Jürgen Klinsmann: „Im Moment sicherlich nicht“ zurück in die Bundesliga

Als Spieler hat Klinsmann viele Vereine durchlaufen. Als Trainer ist die Liste jedoch noch überschaubar und das soll auch erstmal so bleiben.

Von Sandra Specks

Jurgen Klinsmann - USA
Getty Images
Berlin. Nach seiner ersten Cheftrainer-Stelle bei der deutschen Nationalmannschaft übernahm Jürgen Klinsmann 2008 den FC Bayern München. Dass er in naher Zukunft erneut einen Bundesligisten trainiert, scheint für den derzeitigen Trainer der USA unwahrscheinlich.

„Habe gelernt, niemals nie zu sagen“

„Wir haben unseren Lebensmittelpunkt in den USA – und das wird auf absehbare Zeit sicherlich so bleiben. Aber ich habe im Fußball gelernt, niemals nie zu sagen, auch Begriffe wie generell will ich nicht mehr verwenden. Aber vorstellbar ist es im Moment sicherlich nicht“, wird der 47-Jährige von der Bild zitiert.

„Ich beneide die Spieler“

Trotzdem wirft der Ex-Nationaltrainer auch aus der Ferne immer mal wieder ein Auge auf seine alten Vereine. So auch auf den VfB Stuttgart, bei dem „Klinsi“ von 1984 bis 1989 spielte und mit 79 Toren die meisten seiner Karriere schoss. „Ich war beim Spiel gegen Hannover und bin heute noch begeistert vom neuen Stadion. Um dieses Stadion beneide ich die Spieler. Früher musste man als Stürmer 35 Meter rennen, bis man bei den Fans war. Seit wie vielen Jahren hat man von so einem Stadion geträumt?“, so Klinsmann weiter.

„Mittelmaß ist zu negativ“


Dass der VfB mit dem derzeitigen siebten Tabellenplatz eher zum Mittelmaß als zu den Titelkandidaten gezählt wird, davon will der Coach jedoch nichts wissen. „Mittelmaß ist mir als Siebter ein zu negatives Wort. In der Bundesliga ist es heutzutage nicht einfach, sich in der Spitzengruppe zu etablieren. Vielleicht müssen Vereine wie der VfB sich phasenweise auch mal mit Plätzen im Mittelfeld begnügen, um sich zu konsolidieren und dann wieder anzugreifen“, sagte er.

Glaubt an Jogi und sein Team


Und selbst bei seinen ehemaligen Kollegen der Nationalmannschaft, macht sich Klinsmann keine Sorgen, dass es wegen der schweren Gruppe nichts mit dem ersehnten Titel werden könnte. „Eine EM ist ein richtig schweres Turnier, bei dem es von Anfang an voll zur Sache geht. Aber ich habe Vertrauen in Jogi Löw und sein Team. Die Entwicklung ist richtig gut“, sagte der 47-Jährige.

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