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Gegen Hoffenheim erhielt Berlins Youngster die Chance von Beginn an und überzeugte mit viel Einsatz und Kampf. Der erlittene Kreuzbandriss bleibt ein Wermutstropfen für die Hertha.

Berlin. Mit einem 3:1 gegen die TSG Hoffenheim hat es Hertha BSC in die Relegation geschafft. Großen Anteil am vierten Heimsieg der Saison hatte der verbesserte kämpferische Auftritt der Hauptstädter, den am Samstagmittag vor allem Pierre-Michel Lasogga verkörperte. Im entscheidenden Spiel gab Berlins Trainer Otto Rehhagel dem 20-Jährigen als einziger Spitze den Vorzug vor Adrian Ramos – und sollte mit der Entscheidung richtig liegen.

Lasogga neben Hubnik zweikampfstärkster Berliner

Der Wechsel machte sich bezahlt, weil Lasogga seine Chance nutzte. Für seinen Startelfeinsatz bedankte sich der 20-Jährige mit einem aufopferungsvollen Auftritt, welcher der Berliner Situation um Sein oder Nicht-Sein in der ersten Liga angemessen war.

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Lasogga stellte, begrätschte und beackerte den Gegner bereits beim Spielaufbau, war sich für keinen Meter zu schade. Im Übereifer holte er sich bereits nach 29 Minuten zwar die erste gelbe Karte ab, war aber gemeinsam mit Roman Hubnik der zweikampfstärkste Berliner auf dem Feld. Gegen die TSG kam Lasogga nach Raffael (sechs) und gemeinsam mit Änis Ben-Hatira auf die meisten Torschüsse (drei). Bitter: Nach gut einer Stunde verletzte sich Lasogga, der bereits zu Wochenbeginn wegen Knieproblemen aussetzte, schwer.

Wermutstropfen im Berliner Jubel: Kreuzbandriss

Die Verletzung des Angreifers bleibt ein Wermutstropfen für die Berliner. Nach einem Kopfballduell mit Marvin Comper landete Lasogga unglücklich, fasste sich ans Knie und musste vom Platz. In den wichtigen Relegationsspielen wird Lasogga definitv fehlen: Bereits am Samstagabend wurde ein Kreuzbandriss diagnostiziert, der Lasogga für ein halbes Jahr außer Gefecht setzen wird. Er kann frühestens Ende des Jahres wieder ins Geschehen eingreifen.

Lasogga: In der Rückrunde meist nur Joker

In der Hinrunde kam der 20-Jährige unter Markus Babbel noch auf 15 Einsätze, 11 davon von Beginn. Unter Rehhagel und Skibbe kam Lasogga in der Rückrunde insgesamt zwar auf 17 Einsätze, wurde allerdings neunmal erst zur Halbzeit oder in der Schlussphase eingewechselt, weil Rehhagel und seine beiden Co-Trainer zuletzt auf Adrian Ramos als einzige Spitze setzten.

Mit der Jokerrolle tat sich Lasogga deutlich schwerer: Während der ersten Saisonhälfte erzielte er sechs Treffer, in der zweiten lediglich zwei. Mit acht Toren bleibt er aber Berlins bester Torschütze der Saison. Kein Wunder, dass der gebürtige Gladbecker angesichts des möglichen Abstiegs der Hertha längst Begehrlichkeiten geweckt hat. Unter anderem wird er bei der TSG 1899 gehandelt, wo sein Entdecker und Ex-Trainer Markus Babbel nun in Personalunion als Trainer-Manager fungiert.

Ramos' Formschwäche, Lasoggas Chance

Tatsächlich haben sich in den vergangenen Woche nicht wenige unter den Berliner Anhängern über Lasoggas Degradierung in der Rückrunde gewundert – zumal der frühere Leistungsträger Adrian Ramos zwar fraglos das höhere spielerische Potential besitzt, in den wichtigen Spielen gegen den Abstieg aber vor allem durch Verunsicherung und Zaghaftigkeit auffiel. „Die Formschwäche mancher Leistungsträger war ja mitverantwortlich für unsere Situation“, erklärte Manager Preetz nach dem Hoffenheimspiel diesbezüglich den Journalisten und fügte hinzu, dass sich Lasogga und auch Fanol Perdedaj ihre Startelfeinsätze zum Saisonfinale durch gute Trainingsleistungen erkämpft hätten.

Ramos ersetzt Lasogga wieder in der Relegation

In den anstehenden Relegationsspielen wird Ramos Lasogga wieder ersetzen müssen. Der Kolumbianer schien Lasoggas nachahmenswerten Auftritt aber gut verfolgt zu haben. Er kam für seinen verletzten Stürmer-Kollegen und zeigte ebenfalls eine seiner besseren Saisonleistungen. Zu Ben-Hatiras 2:0 lieferte er nach guten Zuspiel von Raffael ebenso die Vorlage wie zum 3:1, als er den Brasilianer nach einer Hoffenheimer Ecke mit einem Kopfball in Richtung des verwaisten Hoffenheimer Tors schickte.

Eure Meinung: Sollte Lasogga im Falle des Klassenehalts bei Hertha BSC bleiben?

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