Ilkay Gündogan: Vergleiche mit Sahin ließen ihn nicht kalt

Nach seiner Verletzung will sich Gündogan bei der Borussia durchsetzen. Er wolle nun „voll angreifen“ und wisse, woran er arbeiten müsse, um zu mehr Einsätzen zu kommen.

Von Felix Landmesser

Ilkay Gündogan von Borussia Dortmund
Bongarts
Dortmund. Ilkay Gündogan war im Sommer mit reichlich Vorschusslorbeeren vom 1.FC Nürnberg zu Borussia Dortmund gewechselt. Früh hieß es, der 21-Jährige sei ein adäquater Ersatz für den zu Real Madrid abgewanderten Nuri Sahin. Doch alles kam anders, zu Beginn konnte Gündogan beim Deutschen Meister überhaupt nicht Fuß fassen, die Welt schien sich gegen ihn verschworen zu haben und viele Fans zweifelten schon am Neuzugang, Gündogan kam nicht mehr über den Status eines Reservespielers hinaus.

Zum Ende der Hinrunde lief es dann endlich besser für den Mittelfeldmotor, der gebürtig aus Gelsenkirchen stammt. Ausgerechnet als Gündogan also in Fahrt zu kam, setzte ihn eine Zerrung im Trainingslager im spanischen La Manga außer Gefecht. Im Interview gab sich der deutsche Nationalspieler dennoch selbstbewusst.

Nach der Verletzung will Gündogan wieder „voll angreifen"

Zusätzlich zu der leidigen Zerrung habe ihn auch noch eine Erkältung geplagt, infolgedessen er Antibiotika nehmen musste, daher lief die Vorbereitung zunächst nicht wie geplant. Allerdings konnte er in den letzten Tagen „wieder Krafttraining absolvieren und laufen“, so Gündogan gegenüber RevierSport. „Nur an den Ball durfte ich nicht“, gesteht er.

Den ungünstigen Zeitpunkt der Verletzung habe er letztendlich auch akzeptieren müssen, schließlich „ist es nun einmal so gewesen und ich muss das akzeptieren. Ich warte aber natürlich sehnsüchtig auf den Moment, an dem ich wieder auf den Platz darf und dann ist noch genug Zeit, mich zu beweisen. Dann werde ich voll angreifen.“

Störende Sahin-Vergleiche

Gündogan gesteht, dass ihn die ständigen Vergleiche mit seinem Vorgänger Nuri Sahin mehr beschäftigt hätten, als er es sich zunächst eingestehen wollte, denn „ich hatte mir eigentlich vorgenommen, mich von diesen Diskussionen nicht beeindrucken zu lassen, vielleicht ist es letztendlich aber doch ein bisschen anders gekommen. Man macht sich in so einer Situation schon den einen oder anderen Gedanken und hinterfragt sich ständig.“

Nun richte sich sein Blick aber nach vorn, er habe das weggesteckt und sich „am Ende der Hinrunde auch auf dem Platz bewiesen. Ich glaube, jetzt bin ich voll angekommen und ich fühle mich in Dortmund superwohl. Genau das brauche ich auch, um Topleistungen abzurufen“, frohlockt Gündogan in Erwartung der Rückrunde.

„War noch ein bisschen eingeschüchtert“


Dass Trainer Jürgen Klopp ihn zwischenzeitlich sogar auf die Tribüne gesetzt hat, habe ihm, im Nachhinein betrachtet, nur gut getan, auch wenn am Anfang alles  „ein bisschen zu viel“ gewesen sei: „Ich selbst war möglicherweise auch noch ein bisschen eingeschüchtert von der Meistermannschaft und habe mir noch nicht alles zugetraut. Aber die Pause hat mich dazu angeregt, noch mehr für mich zu tun, noch härter an mir zu arbeiten. Und das habe ich auch getan.“

Der Ex-Bochumer glaubt jetzt zu wissen, woran es gehapert habe, er könne nun sicher sagen, wo noch Luft nach oben ist, der Trainer habe ihm gesagt, „dass ich noch mehr Präsenz zeigen soll, vor allem nach vorne. Ich muss den Ball mehr fordern und das Spiel machen. Ich glaube, ansatzweise habe ich das in den letzten Spielen vor der Winterpause schon getan, aber noch nicht komplett zufriedenstellend.“

Weitere Einsätze könnten nun folgen

Sollte er diese Schwächen zur Rückrunde ablegen, stünde weiteren Einsätzen wohl nichts im Wege, auch wenn die Konkurrenz im defensiven Mittelfeld, für welches der BVB ihn verpflichtet hatte, angesichts von Mitspielern wie Sebastian Kehl, Sven Bender oder auch dem jungen Moritz Leitner ohne Frage groß ist.

Eure Meinung: Kann sich Gündogan in der Rückrunde durchsetzen?

Bleibe am Ball und sei Teil des größten Fußball-Netzwerkes der Welt: Folge Goal.com auf oder werde Fan von Goal.com auf !

Transfermarkt LIVE! Alle Winterwechsel auf Goal.com!

Wie bleibt ihr unterwegs am Ball? Verpasst kein Ergebnis mehr!


 
Goal.com-Flutlicht
  1. Teenager-Tränen: Als Cristiano Ronaldo bei der Heim-EM 2004 nur Zweiter wurde Teenager-Tränen: Als Cristiano Ronaldo bei der Heim-EM 2004 nur Zweiter wurde

    EXKLUSIV - Goal.com veröffentlicht exklusive Inhalte aus Luca Caiolis Buch „Ronaldo: Leidenschaft zur Perfektion“. Heute dreht sich alles um das Finale der EM 2004.

  2. EXKLUSIV - Higuain-Berater stellt klar: „Gonzalo wird Real Madrid nicht verlassen.“ EXKLUSIV - Higuain-Berater stellt klar: „Gonzalo wird Real Madrid nicht verlassen.“

    EXKLUSIV – Der Agent von Stürmerstar Gonzalo Higuian schiebt den Wechselspekulationen um seinen Schützling gegenüber Goal.com einen Riegel vor.

  3. Sieger, Enttäuschungen, Torschützenkönig: Die Goal.com-Redaktionstipps zur EM Sieger, Enttäuschungen, Torschützenkönig: Die Goal.com-Redaktionstipps zur EM

    Bald geht es endlich los - der Startschuss zur Euro fällt! Die Goal.com-Redaktion hat im Kicktipp-EM-Spezial einmal einige Szenarien durchgespielt und diverse Tipps abgegeben.

  4. Starte dein eigenes Tippspiel auf Kicktipp.de! Starte dein eigenes Tippspiel auf Kicktipp.de!

    Ob Bundesliga, Fußball International oder EM 2012 - Tippe jetzt online gegen Freunde und Kollegen in deiner eigenen Tipprunde