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96 hätte die Europa League mit einem Sieg gegen Freiburg im Grunde schon buchen können - nun bleibt es spannend. Für die kommenden Aufgaben setzt man auf das Kollektiv.

Hannover. Fehlenden Willen oder mangelnden Kampfgeist konnte man dem Team von Hannover 96 wahrlich nicht vorwerfen. Ein Blick auf Emanuel Pogatetz reichte, um das zu belegen: Der Österreicher verließ das Feld mit einer nicht gerade kleinen Platzwunde, mit der er sich am Sonntag nach Abpfiff des torlosen Unentschiedens gegen den SC Freiburg den Fragen der Journalisten stellte.

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Pogatetz zweimal im Pech

Die Verletzung hatte Pogatetz sich bei einem Luftduell mit Karim Guede zugezogen, beide waren mit dem Kopf zusammengestoßen - überflüssig zu erwähnen, dass „Mad Dog“ sich im Gegensatz zu seinem Gegenspieler kaum behandeln ließ. Das ganze passierte, als Pogatetz in der 65. Minute die Führung für Hannover auf dem Kopf hatte, den Ball jedoch knapp neben das Gehäuse setzte.

Es war eine von zwei guten Chancen, die sich dem 96-Innenverteidiger in der zweiten Halbzeit jeweils nach Ecken boten, in beiden Fällen verfehlte er das Ziel nur um Zentimeter. „Das war zweimal knapp, leider ist der Ball nicht reingegangen“, ärgerte sich der 29-Jährige nach Spielschluss gegenüber Goal.com.

Baumann hält die Null

Enttäuscht aber hatte vor allem die hannoversche Offensivabteilung, die gegen kompakt stehende Freiburger zu selten durchbrach. „Wir tun uns im Moment schwer damit, Chancen zu kreieren und wenn, dann nutzen unsere Möglichkeiten nicht“, brachte es Lars Stindl auf den Punkt. Die wohl größte Möglichkeit für 96 hatte der Mittelfeldmann, der in den vergangen Spielen verletzt aussetzen musste, selbst - nach 15 Minuten stand Stindl plötzlich frei vor SC-Keeper Oliver Baumann, der jedoch parieren konnte.

Stindl selbstkritisch

„Den muss ich machen“, zeigte sich der 23-Jährige selbstkritisch. Ein Tor hätte dem 96-Spiel wohl die nötige Sicherheit gegeben, mit einer frühen Führung im Rücken „fällt auch Vieles leichter“, wie Stindl es formulierte. Der Treffer aber fiel nicht, und so tat sich Hannover trotz Feldüberlegenheit in der Folge gegen tiefstehende Badener schwer, die nicht ungefährlichen Konter der Gäste machten die Sache nicht einfacher.

Starke SC-Verteidigung

„Die Freiburger haben enorm gut verteidigt“, musste auch Konstantin Rausch anerkennen, den die Disziplin des Gegners genauso beeindruckte wie Steven Cherundolo: „Die haben als Block verteidigt und als Kollektiv angegriffen“, erklärte der 96-Kapitän - um anzufügen: „Das hat uns teilweise gefehlt. Wenn wir als Kollektiv, als Team arbeiten, sind wir verdammt schwer zu schlagen. Da müssen wir wieder hinkommen.“

Auch Ya Konan kann nicht helfen

Gegen Freiburg aber ließ man das zumeist vermissen, Großchancen blieben ansonsten Mangelware. Lediglich Didier Ya Konan tauchte nach dem Seitenwechsel noch einmal frei vor Baumann auf, fand im Freiburger Schlussmann aber seinen Meister. So musste man sich mit einem Punkt zufriedengeben, der Big Point wurde verpasst. Mit einem Dreier hätte 96 den Abstand auf Platz acht zwei Spieltage vor Schluss auf fünf Punkte vergrößert, die Qualifikation für die Europa League wäre im Grunde sicher gewesen.

„Wir werden richtig Gas geben“

Dennoch sind die Hannoveraner vor den letzten beiden Partien guter Dinge: „Wir haben es in der eigenen Hand - das lassen wir uns nicht mehr nehmen. Es sind noch zwei Runden und wir werden richtig Gas geben, um im nächsten Jahr wieder international spielen zu dürfen“, versprach Pogatetz im Hinblick auf das Gastspiel bei Bayer Leverkusen am kommenden Samstag. Zumindest um die Einsatzbereitschaft des Österreichers wird man sich dabei wohl keine Sorgen machen müssen.

Eure Meinung: Schafft 96 die Euro-League-Quali?


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