FC Bayern München: Kein Schweinsteiger-Comeback 2011!

Es hatte eigentlich alles so optimistisch geklungen. Ein Einsatz von Schweinsteiger für den FCB in einem der letzten beiden Hinrundenspiele schien möglich - daraus wird nun nichts.

Von Maximilian Bensinger und Christian Ehrhardt

FC Bayern München: Jupp Heynckes & Bastian Schweinsteiger
Bongarts
München. Die Pressekonferenz mit Jupp Heynckes, die unser Redakteur Maximilian Bensinger für die Goal.com-Leser am Donnerstag besuchte, brachte neben vielen erfreulichen Aussagen bezüglich des FC Bayern München auch negative Schlagzeilen. Eine Rückkehr aufs Spielfeld von Bastian Schweinsteiger im Jahr 2011 scheint danach auszuschließen zu sein. Ärztliche Bedenken machen einen Auftritt in einem der letzten beiden Spiele offensichtlich unmöglich.

Große Enttäuschung bei Bastian Schweinsteiger


Damit ist das Fußballjahr 2011 für Sebastian Schweinsteiger wohl gelaufen. Nach Einschätzung der medizinischen Fachabteilung des FC Bayern München käme ein Einsatz des Mittelfeldmotors der Bayern in der kommenden Bundesligapartie gegen den 1. FC Köln und am Dienstag im DFB-Pokal gegen den VfL Bochum zu früh, wusste Bayern-Coach Jupp Heynckes auf der Pressekonferenz in München den anwesenden Journalisten mitzuteilen. „Ich hätte ihn gerne dabei gehabt und auch Bastian ist ziemlich enttäuscht“, so Heynckes. Auch wenn Schweinsteiger sich bereits im Manschaftstraining befände und dort gute Fortschritte mache, wäre ein Spieleinsatz unter Wettbewerbsbedingungen zu riskant. Trotzdem sei die schnelle Rückkehr auf den Platz und die damit verbundene Vorbereitung für Schweinsteiger mit dem Blick auf die Rückrunde sehr wichtig gewesen.

Hoffnungen auf einen Einsatz von Franck Ribery


Optimistischer äußerte sich der Bayern-Trainer hinsichtlich seines leicht verletzten Wackelkandidaten Franck Ribery. Auch wenn der Franzose im Training am Mittwoch noch leichte Probleme gehabt hätte, sei man hoffnungsvoll, was seinen Einsatz gegen die Geißböcke aus Köln angeht. Auf den Gegner und Lukas Podolski angesprochen sagte Heynckes, er sei ein phantastischer Fußballer und dass von ihm Gefahr ausgehen würde, der FC Bayern es aber vorzöge, auf sein eigenes Spiel zu achten. Zu den Wechselgerüchten um Podolski meinte Heynckes zudem, der Kölner Stürmer brauche die volle Unterstützung des Vereins und dass Spanien möglicherweise ein gutes Land zur Weiterentwicklung der Spielertype Podolski sei.

Lob für Toni Kroos vom Trainer

Auch für Toni Kroos gab es grötes Lob vom Bayern-Coach: „Ich sehe seine unbegrenzten Möglichkeiten“, erklärte Heynckes. „Unter den heutigen Gegebenheiten sehe ich Toni Kroos weiter als seinerzeit Wolfgang Overath oder Günter Netzer im gleichen Alter.“ Heynckes war es, der Kroos bei Bayer Leverkusen zum Stammspieler machte und dem Bayern-Diamanten den Feinschliff verpasste. Heynckes verortet beim Bayern-Spieler noch ausreichend Potential, sich weiter zu entwickeln und dann auch für große Namen eine wirkliche Alternative zu werden.

Heynckes zu Breno und Gomez

Der FCB-Trainer stellte bei der Pressekonferenz unterdessen deutlich heraus, dass er Mario Gomez für einen absoluten Teamplayer halte, der nicht mit einem Auge auf die Verteidigung der Torjägerkrone schiele. Als Mannschaftsspieler, der Gomez de facto sei, habe er stets den Vorteil des Teams im Auge und würde sich darauf konzentrieren.

Bei Breno hingegen wäre die mangelnde Spielpraxis das gravierende Problem, so Jupp Heynckes. Erst wenn er auf dem Platz stünde, würde man genau wissen, wo er sich aktuell einsortiert. Darum wäre es angedacht, dass der Bayern-Verteidiger in der Vorbereitungsphase seines Klubs Spielpraxis sammeln soll.

Eure Meinung: Doch kein Schweinsteiger-Einsatz gegen Köln und Bochum - wäre er trotz Verletzungspause das entscheidende Element in den kommenden beiden Spielen gewesen?

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