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Hertha BSC träumte nach einer guten Hinrunde von mehr als dem Klassenerhalt. Die Realität hat den Aufsteiger wieder eingeholt.

Berlin. Hertha BSC ist auf dem harten Boden der Realität angekommen. Das verdiente 0:2 beim Mitaufsteiger aus Augsburg war einmal mehr Beweis, dass es für die Berliner einzig und allein nur um den Klassenerhalt geht. Alle sechs Rückrunden-Spiele wurden verloren. Auch „König Otto“ konnte daran nichts ändern.

Tiefer Fall

Viel Hoffnung wurde von allen Hertha-Sympathisanten mit Otto Rehhagel verbunden. Ein neuer Schwung wurde herbeigesehnt. Ein Sieg im direkten Abstiegsduell gegen Augsburg sollte da zur rechten Zeit kommen. Leider klaffen Wunsch und Realität in Berlin derzeit gewaltig auseinander. Bis auf den Abstiegs-Relegationsplatz sind die Hauptstädter abgestürzt. Im Heimspiel gegen Werder Bremen sollte möglichst gewonnen werden, will man schnell Ruhe in der hektischen Metropole bekommen.

Trainer ist schuldlos

Jetzt spricht Kapitän und Abwehrchef Andre Mijatovic klare Worte im kicker. Der 32-jährige Routinier versucht Otto Rehhagel zu schützen, indem er massive Kritik gegen die Mannschaft richtet: „In unserer Form können uns auch drei Rehhagels und ein Mourinho nicht helfen.“
Er präzisiert dies: „Der Trainer kann kein Tor schießen und keins verhindern. Am Samstag kam ich mir vor wie im falschen Film, ganz ehrlich.“ Weiterhin glaubt er an die besonderen Fähigkeiten seines neuen Trainers: „Otto Rehhagel ist ein sehr erfahrener Trainer. Er wird die richtigen Sätze und die richtigen Methoden finden.“

Mijatovic kündigt neue Gangart an


Offen kritisiert er im kicker, dass der gute Saisonstart trügerisch war: „Einige von uns haben sich vom guten Saisonstart blenden lassen und gedacht, es ginge so weiter. Mit Schönreden ist jetzt Schluss“, kündigt der Kroate nun eine neue Gangart an. Was beim Spiel gegen Augsburg besonders deutlich wurde, war die Leidenschaft und Kampfbereitschaft, die im Vergleich zum Mitaufsteiger sichtlich fehlte. Der ehemalige Bielefelder hat dafür eine Erklärung: „Die anderen Klubs, die mit uns drin stehen, waren von Anfang an im Abstiegskampf – wir nicht. Wir haben später kapiert, worum es geht. Das ist ein Problem.“

Nach vorne blicken, nicht zurück

Es scheint, als ob nach der formidablen Hirunde in den Spielen nach der Winterpause alles schief gehen würde. Der kopfballstarke Verteidiger nennt einen Grund, blickt aber zugleich nach vorne, um wieder in die richtige Spur zu finden: „Es gab ein paar Personalwechsel. Natürlich bringt das Unruhe in ein Team. Aber das sollten wir nach der Saison aufarbeiten, nicht jetzt. Jetzt haben wir die verdammte Pflicht, den Klub in der Liga zu halten.“

Eure Meinung: Schafft Hertha BSC den Klassenerhalt?


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