Schalke-Manager Horst Heldt stellt klar: „Ziel bleibt Platz drei“

Auch wenn Heldt mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden ist, spricht er seinem Team noch den Status einer Spitzenmannschaft ab. Mit Raul und Huntelaar will er verlängern.

Von Felix Landmesser

Horst Heldt vom FC Schalke 04
Bongarts

Gelsenkirchen. Die klare Niederlage in Mönchengladbach sorgte für Ernüchterung bei Schalke 04, Trainer Huub Stevens sagte gar: „Das war einer einer Schalker Mannschaft nicht würdig.“ Trotzdem dürfe man jetzt nicht alles schlecht reden, mahnte Manager Horst Heldt: Ziel bleibe der dritte Tabellenplatz in der Bundesliga, Heldt nannte Gründe für zuletzt dürften Leistungen.

„Ziel bleibt Platz drei“ – sind „noch kein absolutes Spitzenteam“

Nach dem Debakel in Gladbach wollte Heldt „nichts schönreden, die Niederlage tat verdammt weh“, so der Manager im Interview mit Sport Bild. „Aber“, schränkte er ein, auf Schalke herrsche „jetzt keine Jetzt-ist-alles-vorbei-Stimmung“, man wolle den vierten Platz verteidigen, „Ziel bleibt Platz drei“.

Für ganz oben reiche es demnach noch nicht, Schalke sei „noch kein absolutes Spitzenteam. An einigen Tagen waren wir das – etwa beim 1:0 im Hinspiel gegen Gladbach oder dem 5:0 gegen Bremen“, weiß Heldt die Situation einzuschätzen.

Leistungsschwankungen

Entscheidend für die Leistungsschwankungen der Mannschaft seien mehrere Faktoren: „Wir haben vor der Saison mal eben mit Manuel Neuer den weltbesten Torwart abgegeben, das gut aufgefangen. Wir haben eine junge Innenverteidigung integriert, den Umbau des Teams begonnen. Wir sind noch in der Entwicklung.“

Dazu komme, dass Jermaine Jones noch gesperrt fehle, „ebenso der verletzte Lewis Holtby, zuvor waren es Jefferson Farfan und Benedikt Höwedes. Dafür, dass regelmäßig zentrale Spieler ausfallen, machen wir das gut“, zeigt sich Heldt mit dem bisherigen Saisonverlauf trotz der letzten Nackenschläge insgesamt zufrieden.

Üppige Verträge

Ein Problem auf Schalke seien die gutdotierten Verträge vieler Spieler, die noch Champions League-Niveau haben. Allerdings, so Heldt, „die Verträge haben wir ja dieses Jahr auch schon zu bezahlen, obwohl wir 'nur' in der Europa League spielen.“ Der aktuelle Kader sei „nach wie vor sehr üppig“, man müsse sich aber natürlich „an Verträge halten.“

Vertragsverhandlungen mit Raul und Huntelaar

Zur Vertragsverlängerung von Raul möchte Heldt kein eindeutiges Statement abgeben, in diesem Monat werde „es die nächsten Gespräche geben, einen genauen Termin aber gibt es noch nicht.“ Ähnliches gelte für Stürmerstar Klaas-Jan Huntelaar, „auch hier wird es Gespräche geben“, der Hunter habe gezeigt, „wie wertvoll er ist“, stellte Heldt weitere Verhandlungen in Aussicht.

Farfan: Schalke „weiterhin gesprächsbereit“

Ein immer wieder aufkeimendes Thema waren die Querelen um Jefferson Farfan. Dieser hatte für eine Vertragsverlängerung ein sattes Handgeld gefordert, Schalke zog daraufhin sein Vertragsangebot zurück. Es stehe nicht fest, ob der Super-Dribbler Schalke am Ende der Saison verlässt, so Heldt, der Verein sei „weiterhin gesprächsbereit“.

Allerdings räumt Heldt auch ein, dass er nicht wisse, „ob Jeff vielleicht schon einen neuen Verein hat.“ Das werde er ihm nicht sagen, glaubt Heldt. Der 42-jährige Schalke Manager fordert von Farfan, dass dieser sich bis zu seinem Vertragsende voll reinhängt: „Aber auch wenn sich ein Spieler entscheidet, einen Verein zu verlassen, muss er sich ordentlich verabschieden“, schickte Heldt klare Worte in Richtung des Peruaners.

Eure Meinung: Horst Heldt glaubt, dass Schalke noch kein Spitzenteam sei. Seht ihr das auch so?

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