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Trotz der jüngsten Erfolgserlebnisse stecken sowohl Köln als auch Hertha mitten im Abstiegskampf - das anstehende Aufeinandertreffen könnte richtungsweisend sein.

Köln. Keine Frage: Der 1. FC Köln steckt mittendrin im Abstiegskampf. Magere drei Punkte trennen die „Geißböcke“ derzeit vom Relegationsplatz 16, vier sind es auf einen direkten Abstiegsplatz. Noch schlechter da steht Hertha BSC, das einen Platz hinter dem FC auf Rang 15 der Bundesliga-Tabelle um das sportliche Überleben kämpft. Die enge Tabellenkonstellation lässt das Aufeinandertreffen der beiden Teams zu einem „Alles oder Nichts“-Spiel werden. Dabei steht die Hertha noch mehr mit dem Rücken zur Wand als der „Effzeh“.

Vier Punkte und vier Tore aus den letzten acht Spielen gegen drei Punkte und zwei Tore seit Jahresbeginn: Das Aufeinandertreffen zwischen dem 1. FC Köln und der Berliner Hertha am kommenden Samstag ist das Duell der beiden aktuell formschwächsten Bundesligamannschaften. Zwar konnten beide Teams am vergangenen Wochenende punkten (der FC holte einen Zähler in Hoffenheim, Berlin sammelte drei Punkte gegen Bremen), dennoch konnte sich weder die Solbakken-Elf noch die Mannschaft von Otto Rehhagel von den Abstiegsplätzen entfernen, da die gesamte Konkurrenz ebenfalls gepunktet hat. Daher würde ein Sieg in dem Spiel am Samstag einen ordentlichen Befreiungsschlag für beide Teams bedeuten: Der 1. FC Köln könnte seinen Abstand auf die Berliner auf fünf Punkte ausbauen, die Hertha selbst könnte mit einem Sieg um einen Zähler am FC vorbeiziehen.

Nebenkriegsschauplätze rund um das Geißbockheim

Obwohl für die Kölner das bisher wichtigste Saisonspiel vor der Brust steht, droht das Sportliche derzeit wieder einmal zum Nebenthema zu werden. Über dem Krisengipfel zwischen Köln und Berlin schwebt über dem Rhein wieder einmal der Dauerclinch zwischen Sportdirektor Volker Finke und Trainer Stale Solbakken. So warf Finke Solbakken vor, den Stürmer Sebastian Freis an den Ligakonkurrenten SC Freiburg verscherbelt zu haben: „Er sagte zu dem Thema Freis einfach nur: ,Weg‘, dabei wollte ich ihn halten um seinen Marktwert zu erhalten“, wird Finke im Express zitiert - ein weiterer öffentlicher Affront gegen den Kölner Trainer. Freis ausgerechnet an den SC Freiburg abzugeben, die er zum Sieg gegen Schalke schoss, kann Finke allerdings nicht Solbakken in die Schuhe schieben - für die Spielertransfers ist er selbst verantwortlich und nicht Solbakken. Für die Kölner gilt es nun jedoch, sich voll auf das Spiel gegen Berlin zu konzentrieren.

Was erwartet uns in dem Spiel?

Sicherlich wird das Spiel zwischen Köln und Hertha kein Filetstück auf der Speisekarte der Bundesliga sein. Dafür waren die Leistungen der Teams in den vergangenen Wochen einfach zu schlecht und dafür ist auch die Bedeutung des Spiels zu wichtig. Dennoch dürfte sich der Fußballfan auf ein interessantes Spiel einstellen - gerade die Kölner sollten sich in ihrem Heimspiel Einiges vorgenommen haben: Angeführt von einem fitten Lukas Podolski, mit einem wieder ins Team zurückkehrenden Sascha Riether und einer Abwehrreihe, in der Geromel und Sereno für die nötige Stabilität sorgen sollen, wollen die Kölner gegen die Hauptstädter Druck aufbauen.

Die Mannschaft von Otto Rehhagel dürfte versuchen, aus einer defensiven Haltung heraus über Konter vor das Kölner Tor zu kommen. Gerade die Außenbahnen, sowie linear gespielte Bälle durch die hoch stehende Kölner Abwehrreihe bieten Potenzial, um gegen die Kölner zu treffen. Vieles wird davon abhängig sein, wie die Mannschaften ins Spiel kommen. Vor allem der FC muss darum kämpfen, das zuletzt anteilslos scheinende Publikum früh und bedingungslos hinter sich zu bringen - das funktioniert nur über den Kampf und die richtige Einstellung zum Spiel. Wie das geht, zeigte die Kölner Elf am vergangenen Wochenende in der zweiten Halbzeit gegen Hoffenheim, als man die Babbel-Elf nach einem Rückstand noch an den Rand einer Niederlage brachte.

Eure Meinung: Wie kann Köln gegen Berlin bestehen und wer wird das Spiel gewinnen?

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