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FC-Pleite gegen Hamburg, doch Podolski bestimmt die Schlagzeilen – Horstmann sieht Vertragsgespräche unbeeinträchtigt
Ausgerechnet Podolski selbst sorgt derzeit für Unruhe am Geißbockheim. Gegenüber Goal.com versucht Horstmann, das Thema abzuhaken. Auch sportlich muss sich Köln wieder fangen.
Von Francois Duchateau
Getty Images
Köln. Dass der 1. FC Köln einfach nicht ohne Unruhe kann, beweist wieder einmal der Wirbel um das jüngst veröffentlichte Bild-Interview von Lukas Podolski. Wenige Tage nachdem seine Mannschaftskameraden ohne ihn erstmals seit 1989 auf dem Betzenberg überlebenswichtige drei Punkte erkämpften, holt der verletzte Ex-Kapitän zur Generalkritik aus (zum Bericht). Die zwar nicht neu ist, aber deren Timing von der FC-Führung zu Recht kritisiert und sanktioniert werden wird.
Kritik am Timing
Klaus Horstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung, bestätige am Sonntag Informationen von Goal.com, wonach das veröffentlichte Bild-Interview nicht die vom Verein autorisierte Fassung darstellte. Poldi-Berater Schramm war es, der dem Boulevardblatt grünes Licht gab. Warum das Podolski-Camp ausgerechnet diesen Zeitpunkt der Veröffentlichung wählte, ist dem Verein ein Rätsel. „Da müssen sie Lukas fragen, das kann ich nicht erklären.“ Horstmann versuchte bis Sonntagabend vergebens, den Spieler selbst zur Rede zu stellen, bekam jedoch nur sein Management an den Hörer. Die Vorgehensweise soll intern diskutiert und sanktioniert werden. Doch auch eine wahrscheinliche Geldstrafe dürfte die Hierarchie am Rhein kaum aus den Angeln heben.
Horstmann moniert zu Recht, dass gerade Podolski immer Ruhe im Verein wünsche und nun selbst für Schlagzeilen sorgt. Einfluss auf die Vertragsgespräche mit der Nummer zehn, habe der Vorfall hingegen nicht. „Das sind Dinge, die muss man trennen, weil wir treffen keine Entscheidung aus der Emotion heraus. Das Angebot an Lukas zur Verlängerung ist ein wohl überlegtes, es ist aus unserer Sicht die Wunschlösung, frühzeitig zu einer Entscheidung zu kommen. Das ist unverändert in der Form. Wir werden sicher unsere Meinung nicht ändern, weil ein Interview gegeben oder nicht gegeben wurde. Die Regeln wurden da nicht eingehalten. Das wird man sanktionieren. Haken dahinter, fertig.“
„Das wird man sanktionieren. Haken dahinter, fertig“
Ob Podolski mit dem Interview seinen Abschied bereits andeuten will, wollte Horstmann gegenüber Goal.com nicht kommentieren. „Ich werde nicht für Gefühle oder Deutungen bezahlt, sondern für Themen, die die Sache betreffen. Da halte ich mich auch dran. Ich glaube auch, es waren keine neuen Aussagen, aber in der Massivität, in der Kopplung, zu dem Zeitpunkt, eine aus meiner Sicht nicht nachvollziehbare Interviewführung. Zu Ursachen, warum und wie, bin ich der falsche Ansprechpartner. Ich kann die Inhalte nicht mehr beeinflussen. Der Rücktritt des Vorstandes, die Versprechen, die damals der Vorstand gemacht haben und aus Lukas’ Sicht nicht eingehalten soll. Ich denke, es gibt eine entscheidende Passage in dem Interview und die lautet, dass unsere Mannschaft keinen schlechteren Kader hat, als die von Hannover. Hannover ist sicher im Moment noch in einer Tabellenregion, von der wir noch entfernt sind. Aber die Mannschaft hat das Zeug, das anvisierte Ziel: einstelliger Tabellenplatz erreichen. Auch davon werden wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht abweichen.“

Nach der knappen, aber verdienten 0:1-Niederlage gegen den Hamburger SV, sollte es sich in dieser Karnevalswoche am Geißbockheim auch tatsächlich lieber um sportliche Themen gehen, denn auf die Domstädter wartet der 1. FC Nürnberg am Samstag in einer Partie, die wieder fast schon vorentscheidenden Charakter hat: Bei einer Niederlage wäre der FC wieder mittendrin im Abstiegssumpf – ein Erfolg hingegen, verschafft dem Traditionsverein wieder ein wenig Luft.
Taktische Verunsicherung
Obwohl es der Endstand nicht so ausdrückt, gehörte die Vorstellung am Sonntag zu den schwächsten Vorstellungen der Solbakken-Elf in dieser Saison. Der norwegische Coach ließ in der vergangenen Woche taktische Varianten trainieren, die seine Elf scheinbar nur noch mehr verunsicherte. Die Abstände, Absprachen in der Deckung stimmten nicht. Christian Eichner wirkte wieder einmal überfordert, auch Mato Jajalo erwischte einen rabenschwarzen Tag. Dass Ammar Jemal sich erneut einen Muskelfaserriss zuzog, vergrößert die permanenten Kölner Abwehrnot nur noch weiter. Hamburg war in allen Statistiken besser: passte präziser, hatte mehr vom Spiel, hatte mehr Offensivakzente, flankte häufiger. Ein Cocktail, der folgerichtig nach einer Heimniederlage schmecken musste.
Ausgerechnet Spielführer Pedro Geromel, der mit Glück und mehr Koordination Guerreros Siegtreffer hätte verhindern können, redete gegenüber Goal.com die Vorstellung schön. „Ich glaube, das war ein sehr enges Spiel. Beide Mannschaften konnten dieses Spiel gewinnen. Wer das erste Tor erzielt, geht als Sieger vom Platz. Leider waren wir das nicht. Wir haben in der zweiten Hälfte kämpferisch gut gespielt. Wir hatten zwei große Chancen, in Führung zu gehen, doch leider haben wir kein Tor gemacht. Ein Tor in der letzten Minute, das kann passieren. Eine unglaubliche Enttäuschung.“
Eure Meinung: Warum sorgt Podolski für Unruhe? Wie wird sich der FC gegen Nürnberg präsentieren können?
Kritik am Timing
Klaus Horstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung, bestätige am Sonntag Informationen von Goal.com, wonach das veröffentlichte Bild-Interview nicht die vom Verein autorisierte Fassung darstellte. Poldi-Berater Schramm war es, der dem Boulevardblatt grünes Licht gab. Warum das Podolski-Camp ausgerechnet diesen Zeitpunkt der Veröffentlichung wählte, ist dem Verein ein Rätsel. „Da müssen sie Lukas fragen, das kann ich nicht erklären.“ Horstmann versuchte bis Sonntagabend vergebens, den Spieler selbst zur Rede zu stellen, bekam jedoch nur sein Management an den Hörer. Die Vorgehensweise soll intern diskutiert und sanktioniert werden. Doch auch eine wahrscheinliche Geldstrafe dürfte die Hierarchie am Rhein kaum aus den Angeln heben.
Horstmann moniert zu Recht, dass gerade Podolski immer Ruhe im Verein wünsche und nun selbst für Schlagzeilen sorgt. Einfluss auf die Vertragsgespräche mit der Nummer zehn, habe der Vorfall hingegen nicht. „Das sind Dinge, die muss man trennen, weil wir treffen keine Entscheidung aus der Emotion heraus. Das Angebot an Lukas zur Verlängerung ist ein wohl überlegtes, es ist aus unserer Sicht die Wunschlösung, frühzeitig zu einer Entscheidung zu kommen. Das ist unverändert in der Form. Wir werden sicher unsere Meinung nicht ändern, weil ein Interview gegeben oder nicht gegeben wurde. Die Regeln wurden da nicht eingehalten. Das wird man sanktionieren. Haken dahinter, fertig.“
„Das wird man sanktionieren. Haken dahinter, fertig“
Ob Podolski mit dem Interview seinen Abschied bereits andeuten will, wollte Horstmann gegenüber Goal.com nicht kommentieren. „Ich werde nicht für Gefühle oder Deutungen bezahlt, sondern für Themen, die die Sache betreffen. Da halte ich mich auch dran. Ich glaube auch, es waren keine neuen Aussagen, aber in der Massivität, in der Kopplung, zu dem Zeitpunkt, eine aus meiner Sicht nicht nachvollziehbare Interviewführung. Zu Ursachen, warum und wie, bin ich der falsche Ansprechpartner. Ich kann die Inhalte nicht mehr beeinflussen. Der Rücktritt des Vorstandes, die Versprechen, die damals der Vorstand gemacht haben und aus Lukas’ Sicht nicht eingehalten soll. Ich denke, es gibt eine entscheidende Passage in dem Interview und die lautet, dass unsere Mannschaft keinen schlechteren Kader hat, als die von Hannover. Hannover ist sicher im Moment noch in einer Tabellenregion, von der wir noch entfernt sind. Aber die Mannschaft hat das Zeug, das anvisierte Ziel: einstelliger Tabellenplatz erreichen. Auch davon werden wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht abweichen.“

KRITIK | Horstmann kann das Interview von Lukas Podolski nicht nachvollziehen, folgenschwer soll es aber nicht sein
Nach der knappen, aber verdienten 0:1-Niederlage gegen den Hamburger SV, sollte es sich in dieser Karnevalswoche am Geißbockheim auch tatsächlich lieber um sportliche Themen gehen, denn auf die Domstädter wartet der 1. FC Nürnberg am Samstag in einer Partie, die wieder fast schon vorentscheidenden Charakter hat: Bei einer Niederlage wäre der FC wieder mittendrin im Abstiegssumpf – ein Erfolg hingegen, verschafft dem Traditionsverein wieder ein wenig Luft.
Taktische Verunsicherung
Obwohl es der Endstand nicht so ausdrückt, gehörte die Vorstellung am Sonntag zu den schwächsten Vorstellungen der Solbakken-Elf in dieser Saison. Der norwegische Coach ließ in der vergangenen Woche taktische Varianten trainieren, die seine Elf scheinbar nur noch mehr verunsicherte. Die Abstände, Absprachen in der Deckung stimmten nicht. Christian Eichner wirkte wieder einmal überfordert, auch Mato Jajalo erwischte einen rabenschwarzen Tag. Dass Ammar Jemal sich erneut einen Muskelfaserriss zuzog, vergrößert die permanenten Kölner Abwehrnot nur noch weiter. Hamburg war in allen Statistiken besser: passte präziser, hatte mehr vom Spiel, hatte mehr Offensivakzente, flankte häufiger. Ein Cocktail, der folgerichtig nach einer Heimniederlage schmecken musste.
Ausgerechnet Spielführer Pedro Geromel, der mit Glück und mehr Koordination Guerreros Siegtreffer hätte verhindern können, redete gegenüber Goal.com die Vorstellung schön. „Ich glaube, das war ein sehr enges Spiel. Beide Mannschaften konnten dieses Spiel gewinnen. Wer das erste Tor erzielt, geht als Sieger vom Platz. Leider waren wir das nicht. Wir haben in der zweiten Hälfte kämpferisch gut gespielt. Wir hatten zwei große Chancen, in Führung zu gehen, doch leider haben wir kein Tor gemacht. Ein Tor in der letzten Minute, das kann passieren. Eine unglaubliche Enttäuschung.“
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