Podolski kann sich auch Aserbaidschan oder Mazedonien vorstellen

Lukas Podolski spricht über seine Verletzung, einen möglichen Vereinswechsel und seinen Kölner Sturmpartner. Zudem warnt er vor zu viel Euphorie am Rhein.

Von Felix Landmesser

Prinz Poldi hat gut Lachen
Getty Images
Köln. Schon im Trainingslager des 1.FC Köln sah man Lukas Podolski kurzzeitig auf dem Trainingsplatz einige Runden drehen. Nun legte er am Samstag eine Extra-Einheit mit Trainer Stale Solbakken ein. Im Interview äußerte sich „Poldi“ zu seinem Bänderriss und den immer wieder aufkeimenden Vertragsgerüchten.

Guter Heilungsverlauf

Seine Verletzung, der Bänderriss, sei gut verheilt, daher wolle Podolski schon bald wieder voll angreifen – zuerst im Mannschaftstraining, dann in der Bundesliga. „Es sieht inzwischen ganz gut aus. Der Knöchel bereitet kaum noch Probleme. Heute konnte ich schon wieder mehr machen und habe auch richtig auf’s Tor geballert. Viel habe ich in der Pause nicht verloren. Montag steige ich dann voll ins Mannschaftstraining ein. Dann hoffe ich, dass es vielleicht noch für das erste Rückrundenspiel reicht“, spricht Podolski mit der Bild offen über seine Verletzung.

„Werde mir in den nächsten Monaten Gedanken über meine Zukunft machen“

Zu einer eindeutigen Aussage zu seiner Zukunft und dem anstehenden Vertragspoker wollte sich der Nationalstümer nicht äußern, vielmehr zieht er zunächst einen Vergleich mit FC-Keeper Rensing: Michael Rensing hat zuletzt gesagt, er habe noch anderthalb Jahre Vertrag und deshalb würde er sich Zeit lassen mit der Entscheidung und sich keinen Druck machen. Damit war es dann gut.“

In seinem Fall verhalte sich das aber anders, denn, so Podolski weiter, „wenn ich das gleiche sage, bohren alle nach und wollen wissen, warum und wieso ich mich nicht entscheide. Es bleibt dabei: Ich werde mir in den nächsten Monaten meine Gedanken über meine Zukunft machen.“

„Poldi“ ironisch: Grundsätzlich sei jede Liga interessant


Die Spekulationen über das Interesse aus Russland, Italien oder der Türkei kommentiert der 26-Jährige mit einer gehörigen Portion Ironie, denn „da fehlen noch ein paar Länder. Ich beschäftige mich natürlich mit internationalem Fußball.“

Süffisant fügt der Kölner Publikumsliebling hinzu, dass man dann ja auch in gänzlich unbekannte Ligen wechseln könnte: „Im Grunde gibt es in jeder Liga zwei, drei Vereine, die um die Meisterschaft und die Champions League kämpfen – auch in Mazedonien oder Aserbaidschan. Deshalb ist grundsätzlich jede Liga interessant. Vor- und Nachteile gibt es immer.“

Europaleague-Träume seien vorerst vermessen


Die Kölner Fans und Medien warnt der „Prinz“ vor überhöhter Euphorie, niemand solle jetzt anfangen, von der Europaleague zu träumen. Dafür habe man schlichtweg zu viele Punkte liegengelassen. Zunächst müsse Köln ein ansehnliches Punktepolster ansammeln, denn, so Podolski im Interview, für das Erreichen der Europaleague „haben wir in der Hinrunde schon zu viele Punkte liegen gelassen.“

„Wir sollten in der Rückrunde schnellst möglich Punkte sammeln und sehen, dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Wenn wir am Ende noch zwei, drei Plätze weiter oben stehen, als jetzt, war es eine ordentliche Saison.“

Kein neuer Stürmer?

Ob man noch einen Top-Stürmer verpflichte, wisse er nicht, ohnehin klappe es mit Sturmpartner Novakovic ausgezeichnet: „Wenn wir beide fit sind, sind wir ein sehr gutes Paar und keiner kommt an uns vorbei. Aber ob sich da noch was tut, weiß ich ohnehin nicht. Da bin ich überfragt.“

Eure Meinung: Teilt Ihr „Poldis“ Ansichten? Sollte man in Köln lieber kleine Brötchen backen? Und könnt Ihr Euch einen Wechsel ins Ausland vorstellen?



 
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