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Hannover 96: Hat Daniel Royer vor Gericht gelogen?
Von einem österreichischen Gericht wurde er zu einer Geldstrafe von 180.000 Euro verurteilt - Daniel Royer soll in einem Strafprozess gelogen haben.
Von Patrick Niedel
Bongarts
Hannover. Falschaussage, Verleumdung und versuchte Begünstigung. Was sich liest wie die Auflistung der Jugendsünden von Martin Semmelrogge, ist der Straftatbestand, den ein österreichisches Gericht Daniel Royer von Hannover 96 vorwirft.
Diskoschlägerei in Österreich
Es war im Winter 2010, als Royer mit seinem damaligen Teamkollegen vom SV Ried, Mark Prettenthaler, eine Diskothek besuchte. Prettenthaler soll dort einer Frau das Nasenbein gebrochen haben. Wie die Bild berichtet, hat Royer daraufhin vor Gericht ausgesagt, seinen Klubkameraden beobachtet zu haben, und keinen Schlag gesehen zu haben. Die Richter glaubten ihm nicht und warfen Royer stattdessen Falschaussage und versuchte Begünstigung Prettenthalers vor.
Verleumdung eines Polizisten?
Zudem sagte Royer aus, dass ein Polizist am Tattag nicht bereit gewesen sei, seine Aussage aufzunehmen. Auch hier schenkte man ihm keinen Glauben und so kam der Vorwurf der Verleumdung hinzu. Da der 21-Jährige aber von seiner Aussage nicht abweichen wollte, verhängte das Gericht eine Strafe in Höhe von 180.000 Euro.
Unterstützung vom Verein
Der Nationalspieler will nun in Berufung gehen und erhält hierbei Rückendeckung seines Klubs. Laut der vereinseigenen Homepage erklärte 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke, dass man über das Urteil und die Umstände des Zustandekommens überrascht sei. „Wir sind von Daniels Unschuld überzeugt und gehen davon aus, dass er in einer Berufungsverhandlung freigesprochen wird“, so Schmadtke weiter.
Royer: „Ich bin unschuldig“
Auch Royer gibt sich kämpferisch: „Ich kann und werde dieses Urteil vom vergangenen Montag nicht akzeptieren. Wer unschuldig ist, darf nicht bestraft werden.“ Royer wolle sich aber zunächst mit seinem rechtlichen Beistand beraten.
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