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Mohamed Zidan: Mit den Gedanken in Ägypten – mit Mainz erfolgreich
Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die er in den vergangenen Tagen durchmachen musste. Erst der Wechsel, dann die Tragödie in seinem Heimatland. Und dann ein Tor.
Von Daniel Buse
Gelsenkirchen. Es war zwar kein Sieg, den Mohamed Zidan mit seinem neuen alten Klub FSV Mainz 05 bei seinem ersten Auftritt einfahren konnte. Doch das 1:1 (1:0) beim FC Schalke 04 war ein Erfolg für die 05er, die sich nach dem Schlusspfiff deutlich zufriedener zeigten als die „Königsblauen“. Den Treffer für Mainz machte der Rückkehrer Zidan, der damit eine bewegte Woche mit einem kleinen persönlichen Hoch abschloss, das ihn kurzzeitig auf andere Gedanken bracht.
Ein Tor gewünscht
Denn nach seinem Wechsel von Borussia Dortmund nach Mainz am Dienstag waren die Ausschreitungen im Stadion in Ägypten und die vielen Todesopfer das, was Zidan am meisten beschäftigte. „Ich war die ganze Zeit in den letzten zwei Tagen mit den Gedanken bei ihnen. Ich habe mir gewünscht, ein Tor zu schießen. Beim Jubel habe ich mit den Händen in den Himmel gezeigt und mit den Augen hoch gekuckt, weil ich damit zeigen wollte, dass sie immer in unseren Gedanken bleiben werden“, sagte Zidan gegenüber Goal.com über die Menschen, die ihr Leben verloren hatten.
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„Ein Schock“
Für den Mainzer waren die Ereignisse in Port Said besonders bewegend. „Es ist sehr schwer, solche Sachen zu sehen. Für mich ist es besonders schwer, weil ich in dem Verein aufgewachsen bin und in dem Stadion oft gespielt habe. Für mich war das wirklich ein Schock“, berichtete er. Trotzdem zeigte er bei seinem ersten Einsatz nach seiner Rückkehr ein ordentliches Spiel, stand beim frühen 1:0 genau richtig und übernahm bei einigen Freistößen schon Verantwortung für seinen Klub.
Hoffen auf regelmäßige Einsätze
„Ich kann gar nicht beschreiben, wie es ist“, sagte Zidan hinterher gegenüber Goal.com zu seinem Einstand – um es dann doch zu tun: „Ich bin sehr, sehr glücklich und sehr, sehr zufrieden“, merkte er an. Für den ehemaligen Reservisten aus Dortmund kann es ähnlich weitergehen. „Ich freue mich, dass ich viele Einsätze bekomme, denn das brauche ich. Ich habe halt lange gar nicht gespielt. Ich habe zwar in der Vorbereitung spiele gemacht, aber das Tempo ist nicht so wie hier. Man geht locker in ein Testspiel, es gibt nicht so viel Druck. Ich werde jetzt Schritt für Schritt mit der Mannschaft gehen“, sagte Zidan. Den ersten Schritt hat er auf Schalke dabei schon gemacht.
Eure Meinung: Kann Mohamed Zidan den Mainzern dauerhaft weiterhelfen?
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