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Christian Schulz: „Wir haben in unserer Entwicklung noch gehörig Luft nach oben“
Am Sonntag spielten die Niedersachsen zum vierten Mal in Folge Remis. Die Spieler des Europa-League-Teilnehmers schieben es auf die Doppelbelastung und freuen sich auf den Urlaub.
Von Fabio Porta
„Wir sind nicht alleine auf dem Platz“
Verteidiger Karim Haggui fand nach dem Spiel deutliche Worte: „Mit einem Sieg wären es 25 Punkte gewesen, so sind es nur 23. Aber wir sind nicht alleine auf dem Platz. Kaiserslautern befindet sich im Abstiegskampf, da ist es klar, dass sie um ihr Leben laufen. Nach dem 1:0 hatten wir die Möglichkeit, das 2:0 zu machen. Natürlich musste Lautern etwas tun und hat viel Druck gemacht. Dann kriegen wir das 1:1. Am Ende müssen wir mit diesem Punkt leben. In der zweiten Halbzeit hatten wir auch die ein oder andere Möglichkeit, vielleicht das 2:1 zu erzielen. Es lief fast so, wie in der kompletten Hinrunde“, so der Tunesier gegenüber Goal.com. Hannover kam in den letzten vier Spielen der Hinrunde nie über ein Remis hinaus.
Schulz sieht die fehlende Energie als Knackpunkt
Christian Schulz war mit der Leistung seines Teams ebenfalls nicht ganz zufrieden und vermisste die alten Qualitäten der Hannoveraner: „Die Konter hätten wir sicherlich besser zu Ende spielen können. In der zweiten Halbzeit haben die Kräfte ganz klar nachgelassen. Wir haben uns auch wenig gegenseitig unterstützt, was uns in letzter Zeit so stark gemacht hat, dass wir versucht haben, zu doppeln. Das haben wir nicht mehr gut hinbekommen. Dass wir keine Torschüsse in der zweiten Hälfte hatten, spricht für sich“, teilte der Verteidiger mit. In der Tat waren die Abstände zwischen Abwehr, Mittelfeld und Angriff am Sonntag viel zu groß, sodass Kaiserslautern viel Platz hatte. Am Ende waren die meisten Spieler von Hannover auf sich alleine gestellt.
Positiver Effekt durch die Europa League
Durch das Erreichen der K.O.-Runde in der Europa League ist die Bilanz der Hinrunde nicht so schlecht, wie es scheint. Trotzdem muss sich das Team auch steigern, wenn es an das Ergebnis der letzten Saison anknüpfen will. Der 28-jährige sieht hingegen noch Steigerungspotential: „Wir müssen das komplett besser spielen und eher nachrücken. Wir haben in unserer Entwicklung noch gehörig Luft nach oben. Man kann mit der Hinrunde einigermaßen zufrieden sein, obwohl mehr drin gewesen ist. Durch den Europapokal ist es natürlich ein positiver Effekt, aber in der Bundesliga wäre mehr möglich gewesen. Das Ziel war eigentlich, an Leverkusen ran zu kommen“, so Schulz weiter. Hannover schloss die Hinrunde als Tabellen-Siebter mit 23 Punkten hinter der Werkself ab, die 26 Punkte vorzuweisen hat.

Schlaudraff übt Selbstkritik
Jan Schlaudraff trauerte der Chance auf das 2:0 hinterher, sah den Spielverlauf allerdings auch realistisch: „In der ersten Halbzeit hätten wir mit der Riesenchance vielleicht das 2:0 machen müssen. Insgesamt sind wir nicht so ins Spiel gekommen, haben kaum miteinander gespielt und haben vorne auch kein Ball fest machen können. Mit dem Punkt können wir heute deswegen zufrieden sein. Wir standen hinten ganz ordentlich, aber haben zu wenig Fußball gespielt, auch wenn es wegen dem Platz schlecht möglich war, aber Kaiserslautern hat schließlich auch nach vorne gespielt.“
„Wir sind jetzt auch mal platt und brauchen etwas Ruhe“
Auch er wirkte wie die anderen Spieler von Hannover müde und erschöpft: „Wir wollten heute nochmal alles geben, aber man muss auch verstehen, dass das letzte halbe Jahr Spuren hinterlassen hat. Wir haben viele Spiele absolviert. Wir sind jetzt auch mal platt und brauchen etwas Ruhe, um in der Rückserie wieder anzugreifen“, fügte Schlaudraff gegenüber Goal.com hinzu. Hannover spielt zum Start der Rückrunde bei der TSG 1899 Hoffenheim und trifft in der Europa League am 16. Februar auf den FC Brügge.
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