Philipp Lahm: „Haben immer den besseren Kader als Dortmund“

Trotz Auftaktpleite ist Lahm davon überzeugt, dass der FC Bayern national weiterhin die Nase vorne hat. Mit der Nationalelf will er endlich Titel gewinnen.

Von Philipp Theobald

Philipp Lahm war nach der Niederlage enttäuscht
Bongarts

München. Der Auftakt in das Fußballjahr 2012 ging für den FC Bayern mal so richtig daneben. Mit 1:3 verlor der Rekordmeister sein erstes Rückrundenspiel bei Borussia Mönchengladbach. Die Konkurrenz aus Dortmund, Gelsenkirchen und nicht zuletzt aus Mönchengladbach ist dran an den Münchnern - der Drei-Punkte-Vorsprung mit einem Spiel weg. Dennoch glaubt Bayern-Kapitän Philipp Lahm fest daran, dass sein Team diese Saison national und international erfolgreich sein wird. Große Ziele hat der Rechtsverteidiger in Zukunft auch mit der Nationalmannschaft.

„Wir können nicht zufrieden sein“

Im Spiel bei den Gladbachern vergangen Freitag, war nichts davon zu sehen, was der FC Bayern zeigen wollte. Über die gesamten 90 Minuten strahlte der Rekordmeister kaum Torgefahr aus, das Spiel wirkte statisch, spielerische Mittel fehlten durchweg und etliche Ballverluste führten dazu, dass die Münchner große Mängel in der Rückwärtsbewegung offenbarten. „Wir können nicht zufrieden sein, das ist klar. Wir haben zu viele Fehler gemacht und wurden bestraft", sagte Kapitän Philipp Lahm im Interview mit dem Kicker und betrieb somit Fehleranalyse.

Champions League-Finale in den Köpfen der Spieler?

Woran lag es, dass die Bayern so viele Fehler gemacht haben? Viel wird darüber spekuliert, ob möglicherweise schon das Champions-League-Finale in der heimischen Allianz Arena in den Köpfen der Spieler herumschwirrt –obwohl Lahm weiß, dass solch ein Ereignis nicht jedes Jahr ansteht, glaubt er nicht, dass dies ein Grund für den schwachen Auftritt gewesen ist und betont daher: „Wir wissen, wie wichtig die Bundesliga ist.“

„Haben immer den besseren Kader als Dortmund“

Auf die Konkurrenz im Titelrennen angesprochen geht der 28-Jährige davon aus, dass der BVB weiterhin der Hauptkonkurrent ist - den anderen beiden Rivalen räumt er dagegen geringere Chance ein Titel zu holen: „Wenn ich ehrlich bin, glaube ich nicht, dass es Schalke oder Gladbach packen.“

Vor allem der Blick auf die Klasse der Einzelspieler innerhalb der eigenen Mannschaft lässt Lahm zum Entschluss kommen, dass die Bayern weiterhin Titelkandidat Nummer eins sind. „Bei uns wird der Konkurrenzkampf immer größer sein. Wir haben immer den besseren Kader und die größere Qualität als Dortmund“, sagte er dem Magazin. Diese Worte hörte man jedoch auch schon über die gesamte letzte Saison hinweg und wer am Ende die Schale in Hand hatte, ist jedem bekannt.

Lahm will Europameister werden

Auf Ebene der Nationalmannschaft fehlt dem Rechtsverteidiger ein Titel. Diesen will er möglichst im kommenden Sommer bei der anstehenden Europameisterschaft in Polen und der Ukraine einfahren. „Alles andere wäre schlimm“, antwortete er dem Fachblatt auf die Frage, ob die Mannschaft den Anspruch hat, den EM-Titel zu gewinnen.

Kein Gedanke ans Karriereende

Mit 28 Jahren erlebt der Abwehrmann derzeit - vom Alter her - wohl die Blütezeit seiner Karriere und verschwendet daher noch keinerlei Gedanken ans Aufhören, wie er bestätigte: „Ich bin 32, wenn mein Vertrag endet. Meine besten Jahre kommen noch. Über das Ende denke ich nach. Wie es nach 2016 weitergeht, wird man sehen.“

Eure Meinung: Mit wie vielen Titeln wird Lahm im Juli dastehen?

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