Dietmar Hopp mahnt die TSG 1899 Hoffenheim: „Der schnelle Erfolg hat uns allen sicherlich nicht gutgetan“

Seit der grandiosen Herbstmeisterschafft in der Saison 08/09 stecken die Hoffenheimer im Mittelfeld der Liga fest. Der Mäzen kritisierte nun die Entwicklung des Vereins.

von Philipp Theobald

Mäzen bei der TSG 1899 Hoffenheim: Dietmar Hopp
Bongarts

Hoffenheim.  Mit begeisterndem Fußball sicherte sich die TSG 1899 Hoffenheim im Jahre 2008 die Herbstmeisterschaft in der Bundesliga. Ganz Fußball-Deutschland war von den Leistungen des Aufsteigers höchst angetan. Doch diese Zeiten sind lange vorbei. Längst hat sich die TSG in der Liga etabliert, doch nicht wie zu Beginn ihrer Bundesligazeit an der Spitze, sondern im grauen Mittelmaß – der Glanz und das Besondere aus der ersten Saison sind verpufft, was vor allem Klubmäzen Dietmar Hopp nun kritisierte.

„Für mich liegen die Ursachen im Erfolg“

Gegenüber fussball.de nennt Hopp die Gründe für den sportlichen Stillstand seines Vereins, die er schon zur Hoch-Zeit erkannte: „Für mich liegen die Ursachen im Erfolg. Nach der überragenden Halbserie haben einige erst mal das süße Leben genossen und sich im Erfolg gesonnt. Der Teamgeist ist verloren gegangen, es gab Missstimmungen, und entsprechend sind auch die Leistungen schlechter geworden.“

Die Leistungen wurden schlechter und der Verein schaffte es auch mit verschiedenen Trainern oder neuem Personal nicht, dem Negativtrend entgegen zu steuern. „Davon haben wir uns nicht mehr richtig erholt“, so der 71-Jährige.

Euphorie als Hauptgrund für den Leistungsabfall

Einen großen Beitrag zu den schwächer werdenden Leistungen trug auch ein zu großes Maß an Euphorie bei, die im Verein nach der überragenden ersten Hinserie entfachte: „Auch ich war damals sehr euphorisch. Der schnelle Erfolg hat uns allen sicherlich nicht gutgetan. Wir haben in dieser Zeit schlechte Transfers getätigt, die uns heute noch Geld kosten."

Ibisevic-Verkauf die richtige Entscheidung

Spieler, die Verein in der Vergangenheit viel Geld gekostet haben, waren auch die erst kürzlich abgegebenen Chinedu Obasi und Vedad Ibisevic. Die kritisch beäugten Verkäufe dieser beiden, verteidigte Hopp explizit: „Ibisevic und Obasi gehören zu den früheren Stars, die in völliger Überschätzung der Möglichkeiten unseres Klubs sehr hohe Gehälter erhalten haben. Wir wollen unseren Personaletat bis auf 30 Millionen Euro senken. Deshalb waren die Transfers wirtschaftlich sinnvoll.“

Hopp hofft auf bessere Zukunft

Selbstverständlich blickt der Mäzen auch darauf wie der Verein sich in Zukunft wieder besser präsentieren kann. Laut Hopp soll das erreicht werden, indem  die TSG wieder als „innovativer Verein“ wahrgenommen wird, der „schönen Fußball spielt“.

Eure Meinung: Wie seht ihr die Entwicklung der TSG?



 
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