Gewinner und Verlierer: Bayer 04 Leverkusen

Gewinner und Verlierer der Bundesliga-Hinrunde gibt es reichlich. Goal.com stellt Euch die von Bayer 04 Leverkusen vor.

Von Florian Teichert

Bernd Leno hat die Ruhe weg
Getty Images
Verein: Bayer 04 Leverkusen

Bundesliga: Platz 6

DFB-Pokal: Aus in Runde 1

Zielsetzung: Nach der Vizemeisterschaft in der vergangenen Spielzeit, wollte die „Wekself“ auch in der neuen Saison wieder ganz oben mitspielen. „Mindestens Champions-League-Qualifikation“ hieß das erklärte Saisonziel - alles was höher steht, würde man bei Bayer 04 Leverkusen dankbar auch mitnehmen. Sie reden halt nicht gerne über die Meisterschaft in Leverkusen.

DER GEWINNER

Letzte Saison hießen die Gegner von Bernd Leno noch Heidenheim oder Babelsberg - in diesem Jahr heißen sie FC Chelsea, Bayern München und (bald) FC Barcelona! Ein Quantensprung für den 19-Jährigen, der sicherlich zu DEN Entdeckungen überhaupt der Hinrunde gehörte. Der Wechsel von der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgarts nach Leverkusen kam für viele ziemlich überraschend. Der Name Leno war nur für Insider ein Begriff. In seinen ersten drei Spielen in der Bundesliga blieb Leno ohne Gegentor und rettete Bayer vor einem Fehlstart. Besonders am dritten Spieltag im Heimspiel gegen Borussia Dortmund, zeigte Leno eine Wahnsinnsleistung und fischte die unmöglichsten Bälle aus der Gefahrenzone. Kein Wunder also, dass Bayer Leno unbedingt verpflichten wollte - bis dato war er nur leihweise unterm Bayerkreuz tätig! Bei einer Ablösesumme von 8 Millionen Euro wurde der VfB dann aber schließlich doch schwach und ging auf den Deal ein. Rene Adler vergessen gemacht und einer der Shootingstars der Hinrude - Bernd Leno ist der Gewinner in den momentan schweren Tagen in Leverkusen!



DER VERLIERER

In dieser Kategorie müsste man eigentlich eine Hand voll Spieler aufzählen - Leverkusen läuft in dieser Spielzeit alles andere als rund. Wir haben uns aber für einen entschieden: Stefan Reinartz! Bis zum 9. Spieltag war Reinartz Stammspieler in der Leverkusener Innenverteidigung. Doch bereits zu Saisonbeginn kristallisierte sich schnell heraus, dass der 22-Jährige viel Unsicherheit ausstrahlt und sich in der Defensivarbeit einige Patzer leistete. So verlor Reinartz bald seinen Platz und musste ihm dem „Alten Hasen“ Manuel Friedrich überlassen. Im restlichen Hinrundeverlauf kam Reinartz nur noch sporadisch zum Einsatz, teilweise auch auf der Sechserposition. Wenn man bedenkt, dass Reinartz sogar mal Nationalmannschaftskandidat war und der HSV den Leverkusenern im vergangenen Jahr noch eine gehörige Ablösesumme für einen Transfer zahlen wollte, muss man sagen, dass der „Bergische Jung“ in seiner Entwicklung stagniert oder zumindest nur kleine Schritte nach vorne macht.



DIE DIVA

Eren Derdiyok spielt nun bereits in seinem dritten Jahr bei den Rheinländern. Zwölf Tore erzielte der Schweizer in seiner ersten Saison und konnte seinen Ruf als Knipser bestätigen. Im Laufe des zweiten Jahres entwickelte sich der Stürmer aber immer mehr zum „Heißen Pflaster“. Auf dem Platz ließ er mehr als nur einmal die Diva aufblitzen und bekam so schnell den Unmut der eigenen Fans zu spüren. Zu verspielt, zu hochnäsig, ohne die nötige Eiseskälte, die ein Stürmer braucht - all dies musste er sich anhören! In der laufenden Saison hat es Derdiyok immerhin geschafft, das Divenartige mit dem Nützlichen zu verbinden. Manchmal lässt er die Bayer-Fans zwar noch verzweifeln, im Großen und Ganzen scheint Derdiyok nun aber zu wissen, was Sache ist. Sechs Tore (damit nun schon jetzt genau so viele, wie in der Vorsaison) sprechen für ihn und auch den Kampf um die Ein-Stürmerposition gegen Stefan Kießling hat er wohl für sich entschieden. Und sollte Derdiyok in der Rückrunde erneut so einen Wahnsinnstreffer wie gegen Wolfsburg erzielen, dann werden ihm die Leverkusenfans wohl auch die Diva verzeihen, die manchmal noch raushängt.

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