Adam Nemec: „Ich würde mein Tor lieber gegen drei Punkte tauschen“

Nach dem 1:1 stand den Roten Teufeln die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Die Pfälzer schließen die Hinrunde mit einer eindeutigen Erkenntnis ab.

Von Fabio Porta

Christian Tiffert kann es nicht fassen
Bongarts
Kaiserslautern. Wieder nur ein Punkt, dürfte sich so mancher Fan des 1. FC Kaiserslautern denken. Gegen Hannover 96 war man am Sonntag beim 1:1 die bessere Mannschaft und wurde hinten eiskalt bestraft. Wieder einmal fehlte die letzte Konsequenz im Angriff. Torschütze Adam Nemec würde sein Tor lieber gegen einen Sieg tauschen, Christian Tiffert ist sichtlich genervt, während Florian Dick zuversichtlich auf die Rückrunde blickt.

Sieg hergegeben

Es lief, wie so oft in dieser Saison, insbesondere bei Heimspielen. Die Pfälzer haben mehr Ballbesitz, verrichten mehr Laufarbeit und kommen auch zu Torchancen, doch bei diesem entscheidenden Punkt hört es auf, und am Ende stand das siebte Unentschieden in 17 Spielen. Die Stimmung nach dem Spiel war dementsprechend gereizt. Insbesondere Christian Tiffert wirkte genervt: „Hannover wird wahrscheinlich sagen, sie haben Punkte verschenkt, was ich zwar nicht verstehen kann, aber wir können auf jeden Fall sagen, dass wir Punkte verschenkt haben. Ich glaube wir haben hier mehr verspielt“, teilte er gegenüber Goal.com mit.

„Das ist immer das Schöne“

Mit Galgenhumor analysierte er die Partie: „Der Rest wird es wahrscheinlich nicht so sehen, das ist immer das Schöne, da kommen die besten Sachen raus. Vor allem in der zweiten Hälfte haben wir mehr verspielt. Hannover hatte eine Torchance, die nicht einmal eine war. Das nervt natürlich schon langsam. Wir betreiben einfach in jedem Spiel viel Aufwand und laufen wahrscheinlich ein paar Kilometer mehr als der Gegner, aber das bringt uns auch nicht weiter“, so Tiffert weiter. Die Ereignisse auf dem Betzenberg wiederholten sich erneut.



Nemec kommt rein und trifft

Der 26-jährige Adam Nemec konnte sich über sein Tor nicht wirklich freuen und sah den Spielverlauf so ähnlich wie seine Teamkollegen: „Wir haben es nicht verdient, nur einen Punkt zu holen. Wir waren klar besser und machen einen Fehler. Sonst hatte Hannover keine anderen Möglichkeiten gehabt. Die drei Punkte haben wir heute gebraucht, das hat leider nicht geklappt. Wir hatten heute wieder einmal genug Chancen, aber wir schießen einfach nicht das Siegtor. So kann man nicht gewinnen. Wir müssen effektiver sein, wenn wir in der Liga bleiben wollen. Es war ein schönes Gefühl, ein Tor zu schießen, aber ich würde es gerne gegen drei Punkte tauschen“, ließ der Slowake im Interview mit Goal.com verlauten.

Dick baut auf die Rückrunde

Der Abwehrspieler haderte mit dem Patzer in der Hintermannschaft der Lauterer: „Das Schlimme ist, dass die Patzer immer bestraft werden, indem der Gegner das konsequent ausnutzt. Wir haben zwar gut gestanden und waren daheim wieder die bessere Mannschaft, was positiv ist. Aber solche Spiele müssen wir eben gewinnen“, so der Rechtsverteidiger. Im Pokal haben die Roten Teufel am Mittwoch in Berlin die Chance, ins Viertelfinale einzuziehen. Vielleicht bekommt der Tabellen-16. dort den Kopf frei: „Der DFB-Pokal ist ein ganz anderer Wettbewerb. Vom Spielerischen her haben wir die Hinrunde ordentlich abgeschlossen, Punkte haben wir jedoch zu wenig. Aber wenn wir weiterhin diesen Aufwand betreiben und das Niveau halten holen wir die fehlenden Punkte“, so der zuversichtliche Blick in die Rückrunde. Noch ist die Situation nicht brenzlig, der Abstand zu dem oberen Mittelfeld beträgt weniger Punkte. Doch nach nur drei Siegen in 17 Spielen müssten in der Pfalz so langsam die Alarmglocken läuten. Der FCK schloss die Hinrunde mit nur 16 Punkten auf dem Relegationsplatz ab.

Eure Meinung: Wird der 1. FC Kaiserslautern in der Rückrunde die nötigen Siege einfahren können?

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