Albert Streit: „Mir sind Dinge versprochen worden, die nie eingehalten wurden“

In der kommenden Rückrunde läuft Streit für Alemannia Aachen auf. Nach seinem Wechsel rechnet er mit seinem Ex-Verein ab berichtet von seiner schlimmen Zeit auf Schalke.

Von Philipp Theobald

Schalkes Problemkind Albert Streit
Getty Images
Gelsenkirchen. Nach insgesamt dreieinhalb Jahren und etlichen Querelen wurde der Vertrag von Albert Streit im vergangenen Sommer beim FC Schalke 04 aufgelöst. Zur beginnenden Rückrunde hat Streit bei Alemannia Aachen angeheuert, um dort einen Neuanfang zu starten. In einem Interview mit der Bild-Zeitung berichtete Streit von einer desaströsen Zeit in Gelsenkirchen.

„Das wollte der Klub nicht“

Von Anfang an stand der Wechsel nach Schalke unter keinem guten Stern. Bereits nach kurzer Zeit wollte er den Verein wieder verlassen, wie er im Interview sagte: „Mir sind Dinge versprochen worden, die nie eingehalten wurden. Nach drei Monaten wollte ich Schalke verlassen, weil ich mich nicht wohl fühlte. Das aber wollte der Klub nicht.”

Von Felix Magath wurde der mittlerweile 31-Jährige schließlich in die zweite Mannschaft abgeschoben, zudem wurde ihm nahegelegt, den Verein zu verlassen – doch Streit fand kein passendes Angebot.

„Ein Zuschauer wollte anpinkeln und bespucken“


Somit blieb der Mittelfeldspieler auf Schalke und sagté selber: „Das wurde mir zum Verhängnis.“ Direkt bei seinem ersten Spiel für die Amateure ereigneten sich hässlichen Szenen, die Streit so beschrieb: „Ein Zuschauer wollte anpinkeln und bespucken. Das war unfassbar.”

Keine Rückendeckung vom Verein

Doch wer nun denkt, dass der Verein einen Spieler in einer solchen Situation schützt, liegt falsch, so berichtete es Streit jedenfalls: „Der Verein zeigte sogar noch Verständnis für die Fans. Ich habe auf Schalke nie Rückendeckung bekommen.“

Auch Frau Streit betroffen

Auch das Privatleben der Streits litt stark unter der gesamten Situation: „Wenn du in Gelsenkirchen unterwegs bist und 10 Leute wollen dir plötzlich auf die Fresse hauen oder dir fahren Fans nach, um herauszufinden, wo du wohnst – das war fürchterlich,“ schilderte der Rechtsfuß die Vorkommnisse.

Aachen als Chance

Nun versucht Streit, die Geschehnisse hinter sich zu lassen, um in Aachen unter seinem ehemaligen Trainer Friedhelm neu anfangen zu können darauf freut er sich: „Ich sehe es  als Chance. Zwar verdiene ich hier nicht das Geld wie auf Schalke, aber das hat nie eine Rolle gespielt.“

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