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Lauterns Vorstandsvorsitzender spricht über begangene Fehler, abgelehnte Angebote und über den direkten Wiederaufstieg im Falle eines Abstiegs in die 2. Bundesliga.

Kaiserslautern. Bei verbleibenden sechs Bundesliga-Partien und acht Punkten Rückstand auf einen Relegationsplatz glauben nur noch die größten Optimisten an ein Wunder für den 1. FC Kaiserslautern. FCK-Vorstandsvorsitzender Stefan Kuntz muss indes schon für die 2. Liga planen und glaubt bei einem möglichen Abstieg seines Vereins an die sofortige Rückkehr ins Oberhaus.

„Ich hätte einen Sportdirektor einstellen müssen“

Stefan Kuntz kam als Klubchef vor drei Jahren zu den „Roten Teufeln“. Mit Ihm begann eine erfolgreiche Zeit, die nun ein abruptes Ende zu finden scheint. Im Kicker spricht der ehemalige Top-Stürmer über die Situation beim 1. FC Kaiserslautern. Dabei scheut er sich nicht, auch eigene Fehler anzusprechen: „Ich hätte nach dem ersten Jahr Bundesliga einen Sportdirektor einstellen müssen. Die Aufgabe in der Bundesliga ist so umfassend, dass mir im sportlichen Bereich ein paar Prozentpunkte verloren gegangen sind“, so Kuntz selbstkritisch.

„Diese Aufgaben haben wir nicht gut gemeistert“

Im Sommer standen für den FCK einige Abgänge zu Buche die nie wirklich kompensiert wurden konnten. Dafür schlug man ein Angebot über fünf Millionen Euro für Torhüter Kevin Trapp aus: „Die überwiegende Zahl der Leute sagte damals, es war richtig, diesen jungen Spieler zu halten.“ Bei den Abgängen von Jan Moravek und Ivo Ilicevic hat man enorme Qualität verloren und nicht auffangen können. Auch diese Einschätzung teilt der Klub-Boss Kuntz: „Ja. Diese Aufgaben haben wir nicht gut gemeistert.“

„Trapp hat unser Angebot abgelehnt“

Im Falle eines Abstieges heißt es natürlich - Alles auf Neustart. Neues Personal mit weniger Budget und die immer wiederkehrende Erkenntnis, Leistungsträger nicht halten zu können. So sieht es auch im Falle Kevin Trapp aus: „Kevin Trapp hätten wir gerne behalten. Er hat unser Angebot aber abgelehnt.“ Auch der zweite Torhüter Tobias Sippel kann den Verein bei einer Ablöse von einer Million Euro verlassen: „Die Zahlen kann ich so nicht bestätigen. Die Gefahr ist aber da“, so Kuntz im Kicker.

„Gehaltseinbußen der Spieler liegt bei etwa 40 Prozent“

Ein Abstieg ist nicht nur sportlich schwierig zu verkraften, auch und gerade wirtschaftlich müssen sich die Vereine auf Einsparungen einstellen. Auch Kaiserslautern würde es nicht anders ergehen: „Die Gehaltseinbußen der Spieler liegt bei etwa 40 Prozent und der Etat der Lizenzspieler wird sich von 16 Millionen auf 10 Millionen reduzieren“, so Kuntz. Trotz allem betont der Vereins-Boss, dass der Verein wirtschaftlich in der Lage wäre, einen sofortigen Wiederaufstieg anzugehen.

Eure Meinung: Würde der 1. FCK bei einem möglichen Abstieg den direkten Wiederaufstieg schaffen?

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