thumbnail Hallo,

Uli Hoeneß kommt aus der Deckung und attackiert nach der wahrscheinlich verpassten Meisterschaft den aktuellen und womöglich kommendenTitelträger aus Dortmund.

München. Kaum hat sich der FC Bayern praktisch aus dem Titelkampf der 1.Bundesliga verabschiedet, tritt Uli Hoeneß in den Vordergrund und knöpft sich Borussia Dortmund und seine Protagonisten vor.

Hoeneß attackiert BVB

Darauf hatte doch ganz Fußballdeutschland gewartet: Nach dem höchstwahrscheinlichen Meisterschafts-K.o. der Münchner Bayern und der mittlerweile fast als sicher geltenden Titelverteidigung von Borussia Dortmund wettert Uli Hoeneß am Abend in der Sendung Sky 90 in Richtung BVB und nimmt dabei kein Blatt vor dem Bund.

Viele hatten bislang vergeblich darauf gewartet, dass man in München neue Giftpfeile in Richtung Dortmund schießt, nun hat Uli Hoeneß sein Schweigen gebrochen. Der Bayern-Präsident erkennt die Leistung der Borussen in dieser Saison zwar an, dennoch fehlt es den Spielern des aktuellen Meisters an Qualität, zumindest wenn man den Worten Hoeneß' Glauben schenken mag. „Die Dortmunder haben im Moment die hungrigeren Spieler, aber keine Weltklassespieler“, ätzt der ehemalige Manager von Bayern München und legt anschließend noch mal in Richtung Vereinsspitze des BVB nach.

Dortmund nicht auf Augenhöhe

Denn solange die Borussen nicht in der Lage dazu wären auch auf internationaler Ebene gute Leistungen zu bringen und in einer „schwachen Gruppe nur Letzter“ werden, sei man seiner Ansicht nach noch „nicht auf Augenhöhe mit dem FC Bayern“.

Die Antwort von Dortmunds Hans-Joachim Watzke ließ nicht lange auf sich warten. Doch der versucht kein weiteres Öl ins Feuer zu gießen. „Ich spreche über Bayern schon immer in den höchsten Tönen. Alle Erfolge, die sie erreicht haben, haben sie sich selbst erarbeitet. Und das ist zu großen Teilen ein Verdienst von Uli Hoeneß.“

Der Vergleich mit Lemke

Auch auf die Aussagen von Hoeneß, Watzke erzähle Märchen, wenn er die Personalkosten des BVB auf 45 Millionen Euro beziffere und würde so den Eindruck eines zweiten Willi Lemke erwecken, fand der BVB-Geschäftsführer die passende Antwort.

„Ich erzähle keine Märchen, sondern Tatsachen! Unsere Zahlen sind Eins zu Eins nachlesbar, und die von Bayern sind nunmal rund dreimal höher. Mich wundert sehr, wie dünnhäutig Uli Hoeneß reagiert. Soll wir künftig extra gegen Bayern verlieren, damit er nicht meckern muss“, so Watzke gegenüber BILD.

Rumms, das hat gesessen! In München scheint der Stachel nach dem Meisterschafts-K.o. noch ziemlich tief zu sitzen, dennoch will man nun mit voller Kraft die hohe Hürde Real Madrid nehmen. Zwar kennt man die Stärken der „Königlichen“ nur zu genau, vor Ehrfurcht erstarren will man aber nicht.

Hoeneß: „Real hat Respekt“

Im Gegenteil, denn laut Uli Hoeneß nimmt man die Bayern in Spanien nicht auf die leichte Schulter. „Ich habe mit einigen spanischen Journalisten gesprochen und die sagen alle, dass man großen Respekt vor Bayern hat“, zeigt sich Hoeneß zuversichtlich und richtet anschließend noch mal indirekt die Worte an seine Spieler. „Ein Spieler kann viele Champions-League-Finals spielen, aber einmal in seiner Heimatstadt im Finale zu spielen, das ist etwas Besonderes, so der 60-jährige. Das große Ziel nach der verpassten Meisterschaft heißt einmal mehr  „Champions-League-Finale in München“.

Vertrauen in Heynckes

Kein Wunder also, dass Hoeneß noch einmal alles in der Waagschale wirft, um seine Spieler in die Pflicht zu nehmen, wobei er seine Rolle nicht überbewerten möchte  „Unsere Spieler sind verpflichtet dem Verein und den Fans zu dienen, nicht dem Präsidenten“, so Hoeneß weiter.  Weiterhin vertraut er auf die Erfahrung von Trainer Jupp Heynckes, der die Bayern zumindest noch zu zwei Titeln in dieser Saison führen kann, auch wenn dieser - anders als der ehemalige Manager - eher selten große Töne spuckt, was auch Hoeneß nicht verborgen geblieben ist.

Mit der Arbeit des Coaches ist er trotz der jüngsten Misserfolge dennoch zufrieden. „Wir haben einen sehr starken Trainer, der das prima macht. Man muss keine plakativen großen Reden schwingen“, erklärt Hoeneß, der sich ebenso wie Franz Beckenbauer am Dienstag einen „2:0-Sieg“ gegen Real wünscht.

Eure Meinung: Wie bewertet ihr die Aussagen von Uli Hoeneß? Fehlen den Dortmundern die Weltklassespieler und die internationale Klasse, um sich mit dem FC Bayern zu messen?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf oder werde Fan von Goal.com auf !

Wie bleibt ihr unterwegs am Ball? Verpasst kein Ergebnis mehr!

Dazugehörig