison mehr Punkte als zuhause, worauf auch Manager Michael Preetz nochmal hinwies.

„Mit einer einzelnen Aktion sind wir aus dem Tritt gekommen“

Der Auftritt im eigenen Stadion und die Art und Weise, wie die Mannschaft auf den Rückschlag des Ausgleichs reagierte, ließen jedenfalls nur wenig Raum für Hoffnung. „Mit einer einzelnen Aktion sind wir aus dem Tritt gekommen und mussten dann ein Eigentor hinnehmen“, resümierte Manager Michael Preetz nach der Pressekonferenz gegenüber Medienvertretern die spielentscheidenden Momente. Auch Otto Rehhagel stellte mit Brökers Tor einen „Bruch“ im Spiel fest, der Herthas Mannschaft vor eigene Kulisse wieder einmal in eine Art Schockstarre versetzte. Wenn es noch etwas gibt, das vor dem Rückspiel in Düsseldorf einen Rest an Hoffnung legitimiert, so ist es wohl Herthas passable Auswärtsbilanz.

Letzte Chance Auswärtsstärke

„Auswärts waren wir in dieser Saison teilweise besser als im Olympiastadion“, gab Preetz dementsprechend zu bedenken. Tatsächlich liegt Hertha in der Auswärtstabelle der Bundesliga auf Rang zehn und wäre weit weniger abstiegsbedroht als momentan. Auf fremdem Platz holte die „alte Dame“ 16 Punkte, einen Punkt mehr als zuhause. In der Heimtabelle hingegen ist Berlin Vorletzter, noch schlechter als der Direktabsteiger FC Köln. Fünf von elf Rückrundenpunkten holten die Herthaner bei dem Sieg in Mainz sowie den achtbaren Remis in Mönchengladbach und Leverkusen. In Düsseldorf wäre ein Unentschieden allerdings zu wenig.



Neue Chance für Ramos?

Hertha braucht in der ESPRIT arena auf jeden Fall einen Sieg, und zwei Tore. Fragt sich nur, wer die schießen soll. Zwecks mangelnder Alternativen im Sturm wird Adrian Ramos am Dienstag eine neue Chance bekommen, der trotz einer verbesserten Leistung mit seinem Eigentor am Donnerstag zum Pechvogel des Abends avancierte. Davon abgesehen ist es aber schon acht Spiele her, dass der Stürmer das letzte Mal in das gegnerischen Tor traf. Seine einzigen Treffer in der Rückrunde erzielte Ramos Ende März in Mainz. Herthas Manager verwies den Kolumbianer auf die 90 verbleibenden Relegationsminuten: „Es ist sehr schade für ihn, er hat ein sehr gutes Spiel gemacht, war präsent. Es gibt für Adrian in Düsseldorf nochmal 90 Minuten Gelegenheit, das in die richtige Richtung zu drehen.“

Rehhagels Mission endet am Dienstag

Auch Kapitän Lewan Kobiashvili wollte noch nicht alles verloren geben: „Wir sind in dieser Rückrunde schon oft am Boden gelegen und immer wieder aufgestanden. Aber es gibt noch ein Spiel, auch wenn es schwer wird“, sagte Kobiashvili im Anschluss die Heimniederlage gegenüber Goal.com. Fortuna-Coach Norbert Meier sah das wohl ähnlich und gab sich vorsichtig: „Wir werden am Dienstag ein spannendes Spiel sehen. Heute ist noch keine Entscheidung gefallen.“ Unabhängig von Klassenerhalt oder Abstieg: Für Otto Rehhagel wird der Ausflug zurück ins Bundesligageschäft am Dienstag enden. „Nächste Woche Dienstag ist es für mich zu Ende, dann fahre ich in den Urlaub“, erklärte der 73-Jährige den Journalisten auf der Pressekonferenz.

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