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Bayer-Sportdirektor Rudi Völler: Deutliche Kritik am Ballack-Berater
Das Thema Michael Ballack erhitzt weiter die Gemüter. Nun hat sich Bayer-Sportdirektor Rudi Völler zu Wort gemeldet. Dabei fand er deutliche Worte.
Von Claas Philipp
Leverkusen. Dass das Tischtuch zwischen Michael Ballack und seinem aktuellen Verein Bayer Leverkusen zerschnitten ist, ist kein Geheimnis. Beim 1:1-Unentschieden bei Werder Bremen am vergangenen Bundesliga-Spieltag ließ Coach Robin Dutt den ehemaligen Nationalspieler 90 Minuten auf der Bank sitzen, zudem erklärte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser das „Projekt Ballack“ als „gescheitert“.
Für Ballack-Berater Michael Becker war die Leverkusener Kritik nur „ein billiger Trick, um von den eigenen Problemen mit dem Trainer abzulenken. Michael ist doch nur das Bauernopfer.“ Nun hat sich auch Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler zu dem Thema geäußert - und zwar deutlich.
„…sonst darf er unser Stadion nie wieder betreten“
Vor allem Michael Becker bekam sein Fett weg: „Er darf uns als Verein nicht mehr so angreifen. Er hat die dunkelgelbe Karte bekommen. Es ist das letzte Mal gewesen, dass er uns so angegriffen hat. Das wird nie wieder geschehen, sonst darf er unser Stadion nie wieder betreten“, so Völler auf einer Pressekonferenz.

Stattdessen forderte Völler Ballack dazu auf, sich selbst zu Wort zu melden: „Ich erwarte von Michael, dass er sich selbst äußert, und nicht seinen Berater vorschickt, der Jurist ist und meint, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.“ Zuvor hatten sich Völler, Holzhäuser und Becker zu einem Sechs-Augen-Gespräch getroffen, um die Ereignisse der letzten Tage zu besprechen.
„Michael soll nun nicht die beleidigte Leberwurst spielen“
Völler weiter: „Michael soll nun nicht die beleidigte Leberwurst spielen, sondern mit dafür sorgen, dass Bayer noch eine gute Restsaison spielt. Es darf nicht passieren, dass bei uns eine Weltuntergangsstimmung herrscht. Jetzt zählt nur noch Bayer Leverkusen. Ich glaube an Ballack, dass er alles dafür tut, dass Bayer seine Ziele erreicht.“
„Die Verpflichtung war mehr als richtig“
Aber auch Holzhäusers öffentliche Kritik an Ballack hieß Völler nicht gut: „Ich hätte das Interview auf keinen Fall zu diesem Zeitpunkt gegeben, aber es war zu spät, um noch einzugreifen. Es war in jedem Fall zu früh, jetzt schon eine Bilanz zu ziehen.“ Zudem stellte der ehemalige Nationalcoach, der sich in den letzten Tagen aufgrund einer Erkältung nicht selbst äußern konnte, klar: „Die Verpflichtung war mehr als richtig, und ich bereue sie auch nicht.“
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