Hannovers Christian Pander über Training, den Wohlfühlfaktor und die Euphorie in der Europa League

Schon bei Schalke waren die Standards von Christian Pander gefürchtet, jetzt profitiert Hannover von seinen Flanken. Und das, obwohl er sie weniger trainiert als früher.
Hannover. Eigentlich war das Spiel nach dem vierten Treffer von Hannover 96 längst entschieden. Der Doppelschlag von Martin Harnik und Shinji Okazaki brachte den VfB Stuttgart aber beim 4:2-Sieg von 96 zurück ins Spiel. Den komfortablen Vorsprung, der in den letzten 15 Minuten fast komplett aufgebraucht wurde, hatten die Gastgeber vor allem dem linken Fuß von Christian Pander zu verdanken. Zwei Treffer bereitete er per Ecke vor, einmal traf er selbst und verriet nach dem Spiel, dass er die Standards noch immer trainiert.

„Hört sich deutlicher an als es war“


Das Ergebnis ging aus Panders Sicht in Ordnung, auch wenn das Spiel phasenweise sehr umkämpft war. „Es hört sich deutlicher an, als es letztendlich war, wobei wir natürlich auch gute Chancen hatten, um das Ergebnis noch ein bisschen höher zu schrauben“, gab er nach Abpfiff seine Einschätzung beim TV-Sender Sky. Herausragend waren die Standards des Linksverteidigers. „Ich trainiere das weniger als früher, man muss ja auf seine Muskeln und Knochen achten. Aber das wird natürlich trainiert und ich versuche weiterhin, mich zu verbessern“, sagte er zu den Gründen für seine tolle Schusstechnik.

Europa League ein „Highlight“

Der frühere Schalker spielt aktuell in Bestform, einerseits, weil er endlich über einen längeren Zeitraum verletzungsfrei ist, zum anderen, weil er in Hannover so gut aufgenommen wurde. „Seit dem ersten Tag fühle ich mich hier rundum wohl“, bekannte er sich zu seinem Klub. Die starken Leistungen nach den Europapokalabenden erklärt er mit dem Schwung, den diese Erlebnisse der Mannschaft bringen: „Für uns das ein Highlight. Wir haben viele Spieler dabei, die zum ersten Mal Europa League spielen. Der ganze Verein ist in Euphorie und davon werden wir getragen“, sagte er.

Bobic beklagt die Schwäche bei Ecken

Fredi Bobic, der Sportdirektor der Stuttgarter, konnte sich über die besonderen Fähigkeiten Panders nur bedingt freuen. Die Gegentore nach Ecken und die spielerische Leistung hatte er als Grund für die Niederlage ausgemacht. „Die Jungs haben in den 90 Minuten vieles gar nicht so schlecht gemacht. Das hört sich blöd an wenn du 4:2 verlierst und sogar 4:0 hinten lagst. Aber wenn du drei Standardtore bekommst, kannst du kein Spiel gewinnen“, analysierte er die Partie. Besonders das Aufbäumen in der Schlussphase stimmte ihn aber versöhnlich: „Selbst wir hätten vier, fünf Treffer machen können. Kurios wäre es gewesen, wenn wir in der 80. Minute das 4:3 machen, dann hätte es nochmal eng werden können“, so Bobic.

Eure Meinung: Was sagt ihr zu der Entwicklung von Christian Pander?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf oder werde Fan von Goal.com auf !

Wie bleibt ihr unterwegs am Ball? Verpasst kein Ergebnis mehr!