Wladimir Putin wollte Neuer-Wechsel zum FC Bayern verhindern

Wäre es nach Russlands Ministerpräsident gegangen, dann stünde Manuel Neuer noch heute beim FC Schalke zwischen den Pfosten.

Von Falko Blöding

Manuel Neuer, FC Bayern München
Bongarts
Gelsenkirchen. Nach wochenlangem (öffentlichen) Tauziehen um Manuel Neuer wechselte der deutsche Nationalkeeper im Sommer vom FC Schalke 04 zum Rekordmeister FC Bayern. Der Schlussmann hatte frühzeitig erklärt, dass er den bis 2012 laufenden Vertrag bei seinem Heimatverein nicht verlängern wolle. Schalkes Verantwortliche um Manager Horst Heldt und Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies hatten zunächst laut darüber nachgedacht, Neuer bis 2012 zu halten und dann ablösefrei ziehen zu lassen. Schließlich kam es dazu nicht und die Bayern überwiesen 22 Millionen Euro Ablöse nach Gelsenkirchen.

„Putin war in Manuel vernarrt“

Clemens Tönnies verriet nun, dass der Transfer von höchster politischer Stelle vereitelt werden sollte. In der Sport Bild erklärte er, dass der russische Ministerpräsident Waldimir Putin die Schalker angehalten habe, Neuer auf keinen Fall ziehen zu lassen. Wegen Schalkes russischem Trikotsponsor Gazprom steht Tönnies in Kontakt zu Putin. „Er war absolut in Manuel vernarrt, ein richtiger Fan von ihm. Er bat mich, alles dafür zu tun, Manuel zu halten“, so Tönnies. Allerdings biss Putin auf Granit: „Bei Manuel war es keine Geldfrage mehr – das mussten wir akzeptieren. Das zeigt, was für einen einwandfreien Charakter Manuel hat. Er wollte sich verändern.“

Rummenigge will Neuer zehn Jahre bei den Bayern

In München sind sie derweil froh, dass Neuer mittlerweile bei ihnen zwischen den Pfosten steht. Karl-Heinz Rummenigge sagte zum 25-Jährigen: „Mein Wunsch wäre es, dass er nach fünf Jahren noch einmal fünf dranhängt. Bei Neuer kann ich mir gut vorstellen, dass er zehn Jahre im Tor des FC Bayern steht.“

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