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Bei den Knappen heißt es heute, die Taschentücher rauszuholen. Gleich vier Akteure sagen „Tschüss“, dazu verlassen auch noch echte Schalker Urgesteine den Revierklub.

Gelsenkirchen. Beim FC Schalke 04 wird heute ganz oft „Adios“ und „Tschüss“ gesagt. Neben den Spielern Hans Sarpei, Levan Kenia, Mathias Schober und Raúl verabschieden sich auch Kult-Stadionsprecher Bernd Scheffler und Torwart-Macher Lothar Matuschak vom S04.

Schalker Legenden verabschieden sich

Die Karrieren von Christian Wetklo (Mainz 05), Mohamed Amsif (FC Augsburg), Patrick Rakovsky (1. FC Nürnberg), Manuel Neuer (Bayern München), Ralf Fährmann oder Lars Unnerstall (beide Schalke 04), sind unwiederbringlich mit einem Namen verknüpft – Lothar Matuschak. Der Torwart-Trainer der Schalker Knappenschmiede verlässt die Königsblauen nach 17 Jahren, wird nur noch im Scouting eingesetzt.

Auch ein weiterer großer Schalker wird ein Loch beim Traditionsverein aus dem Pott hinterlassen. Bernd Scheffler wird jedem Schalker, der einmal die Arena besucht hat, ein Begriff sein. Der Kult-Stadionsprecher geht nach 30 Jahren am Stadionmikro in den Ruhestand. Jedoch nicht so ganz, er wird noch die Interview-Runden im Hospitality-Bereich der Arena führen.



Sarpei nicht nur ein Internet-Star

Zudem werden am Samstag auch noch aktive Spieler verabschiedet. „Hans Sarpei braucht keinen Abschied, der Abschied braucht Hans Sarpei!“ So oder so ähnlich ist Hans Sarpei den Schalker Fans ein Begriff. Aber auch durch seine grandiosen Leistungen in den wichtigen Spielen der letzten Saison: So sorgte Sarpei im Halbfinale des DFB Pokals 2011 bei Bayern München mit dafür, dass Schalke 04 nach Berlin fahren durfte und den Titel holte. Auch im Champions League Viertelfinale, dem Wunder von Mailand, war Sarpei ein wichtiger Baustein für den Erfolg des FC Schalke 04. Es ist jedoch noch unklar, ob er seine Karriere fortsetzt.

Der Pechvogel vom Dienst

Levan Kenia kennen einige Schalker überhaupt nicht. Er galt vor einigen Jahren als das größte Talent des georgischen Fußballs! Seine Karriere begann bei Lokomotive Tiflis. Mit 14 Jahren absolvierte er einen Trainingslehrgang beim großen FC Barcelona und mit 16 Jahren debütierte er bereits in der georgischen Nationalmannschaft unter Ex-Nationaltrainer Klaus Toppmöller. Sein Wechsel zum FC Schalke 04 im Januar 2008 kam nur zustande, weil er das Visum für einen Transfer zum FC Barcelona nicht bekam. Die Katalanen wollten ihn damals verpflichten, wie er in einem Interview bei dem Fan-Talk „Dritte Halbzeit“ beim Schalker Fanclub-Verband verriet. Er wechselte zu Schalke 04 und spielte zunächst in der A-Jugend. Allerdings ereilten den dribbelstarken und technisch versierten Kenia ständig Verletzungen, sodass er nur sehr wenige Spiele für Schalke bestreiten konnte.

Der Weltstar und der Eurofighter

Über Raúl braucht man nicht vieles zu sagen, er verlässt Schalke 04 nach zwei Jahren als Freund. Doch auch der Verlust des letzten aktiven Ur-Eurofighter aus dem Jahre 1997 schmerzt die Schalker Anhängerschaft. „Mattes“ Schober wird seine Karriere allem Anschein nach beenden und eventuell eine andere Funktion im Verein einnehmen.



Große Bühne und eine Überraschung?

Es wird auf Schalke nach dem Spiel ein Knuddeln und ein Drücken - mit aufgebauter Bühne am Mittelkreis, das berichtet die BILD. Dort wird es sicherlich die ein oder andere geschwungene Rede geben und die LED-Banden an den Seiten des Spielfeldes werden mit Danksagungen an Raúl gefüllt. Doch eine Sache macht die Trainingskibitze auf Schalke leicht nervös. Wird die Vertragsverlängerung von Jefferson Farfan direkt auf dem Rasen verkündet? Im Gespräch mit einigen Fans am Trainingsgelände soll der Peruaner mitgeteilt haben, dass er bereits auf Schalke einen langfristigen Vertrag unterschrieben hat. Das würde auch erklären, warum Horst Heldt sich am Donnerstag auf der Pressekonferenz so weit aus dem Fenster gelehnt hat.

Eure Meinung: Glaubst du Jeff hat schon längst verlängert und Heldt plant die große Show?

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