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Bayer Leverkusen: Rezepte für einen Sieg gegen Bayern München
Der FC Bayern gilt in der jeder Partie der Bundesliga als der Favorit. Umso überraschter sind die Experten, wenn Teams wie Leverkusen am Samstag ein Mittel gegen München finden.
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Mehr Mut, früher stören
In den ersten zehn Minuten startete der FC Bayern erwartungsgemäß stark und konzentriert, lediglich hinter die Linie wollte der Ball nicht. Nach der Halbzeit steigerte sich die „Werkself“ dann. Andre Schürrle verriert Goal.com, was Robin Dutt seinen Jungs in der Kabine sagte: „Einfach mutiger sein, früher stören, schon an der Mitte der eigenen Hälfte.“ Für den Nationalspieler war dies der Antrieb zum Sieg: „Bayern wurde unsicher und wir haben unsere Möglichkeiten bekommen.“ Auch für Torjäger Stefan Kießling war Wehren das große Konzept mit dem man selbst stark aufspielende Münchener aus der Fassung bringen konnte: „Wir haben gut dagegen gehalten und mit Leidenschaft gekämpft.“ Kießling weiter: „Ich glaube, so haben wir verdient gewonnen.“

Niemals sicher sein
Daniel Schwaab sah das nach dem Spiel ähnlich und ergänzte die Aussagen seiner Mitspieler mit dem Appell, dass ein Klub wie Bayern München zu keiner Zeit zu unterschätzen ist. „Gegen Bayern kannst Du Dir nie zu sicher sein“, sagte der Verteidiger und fuhr fort: „Die haben einfach Individualisten in ihren Reihen, die den Unterschied ausmachen können.“ Leverkusens Spieler freuten sich nach dem Spiel über den großen Sieg, bleiben aber angesichts der Münchener Situation realistisch. Daniel Schwaab dazu folgend: „Bayern befindet sich derzeit nicht in der besten Form, das muss man auch ganz klar sagen.“
Nicht großartig nachdenken
Dass die Bayern aktuell vor allem auswärts von der Rolle sind, war auch am zweiten Treffer der Gastgeber zu merken. Jedenfalls kommt es nicht häufig vor, dass ein 19-Jähriger Einwechselspieler, der noch nie ein Tor in der Bundesliga erzielte so kaltschnäuzig gegen den Rekordmeister einnetzte. Karim Bellarabi gelang dieses Kunststück – seiner Meinung nach deshalb, weil er sich eben keine Gedanken vor dem Tor machte: „Man denkt in dem Moment nicht nach, ich bin einfach mit nach vorne gerückt.“

Teamgeist mit mehr Willen
Eren Derdiyok, der ebenso eingewechselt wurde und an einem Treffer beteiligt war freute sich nach dem Spiel gegenüber Goal.com vor allem darüber, dass sich jeder Spieler einbringt: „Jeder Spieler macht mit und dafür werden wir belohnt.“ Ein weiteres Indiz für den Zusammenhalt der Bayer-Elf: Nach dem Spiel lobte Daniel Schwaab Torhüter Leno, Gonzalo Castro verriet seine Freude über Augustos Rückkehr – Konkurrenkampf und Unruhe klingen anders.
Castro konnte sogar dem Verletungspech etwas positives abgewinnen: „Wir wissen, dass wir viele Verletzte und einen kleinen Kader haben. Daher ist es egal wer hinten rechts spielt oder vorne. Der Trainer entscheidet. Er hat etwas in der Halbzeit geändert und das hat auch geklappt.“ Castro weiter: „Wir hatten mehr Willen um das Tor zu machen.“
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