|
|
„Bad Boy“ Jermaine Jones: Tritt gegen Marco Reus „war ein Fehler”
Jermaine Jones spricht erstmals über sein Image in Deutschland, den Tritt gegen Marco Reus, bei dem er sich entschuldigt habe, sowie seine achtwöchige Sperre.
Von Felix Landmesser
Bongarts
Gelsenkirchen. Als Jermaine Jones kurz vor Weihnachten im Achtelfinale des DFB-Pokals dem Mönchengladbacher Marco Reus auf den schon verletzten Fuß trat, war die Aufregung groß. Jones wurde im Anschluss für mehrere Wochen gesperrt, seitdem ist es ruhig geworden um den Mittelfeldabräumer von Schalke 04, Jones schwieg beharrlich. Erstmals meldete sich der US-Nationalspieler nun ausführlich zu Wort und spricht über das folgenschwere Foul an Reus und sein „Bad-Boy-Image“.
„Bin ein temperamentvoller Typ“
Der Tritt gegen Marco Reus hatte Jones allgemeinen Unmut beschert, von vielen Seiten wurde gar eine mehrmonatige Sperre gefordert und Jones hatte den Kritikern einmal mehr Stoff geliefert, die in ihm einen Skandal-Profi sehen, der ohne Rücksicht auf Verluste Gegenspieler foult. Im Interview mit derwesten.de spricht Jones über sich selbst und erklärt, er sei „ein temperamentvoller Typ, aber auf der anderen Seite bin ich auch ein eher zurückgezogener Familienvater, der die Zeit zu Hause nutzt, um liebevoll mit seinen Kindern zu spielen.“ Zuhause sei er das Gegenteil von dem, den man auf dem Platz sehe, so Jones.
Jones kritisiert oberflächliches Denken
Auf seiner eigenen Homepage war zu lesen gewesen, Jones sei durch die härteste Fußballschule überhaupt gegangen – die Straße. Der 30-Jährige wehrt sich gegen Vorurteile, Frankfurt-Bonames, wo er aufgewachsen ist, sei als Stadtteil zu verrufen, aber oft werde ein „Stadtteil genommen, um ein Urteil zu fällen über die Person, um die es geht. Und wenn man mich sieht, sagt man: tätowierter Typ, Bad Boy. Aber das ist oberflächlich. Das beste Beispiel ist doch David Beckham: Der ist auch tätowiert, und ich glaube nicht, dass der ein Ghettojunge ist“, so Jones, der sein Image leid ist.
Tritt gegen Reus „war unter aller Sau“
Der vielkritisierte Tritt gegen Marco Reus sei „ein Fehler“ gewesen, „die Aktion war nicht korrekt, auf gut deutsch gesagt: unter aller Sau. Deswegen spende ich ja auch jetzt eine erhebliche Summe für ein Kinderheim in Herne“, zeigt sich der Ex-Frankfurter einsichtig. Zwar nehme man bei der Aktion selbst „gar nicht so richtig wahr“, was passiert sei, aber Jones weiter: „Ich wusste ja schon auf dem Platz, dass das nicht unbemerkt geblieben ist. Öffentlich wollte ich nach dem Spiel lieber erstmal nichts sagen, denn ich wusste ja, dass die Leute alles im Fernsehen mitbekommen hatten – da wollte ich mich nicht hinstellen und mich irgendwie rausreden. Ich wollte alles erstmal sacken lassen.“
Entschuldigung bei Reus
Wichtig sei ihm gewesen, sich bei Marco Reus „persönlich für die Sache zu entschuldigen“. Dieser habe ihn gefragt, ob er so was nötig habe, Jones habe ihm daraufhin gesagt: „Ich weiß, das war doof von mir.“ Jeder, der ihn kenne, wisse, „dass ich auf dem Platz hart spiele – aber normalerweise auch fair. Ich wusste sofort, dass ich eine Strafe kriege – und auch eine verdient habe“, so Jones gegenüber derwesten.de.
„Fehler, den du später bereust“
Der Tritt auf den verletzten Fuß von Reus sei nicht geplant gewesen, vielmehr sei es „einfach eine Sache von Sekunden, in denen du einen Blackout hast. Es war hektisch, die Gladbacher haben gedrückt, und ich bin ein Spieler von Schalke – ich wollte weiterkommen, um den Pokal zu gewinnen. Dann denkst du nicht mehr nach und machst einen Fehler, den du später bereust. Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich es ungeschehen machen. Und ich muss auch sagen: Wenn mir das mit 20 passiert wäre – okay, Jugendsünde. Aber ich bin jetzt 30, da darf das nicht sein“, zeigt der Deutsch-Amerikaner Reue.

Achtwöchige Sperre
Es sei schwierig, die achtwöchige Sperre zu bewerten, er hätte verstanden, „wenn man gesagt hätte: Die ganze nächste Saison darf er im Pokal nicht spielen, und als Denkzettel geben wir ihm noch zwei, drei Spiele Sperre in der Liga obendrauf.“ Grund für das Ausmaß der Sperre ist nach Jones‘ Dafürhalten der Druck von außen auf den DFB gewesen, daher die Sperre für die Bundesliga. Sechs Spiele Sperre seien „da ganz schön hart.“
„Bad Boy-Image“
Zwar könne er verstehen, dass man nach solch einem Foul öffentlich in der Kritik steht, aber es könne nicht sein, „dass sich eine große Boulevard-Zeitung hinstellt und sagt: „Wir fordern die Höchststrafe“. Das hatte etwas von Hetzjagd. Meine Kinder gehen in die Schule und werden dort gefragt: „Warum ist dein Vater ein Bad Boy?“
Gegen Pilsen will Jones wieder Verantwortung übernehmen
Am Donnerstag in der Europa League wolle er wieder seine Rolle als Führungsspieler bei Schalke übernehmen, schließlich habe man „eine sehr junge Mannschaft, nur Raul mit seinen 34 Jahren und ich mit 30 sind die alten Hasen. Wir müssen die Verantwortung übernehmen, und ich kann mit meiner Ausstrahlung einiges zusammenhalten. Vor meiner Sperre war ich in einer Superform, ich hatte mich gerade zurückgekämpft. Durch meinen Fehler muss ich von vorn anfangen und das erneut schaffen, aber das ist für mich als Mensch vielleicht auch ein Ansporn, es jetzt wieder denjenigen zu zeigen, die mich abschreiben“, fiebert der defensive Mittelfeldspieler der Partie in Tschechien bei Viktoria Pilsen entgegen.
Eure Meinung: Was sagt Ihr zum „Bad Boy Image“ von Jones und seiner Entschuldigung bei Marco Reus?
„Bin ein temperamentvoller Typ“
Der Tritt gegen Marco Reus hatte Jones allgemeinen Unmut beschert, von vielen Seiten wurde gar eine mehrmonatige Sperre gefordert und Jones hatte den Kritikern einmal mehr Stoff geliefert, die in ihm einen Skandal-Profi sehen, der ohne Rücksicht auf Verluste Gegenspieler foult. Im Interview mit derwesten.de spricht Jones über sich selbst und erklärt, er sei „ein temperamentvoller Typ, aber auf der anderen Seite bin ich auch ein eher zurückgezogener Familienvater, der die Zeit zu Hause nutzt, um liebevoll mit seinen Kindern zu spielen.“ Zuhause sei er das Gegenteil von dem, den man auf dem Platz sehe, so Jones.
Jones kritisiert oberflächliches Denken
Auf seiner eigenen Homepage war zu lesen gewesen, Jones sei durch die härteste Fußballschule überhaupt gegangen – die Straße. Der 30-Jährige wehrt sich gegen Vorurteile, Frankfurt-Bonames, wo er aufgewachsen ist, sei als Stadtteil zu verrufen, aber oft werde ein „Stadtteil genommen, um ein Urteil zu fällen über die Person, um die es geht. Und wenn man mich sieht, sagt man: tätowierter Typ, Bad Boy. Aber das ist oberflächlich. Das beste Beispiel ist doch David Beckham: Der ist auch tätowiert, und ich glaube nicht, dass der ein Ghettojunge ist“, so Jones, der sein Image leid ist.
Tritt gegen Reus „war unter aller Sau“
Der vielkritisierte Tritt gegen Marco Reus sei „ein Fehler“ gewesen, „die Aktion war nicht korrekt, auf gut deutsch gesagt: unter aller Sau. Deswegen spende ich ja auch jetzt eine erhebliche Summe für ein Kinderheim in Herne“, zeigt sich der Ex-Frankfurter einsichtig. Zwar nehme man bei der Aktion selbst „gar nicht so richtig wahr“, was passiert sei, aber Jones weiter: „Ich wusste ja schon auf dem Platz, dass das nicht unbemerkt geblieben ist. Öffentlich wollte ich nach dem Spiel lieber erstmal nichts sagen, denn ich wusste ja, dass die Leute alles im Fernsehen mitbekommen hatten – da wollte ich mich nicht hinstellen und mich irgendwie rausreden. Ich wollte alles erstmal sacken lassen.“
Entschuldigung bei Reus
Wichtig sei ihm gewesen, sich bei Marco Reus „persönlich für die Sache zu entschuldigen“. Dieser habe ihn gefragt, ob er so was nötig habe, Jones habe ihm daraufhin gesagt: „Ich weiß, das war doof von mir.“ Jeder, der ihn kenne, wisse, „dass ich auf dem Platz hart spiele – aber normalerweise auch fair. Ich wusste sofort, dass ich eine Strafe kriege – und auch eine verdient habe“, so Jones gegenüber derwesten.de.
„Fehler, den du später bereust“
Der Tritt auf den verletzten Fuß von Reus sei nicht geplant gewesen, vielmehr sei es „einfach eine Sache von Sekunden, in denen du einen Blackout hast. Es war hektisch, die Gladbacher haben gedrückt, und ich bin ein Spieler von Schalke – ich wollte weiterkommen, um den Pokal zu gewinnen. Dann denkst du nicht mehr nach und machst einen Fehler, den du später bereust. Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich es ungeschehen machen. Und ich muss auch sagen: Wenn mir das mit 20 passiert wäre – okay, Jugendsünde. Aber ich bin jetzt 30, da darf das nicht sein“, zeigt der Deutsch-Amerikaner Reue.

Jones im Duell mit Roman Neustädter, der ab Sommer ebenfalls für Schalke 04 spielen wird
Achtwöchige Sperre
Es sei schwierig, die achtwöchige Sperre zu bewerten, er hätte verstanden, „wenn man gesagt hätte: Die ganze nächste Saison darf er im Pokal nicht spielen, und als Denkzettel geben wir ihm noch zwei, drei Spiele Sperre in der Liga obendrauf.“ Grund für das Ausmaß der Sperre ist nach Jones‘ Dafürhalten der Druck von außen auf den DFB gewesen, daher die Sperre für die Bundesliga. Sechs Spiele Sperre seien „da ganz schön hart.“
„Bad Boy-Image“
Zwar könne er verstehen, dass man nach solch einem Foul öffentlich in der Kritik steht, aber es könne nicht sein, „dass sich eine große Boulevard-Zeitung hinstellt und sagt: „Wir fordern die Höchststrafe“. Das hatte etwas von Hetzjagd. Meine Kinder gehen in die Schule und werden dort gefragt: „Warum ist dein Vater ein Bad Boy?“
Gegen Pilsen will Jones wieder Verantwortung übernehmen
Am Donnerstag in der Europa League wolle er wieder seine Rolle als Führungsspieler bei Schalke übernehmen, schließlich habe man „eine sehr junge Mannschaft, nur Raul mit seinen 34 Jahren und ich mit 30 sind die alten Hasen. Wir müssen die Verantwortung übernehmen, und ich kann mit meiner Ausstrahlung einiges zusammenhalten. Vor meiner Sperre war ich in einer Superform, ich hatte mich gerade zurückgekämpft. Durch meinen Fehler muss ich von vorn anfangen und das erneut schaffen, aber das ist für mich als Mensch vielleicht auch ein Ansporn, es jetzt wieder denjenigen zu zeigen, die mich abschreiben“, fiebert der defensive Mittelfeldspieler der Partie in Tschechien bei Viktoria Pilsen entgegen.
Eure Meinung: Was sagt Ihr zum „Bad Boy Image“ von Jones und seiner Entschuldigung bei Marco Reus?
Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf
oder werde Fan von Goal.com auf
!
Wie bleibt ihr unterwegs am Ball? Verpasst kein Ergebnis mehr!
Wie bleibt ihr unterwegs am Ball? Verpasst kein Ergebnis mehr!
Goal.com-Flutlicht
/* empty because this one does not have controls */?>
-
Teenager-Tränen: Als Cristiano Ronaldo bei der Heim-EM 2004 nur Zweiter wurde
EXKLUSIV - Goal.com veröffentlicht exklusive Inhalte aus Luca Caiolis Buch „Ronaldo: Leidenschaft zur Perfektion“. Heute dreht sich alles um das Finale der EM 2004.
-
EXKLUSIV - Higuain-Berater stellt klar: „Gonzalo wird Real Madrid nicht verlassen.“
EXKLUSIV – Der Agent von Stürmerstar Gonzalo Higuian schiebt den Wechselspekulationen um seinen Schützling gegenüber Goal.com einen Riegel vor.
-
Sieger, Enttäuschungen, Torschützenkönig: Die Goal.com-Redaktionstipps zur EM
Bald geht es endlich los - der Startschuss zur Euro fällt! Die Goal.com-Redaktion hat im Kicktipp-EM-Spezial einmal einige Szenarien durchgespielt und diverse Tipps abgegeben.
-
Starte dein eigenes Tippspiel auf Kicktipp.de!
Ob Bundesliga, Fußball International oder EM 2012 - Tippe jetzt online gegen Freunde und Kollegen in deiner eigenen Tipprunde