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Am 29. Dezember 2011 entließ der SC Freiburg Marcus Sorg, für ihn übernahm sein Co-Trainer den Posten als Chefcoach. Wer ist dieser Christian Streich?

Freiburg. Für die Badener schienen die „Gesetze des Profifußballs“ nicht zu gelten. Dies hatte nun ein Ende. Marcus Sorg wurde entlassen, seit dem Ende des letzten Jahres hat Christian Streich das Zepter beim Tabellenletzten der Fußball Bundesliga übernommen.  Für Außenstehende scheint diese Entscheidung gefährlich zu sein, einen so unbekannten Mann damit zu beauftragen, den Verein vor dem Abstieg zu retten. Insider wissen allerdings, dass Streich kein Unerfahrener im Fußballgeschäft ist.

Ein Badener durch und durch

Seine Karriere als Spieler begann für den Badener 1983 beim Freiburger FC. Nach weiteren Stationen, wie den Stuttgarter Kickers und dem SC Freiburg, gelang ihm mit dem FC 08 Homburg 1989 der Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. Nach einer Spielzeit war allerdings erneut Schluss und Streich beendete seine fußballerische Laufbahn 1994 nach drei weiteren Jahren wiederum beim anderen Club aus Freiburg, dem FC.

In Diensten des SC Freiburg


Als Trainer heuerte er dann beim SC Freiburg an und übernahm 1995 die Jugendabteilung des Vereins, der dafür bekannt ist, seine Spieler hervorragend auszubilden und Talente am Fließband zu produzieren. Unter seiner Ausbildung schafften unter anderem Ömer Toprak (heute Bayer Leverkusen), Dennis Aogo (heute Hamburger SV) oder auch die derzeitige Nummer eins des Sportclubs, Oliver Baumann, den Sprung zu den Profis. Mit diesen und weiteren Spielern konnten die A-Junioren der Breisgauer unter Streichs Führung dreimal die Jugendmeisterschaft und einmal den DFB-Jugendpokal erringen, Erfolge sind ihm also nicht fremd. Als Robin Dutt 2007 den Posten des Cheftrainers bekam, übernahm er zusätzlich zur Arbeit im Jugendbereich auch die Rolle des Co-Trainers. Dieselbe Aufgabe hatte er auch unter Vorgänger Marcus Sorg.

Mit Know-How und Leidenschaft zum Klassenerhalt


Streich kennt den Verein, sein Umfeld und die jungen Spieler bestens. 1965 im badischen Weil am Rhein geboren, hat er seine Heimat nie wirklich verlassen. Als langjähriger Teil der sportlichen Leitung der Freiburger Fußballschule und Trainer der A-Jugendlichen kann Streich mit jungen Talenten gut umgehen und will diese Philosophie auch im Profibereich fortführen. So holte er auch den erst 18-jährigen Matthias Ginter zum A-Team, der es ihm am ersten Spieltag der Rückrunde mit dem 1:0 Siegtreffer gegen Augsburg dankte. Wer die ersten Spiele beobachtet hat, hat an der Seitenlinie einen Mann erkennen können, der die Leidenschaft vorlebt, die benötigt wird, um den Abstieg in dieser Saison noch zu verhindern. Vielleicht wechselte er auch deshalb die Seite der Trainerbank, um weiter entfernt vom Linienrichter zu sein und so unnötigen Diskussionen aus dem Weg zu gehen.

Bei den Fans ist diese neue Leidenschaft jedenfalls schon angekommen. So sangen sie beim Stand von 1:2 gegen Werder Bremen „Steht‘ auf, wenn ihr Badener seid“, mit dem Ergebnis, dass der SC noch den Ausgleich schaffte und durchaus hätte gewinnen können. Man kann gespannt sein, was diese junge Mannschaft in dieser Saison noch zu leisten im Stande ist, am Know-How und Einsatzwillen des Trainers wird es aber nicht mangeln.

Eure Meinung: Ist Christian Streich der Richtige für den SC Freiburg?

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