TSG-Trainer Holger Stanislawski: „Jetzt werden diejenigen, die die Bereitschaft haben, ihre Chance bekommen“

Nach dem erneut enttäuschenden Aufritt der Hoffenheimer kündigt Stanislawski personelle Veränderungen an. Auch seine eigene Arbeit hinterfragt er.

von Philipp Theobald

Holger Stanislawski ist sauer
Getty Images

Sinsheim. Wieder einmal sprang für die TSG 1899 Hoffenheim beim 2:2 gegen den FC Augsburg kein Sieg heraus. Auch nach dem dritten Rückrundenspiel warten die Kraichgauer weiter auf den ersten Sieg im Jahr 2012. Was den Verantwortlichen jedoch noch mehr Sorgen bereiten dürfte, ist das uninspirierte Auftreten der Mannschaft. Vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Greuther Fürth kündigte TSG-Trainer Holger Stanislawski personelle Konsequenzen an, ohne sich dabei selbst aus der Kritik zu nehmen.

Stani will Spieler mit Leistungswillen

Mit einem Sieg würden die Hoffenheimer erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in die Runde der letzten vier vorstoßen. Da Stanislawski das Erreichen dieses Ziels mit dem bewährten Personal in Gefahr sieht, kündigte er laut Kicker.de an, sein Team am Mittwoch auf einigen Positionen umzustellen und somit einigen Spielern aus der zweiten Reihe eine Bewährungschance zu geben: „Jetzt werden diejenigen, die die Bereitschaft haben, ihre Chance bekommen. Die haben vielleicht nicht die individuelle Qualität, aber den Leistungswillen. Die anderen hatten genügend Chancen.“

Tanner stützt seinen Coach

Ernst Tanner kündigte an, dass es für einige Profis darum geht, ob TSG auch in Zukunft auf ihre Dienste zählen wird. „Wir werden uns ein Bild davon machen, wer die Bereitschaft zeigt und wer nicht, “ so der Manager.

„Ich trage die Verantwortung“

Es ist jedoch keinesfalls so, dass Stanislawski die Schuld nur bei den einzelnen Spieler sucht. Mit Kritik macht er auch bei siener eigene Arbeit nicht halt. „Ich sage ganz ehrlich: Ich trage die Verantwortung, und wenn ich dazu nicht in der Lage bin, die Spieler dahin zu bringen, so zu aktivieren, dass die Mannschaft funktioniert, dann liegt das am Trainer, “ so der 42-Jährige laut dpa.

Keine Rücktrittsgedanken

An einen möglichen Rücktritt denkt der ehemalige St.Pauli-Trainer dabei dennoch nicht, wie er deutlich klarstellte: „Es wird keiner von mir hören - oder möchte irgendjemand von mir hören? - dass ich sage, ich stelle jetzt mein Amt zur Verfügung. Definitiv nicht, dann wäre ich nicht Holger Stanislawski.“

Eure Meinung. Auf wen sollte Stanislawski im Pokal setzten?



 
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