Einigung zwischen dem FC Schalke 04 und Albert Streit

Der Vertrag zwischen Schalke 04 und Albert Streit wird zum 31. Dezember 2011 aufgelöst. Darauf einigten sich beide Seiten am Dienstag vor dem Arbeitsgericht in Gelsenkirchen.

Von Mario Heinrich

Schalkes Problemkind Albert Streit
Getty Images
Gelsenkirchen. Die lange Fehde zwischen dem FC Schalke 04 und Albert Streit ist beendet. Am Dienstag einigten sich die beiden Parteien außergerichtlich auf das Ende der Vertragsbeziehung zum 31. Dezember 2011. Der ehemalige Spieler von Vereinen wie Eintracht Frankfurt, dem 1.FC Köln und dem Hamburger SV erhält eine Abfindung in nicht genannter Höhe.

Streit klagte auf ausstehende Gehälter und Prämien

„Beide Seiten sind mit großen Schritten aufeinanderzugegangen“, sagte Streit-Anwalt
Horst Kletke nach der Einigung. Wie die Bild berichtet, soll man sich auf eine Summe von 865.000 Euro geeinigt haben. Streit zeigte sich erleichtert und betonte laut der Deutschen Presse-Agentur: „Ich bin froh, dass diese für mich sehr schwierige Zeit vorbei ist. Wer mich kennt, weiß, dass ich die Wahrheit sage.“ Der erste Gütetermin Mitte September vorm Arbeitsgericht Gelsenkirchen war gescheitert.

Auslöser war Auseinandersetzung mit Bernhard Trares

Am 23. August 2010 bekam der schon lange zu den Amateuren verbannte Streit seine fristlose Kündigung zugeschickt. Grund war eine angebliche Auseinandersetzung mit dem Trainer der zweiten Mannschaft, Bernhard Trares. Hier soll Streit den Trainer heftig beleidigt und zugerufen haben: „Ich bin über 30 Jahre alt, ich trage keine Tore mehr weg.“ Zudem soll Streit das „F-Wort“ benutzt haben.

Streit zwischen „Genie und Wahnsinn“

Das Albert Streit kein einfacher Charakter ist, zeigte der 31-jährige schon bei seinen anderen Stationen als Bundesliga-Spieler. Ob nun Frankfurt, Köln, Schalke oder Hamburg, bei jedem Verein sorgte Streit für Verstimmung. Dass er durch seine technische Klasse mit Laufstärke und körperlicher Robustheit gepaart fußballerisch überzeugen konnte, ist unbestritten. Selbst für die Nationalmannschaft gehörte er einmal zum Kreis der Spieler, denen der baldige Sprung in die A-Auswahl zugetraut wurde. Dass er in einem Interview Jogi Löw unterstellte, seine „Leistungen nicht anzuerkennen“, verbaute ihm wiedereinmal die Chance zu einer großen Karriere.

Eure Meinung: Könnte Albert Streit ein Top-Spieler sein?

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