Genussscheine: Der 1. FC Köln will zusätzliche Millionen machen

Der 1. FC Köln braucht Geld und neue Spieler. Beides soll über die Ausgabe von Genussscheinen erreicht werden. 7,5 Millionen Euro sind am Mehreinnahmen geplant.

Von Christian Ehrhardt

Das Geißbockheim im Kölner Grüngürtel (Duchateau/Goal.com)
Köln. Der 1. FC Köln versucht, die Kriegskassen zu füllen. Ziel ist es, das Eigenkapital zu erhöhen, denn das erleichtert Bankkredite und die benötigt der FC für neues Spielermaterial. Also wendet sich FC-Geschäftsführer Oliver Leki an die Fans des FC – oder an zockende Kapitalanleger mit einer Affinität zum Fußball –, die einen Mindestbetrag von 50.000 Euro auf den Tisch des Hauses legen können, um damit einen Genussschein zu erwerben. 7,5 Millionen Euro werden als Ziel angepeilt.

FC Köln oder Geißbock Wertpapiere

Erstmals hatte der 1. FC Köln im Jahr 2005 Genussscheine ausgegeben. Interessierte Anleger oder gut betuchte FC-Anhänger haben die Möglichkeit, für den „Kleckerbetrag“ von „nur“ 50.000 Euro einen der 150 Genussscheine zu zeichnen, die der Klub vom Rhein plant ins Leben zu rufen.

Nette Verzinsung winkt

Im Normalfall werden Genussscheine gewinnabhängig verzinst. Oliver Leki hat den Zeichnern eine jährliche Verzinsung von fünf Prozent avisiert. Sollte der FC während der Laufzeit von sieben Jahren – die Genussscheine sind also zeitlich gebunden und die Einlage ist somit auf sieben Jahre festgelegt – einen europäischen Wettbewerb erreichen, winkt eine zusätzliche Verzinsung. Die soll bei bis zu zehn additionalen Punkten, sprich 15 Prozent in total, liegen. Da würde es dann schon spannender werden.

Kein Mitspracherecht durch Genussscheine

Wer allerdings darauf hofft, wie bei Erwerb einer Aktie oder von Aktienpaketen über die Genussscheine ein Mitspracherecht oder Stimmrecht bei Versammlungen zu haben, der muss sich davon schnell verabschieden. Verzinsung ja, Mitreden nein. „Wir versprechen uns von diesen Maßnahmen eine weitere Verbesserung unserer Bonität sowie die Schaffung finanzieller Spielräume für zukünftige Spielertransfers. Wir sind trotz eines derzeit schwierigen Marktumfeldes zuversichtlich, die von uns gesteckten Ziele zu erreichen“, sagte Oliver Leki laut der Deutschen Presse-Agentur.

Eure Meinung: Werden sich wirklich 150 Leute finden, die für jeweils 50.000 Euro diese Scheine zeichnen? Was denkt ihr?

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