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Früher waren sie das unumstrittene Erfolgsduo. Nun wächst die Kritik. Aber Kommunikation der neuen Bescheidenheit hat derzeit Hochkonjunktur bei Werder Bremen.

Bremen. Einst war Werder Bremen der große Rivale vom FC Bayern München und spielte sechs Jahre in Serie in der Champions League. Letztes Jahr drohte lange Zeit Abstiegskampf und auch in dieser Spielzeit wird Mittelmaß das Höchste der Gefühle sein. Nun wird auch der ehemalige Erfolgsmanager Klaus Allofs massiv kritisiert.

Schwache Rückrunde

Was Bremens große Stärke derzeit ist, ist die Schwäche der anderen Teams. So liegt Werder derzeit auf dem achten Platz. In zwei Spielen müssen noch drei Zähler aufgeholt werden. Für eine gut funktionierende Mannschaft stellt dieser Rückstand kein großes Problem dar. Nicht so für Werder, die in 15 Rückrundenspielen gerade einmal 13 Zähler geholt haben. Sportlich spricht folglich nicht viel für Werder. Zumal Wolfsburg und Schalke auf das angeschlagene Team warten.

Bremer Enttäuschung allenthalben

Gegen die B-Elf vom FC Bayern München wurde durch ein Last-Minute-Tor von Franck Ribery mit 1:2 verloren. Mit etwas mehr Cleverness hätte man gegen lahme Bayern die drei Punkte im Weserstadion gelassen. Immerhin gab Allofs nach dem Spiel gegenüber den Medien zu: „ Es ist normal, dass das Umfeld immer nervöser und ungehaltener wird.“ Und fügt hinzu: „ Das ist so, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden. Natürlich sind die Fans enttäuscht, aber das sind wir alle.“

Allofs erwartet Geduld von den Fans

Der 55-Jährige ist jedoch fest davon überzeugt, dass die Werder-Fans Verständnis für die derzeitige Situation an der Weser haben: „Die Fans sind sehr feinfühlig. Sie haben verstanden, welchen Weg wir gehen müssen.“ So erklärt er vielsagend, dass „aus sportlichen und wirtschaftlichen Zwängen“ viel verändert werden müsse. Auch „einige Positionen müssen neu besetzt werden.“ Konkret wollte er vor Saisonende noch nicht werden. Entschuldigend gab er gegenüber der Syker Kreiszeitung zu: „So eine Saison mit so vielen Verletzten und Unwägbarkeiten werden wir nicht noch mal haben.“

Anspruch weiterhin Europa-League

Der Blick geht nach vorne. Optimismus ist weiterhin Trumpf beim Deutschen Meister von 2004. „Wir werden in der nächsten Saison einen Schritt nach vorne machen. Ich bin nicht der Meinung, dass unser Niveau sinkt.“ Trotzig fügt er hinzu: „Ich glaube nicht, dass wir in der nächsten Saison weiter unten landen. Unser Anspruch ist mindestens die Europa League – und davon rücken wir auch nicht ab.“ Zugleich lobte er Trainer Schaaf in den höchsten Tönen: „Es ist ein großes Glück, dass wir diesen Trainer haben. Er hat absolut die Fähigkeit, es hier bestens hinzubekommen. Natürlich machen wir uns Gedanken und überprüfen uns, aber wir kommen immer wieder zu dieser Überzeugung.“

Eure Meinung: Ist Allofs noch der richtige Mann bei Werder Bremen?

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