Lukas Podolski nach seinem Doppelpack gegen den VfB: „Es ist nicht meine Lieblingsposition“

Der Doppeltorschütze der Kölner zeigte sich nach dem Remis in Stuttgart erleichtert, aber nicht zufrieden. VfB-Coach Labbadia war verärgert, während Stale Solbakken sich freute.

Von Michael Scharsig

Christian Gentner netzte gegen Köln doppelt ein
Getty Images
Stuttgart. Dass der VfB Stuttgart mit dem 2:2 gegen den 1. FC Köln am 15. Spieltag der Bundesliga einen sicheren Sieg aus der Hand gab, ärgerte vor allem Trainer Bruno Labbadia. Doppeltorschütze Lukas Podolski zeigte sich nach dem Spiel erleichtert. Goal.com präsentiert euch die Stimmen zum Spiel.

Bruno Labbadia angefressen

Trainer Bruno Labbadia konnte den Ausgleich kurz vor Schluss kaum fassen und diskutierte noch auf dem Spielfeld mit seinen Akteuren. „Ich bin total verärgert, weil wir wieder zwei Punkte liegengelassen haben. Wir haben 65 Minuten lang ein sehr gutes Spiel gemacht, aber die vielen Konterchancen ganz schlecht genutzt. Ich ärgere mich wahnsinnig über das Ergebnis, weil wir die bessere Mannschaft waren“, so der VfB-Coach gegenüber Liga Total!. Ähnlich enttäuscht zeigte sich auch Doppeltorschütze Christian Gentner: „Drei Punkte wären heute ungemein wichtig gewesen, um den Abstand nach oben nicht zu groß werden zu lassen. Es ist unglaublich bitter: Wir haben den Sack nicht zugemacht und müssen uns an die eigene Nase packen.“

Solbakken freut sich über Punkt und Podolski

Beim 1. FC Köln freute sich Trainer Stale Solbakken über den wichtigen Punkt und machte einmal mehr Podolskis wichtige Rolle im Team deutlich. „Lukas war in der Offensive unsere Trumpfkarte. Ich bin zufrieden mit der Leistung der Mannschaft, der Punkt war verdient. Zusammen mit zehn anderen Mannschaften sind wir im Abstiegskampf, der Punkt war wichtig für uns.“ Auch Kölns Martin Lanig empfand das Remis als gerecht. „Wir haben nach dem Rückstand nicht den Faden verloren und deshalb einen Schritt nach vorne gemacht. Das 2:2 zum Schluss war für uns verdient.“

Wunsch nach neuen Stürmern

Lukas Podolski selbst freute sich über den Punktgewinn, äußerte aber auch Kritik. „Wenn man 1:2 zurückliegt und kurz vor Schluss zurückkommt, ist man immer erleichtert. Am Ende haben wir uns den Punkt verdient erkämpft“, sagte der Nationalspieler und kritisierte seine Position als zentrale Spitze. „Es ist nicht meine Lieblingsposition, weil man vorne immer stehen muss. Ich bin einer, der sich gerne den Ball auch mal holt – das ist eine Umstellung. Wir spielen auch noch viel zu viele lange Bälle nach vorne. Wir haben ja keinen Jan Koller vorne drin, der die Bälle hält oder verlängert – das müssen wir verbessern.“ Podolski appelierte an die Vereinsspitze. „Der Trainer hat es oft genug gesagt, dass wir Verstärkungen brauchen. Vielleicht tut sich was im Winter, vielleicht auch nicht.“

Eure Meinung: Wie beurteilt Ihr die Spielanalyse der Akteure?

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