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Im Derby gegen den HSV unterstrich Tim Wiese einmal mehr seine herausragende Klasse. Doch die Zukunft des Keepers an der Weser ist weiterhin fraglich.

Bremen. Die Zukunft von Tim Wiese steht nach wie vor in den Sternen. Bei Werder Bremen läuft der Vertrag des Keepers im Sommer aus. Eigentlich möchte Deutschlands Nummer zwei (fünf Länderspiele für die DFB-Elf) gerne bleiben und eigentlich wollen die Hanseaten ihren Schlussmann auch halten. Doch die Bremer müssen sparen und Wiese zählt an der Weser zu den Topverdienern. Deshalb spielen die Klubbosse um Geschäftsführer Klaus Allofs weiter auf Zeit.

„Das Gesamtpaket muss stimmen“

Allofs will abwarten, ob die Tendenz weiter Richtung Europapokal zeigt. Bleibt dies so, dann wäre Werder in der Lage, Wiese ein höheres Gehalt zu zahlen. Eile ist jedenfalls noch nicht geboten. „Wir sind absolut im Plan. Tim hat doch selbst erklärt, dass er bis April Klarheit haben will. Das ist auch für uns ein guter Zeitrahmen. Dann kann man hoffentlich schon absehen, ob wir international dabei sind“, teilte Allofs auf einer Pressekonferenz mit. Er stellte aber auch klar: „Das Gesamtpaket muss stimmen, für Werder, und für den Spieler.“

„Ich habe alle Zeit der Welt“

In Sebastian Mielitz haben die Bremer einen hochtalentierten Schlussmann in der Hinterhand. Das 22 Jahre alte Eigengewächs wäre um ein Vielfaches günstiger als Wiese. Doch der Ex-Lauterer geht nicht davon aus, dass Werder ihn nicht mehr will. Gemäß Kreiszeitung Syke ließ er verlauten: „Ich weiß es nicht. Mit mir hat niemand gesprochen. Ich weiß nur, dass ich hier seit Jahren super Leistung bringe und dass ich mich hier sehr wohl fühle – genauso wie meine Familie. Ich habe alle Zeit der Welt. Ich weiß doch, dass der Club finanziell genau gucken muss.“

„Dann gehe ich eben“

Für den Fall, dass es am Ende keine Einigung gibt, ist dem 30-Jährigen jedenfalls nicht Bange: „Dann ist das so. Ich werde bestimmt nicht arbeitslos. Ich mache mir jedenfalls keine Sorgen.“ Wiese, der ablösefrei 2005 vom 1. FC Kaiserslautern in die Hansestadt gewechselt war machte deutlich: „Wenn Werder mich nicht will, dann gehe ich eben.“

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