Nach starkem Bundesliga-Debüt: Rodriguez gibt sich bescheiden

19 Jahre jung ist der neue Außenverteidiger des VfL Wolfsburg und er zeigte beim 1:0 gegen Köln ein gutes Debüt in der Bundesliga. Im Interview blieb er trotzdem auf dem Boden.

Von Fabian Zahner

Ricardo Rodriguez vom VfL Wolfsburg
Getty Images
Wolfsburg. Für rund 8,5 Millionen Euro wechselte der Schweizer Ricardo Rodriguez in diesem Winter vom FC Zürich zum VfL Wolfsburg. Gegen den 1. FC Köln bestritt er seine erste Bundesligapartie und er überzeugte auf der linken Abwehrseite.

Keine Kommunikationsprobleme

Als er nach dem Spiel gefragt wurde, wie er sich in Wolfsburg eingelebt habe, antwortete er: „Sehr gut, ich wurde hier prima aufgenommen. Jeder versteht mich, ich verstehe die anderen Kollegen. Die Brasilianer und Portugiesen verstehen mich, wenn ich spanisch spreche. Mit den anderen geht es auf Deutsch.“ Seine Familie war beim Debüt ebenfalls im Stadion. Der Vater wird noch solange in Deutschland bleiben, bis Rodriguez sich richtig eingelebt hat.

Die meisten Ballkontakte und Torschussvorlagen

Noch wohnt der 19-Jährige in einem Wolfsburger Hotel, aber er hofft, dass er im Verlauf der nächsten Woche eine eigene Wohnung in der Stadt findet. Er freut sich über einen ersten Bundesligaeinsatz und trotz seiner soliden Leistung war er überrascht, als ihm SonntagsBlick mitteilte, dass er die meisten Ballkontakte und Torschussvorlagen in seiner Mannschaft gehabt habe. Der Schweizer Nationalspieler ist zufrieden mit seiner Leistung und noch mehr mit derjenigen der Mannschaft.

„Man muss an die eigenen Fähigkeiten glauben“

Nervös sei er vor dem Anpfiff nicht gewesen, nur ein bisschen angespannt. Dies sei aber normal und müsse auch so sein, um seine Leistung abzurufen. Er meint, dass man an die eigenen Fähigkeiten glauben und einfach spielen muss. Beinahe wäre dem Linksfuß auch noch sein erstes Tor gelungen und das mit dem angeblich schwächeren rechten Fuß: „Der linke ist zwar der bessere, aber meinen rechten Fuß kann ich schon auch ganz gut gebrauchen.“

Auch Interesse aus Paris und Kiew

Die hohe Ablösesumme interessiert den U-17-Weltmeister von 2009 nicht: „Ich mache mir darüber überhaupt keine Gedanken. Es interessiert mich nicht, weil es mir ja auch nicht helfen würde, wenn ich das immer im Kopf hätte. Ich bin eben so, dass ich mir selten einen Kopf mache.“ Neben Wolfsburg waren auch Paris Saint-Germain und Dynamo Kiew an ihm interessiert, jedoch gab er den Wölfen den Zuspruch. Er sagte: „Der VfL hat das größte Interesse gezeigt. Sie haben am meisten für einen Wechsel getan. Jetzt bin ich froh, dass ich hier bin. Ich wollte einfach was Neues machen.“ An das harte Training unter Felix Magath hat er sich bereits auch gewöhnt.

Rodriguez will sich unter Magath verbessern

Sein Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld habe in einer SMS geschrieben, dass er die Chance packen soll, falls er ein Angebot aus der Bundesliga vorliegen habe. Nun spielt er in Deutschland und seine Ziele in Wolfsburg sind eine Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten und ein Titel mit der Mannschaft. Das Vorbild des Schweizers, der auch den chilenischen und den spanischen Pass besitzt, ist Barcelonas Dani Alves.

Eure Meinung: Kann sich Rodriguez in der VW-Stadt durchsetzen?

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