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Beim Spitzenspiel des neunten Spieltags gab es zwei sehr strittige Situationen, die auch nach der Begegnung noch für Diskussionen sorgten.

Gelsenkirchen. Was für eine Begegnung in Gelsenkirchen! Der 1. FC Kaiserslautern gewinnt beim FC Schalke 04 mit 2:1 und freut sich zwar am Ende über die drei Punkte, aber dennoch gab es große Diskussionen. Was war passiert? In der ersten Halbzeit wurde Ralf Fährmann nach einem Foul vom Platz gestellt, es gab außerdem einen Strafstoß, den der FCK verwandelte. Im zweiten Durchgang gab es eine ähnliche Szene, als dann auf Lauterer Seite Rodnei vom Feld musste und sich „Königsblau“ eines Elfmeters bedienen durfte. Beide Lager haderten deshalb nach dem Spiel mit dem Unparteiischen Peter Sippel. Dieser untermauerte nach dem Spiel gegenüber Goal.com aber, dass beide Situationen für ihn „eindeutig“ seien und die Roten Karten „zwingend“ gezeigt werden mussten.

Stevens hadert mit dem Schiri

Huub Stevens urteile nach der Begegnung gegenüber Goal.com dennoch kritisch: „Der Elfmeter gegen uns geht in Ordnung. Aber ein Torhüter, der rauskommt, kann sich nicht zurücknehmen. Und da muss der Schiedsrichter auch das Fingerspitzengefühl haben, das mit einer Gelben Karte abzutun. Aber nein, dann ist das Regelwerk so, dass er Rot geben muss.“ Die zweite Szene gegen Rodnei sah er anders. Dies sei kein Elfmeter gewesen. Aber wenn der Schiedsrichter das abpfeife, dann müsse er auch Rot geben: „Meiner Meinung nach war das kein Elfmeter und auch keine Rote Karte. Aber da muss der Schiedsrichter konsequent sein, wenn er das in der ersten Situation so interpretiert.“ Das straffe Regelwerk bei sogenannten „Notbremsen“ sorgte auch nach dieser Partie wieder für Diskussionen.

Vor dem Spiel begrüßte Huu Stevens seinen Ex-Spieler Marco Kurz freundlich. Nach dem Spiel war der Niederländer unzufrieden.

Stevens bewertete aber auch die sportliche Leistung seiner Mannschaft sehr kritisch: „Wenn man zum 1:1 kommt, muss man schlauer, cleverer sein. Dann darf man nicht die selben Fehler machen, wie in der ersten Halbzeit.“ Auf der Gegenseite herrschte indes Zufriedenheit. Keeper Kevin Trapp erklärte die Bedeutung dieses Erfolges gegenüber Goal.com: „Es war enorm wichtig, dass wir das Spiel heute gewonnen haben.“ Zumal in seinen Augen der dreifache Punktgewinn auch durchaus in Ordnung ging: „Wir waren über 90 Minuten die klar bessere Mannschaft, haben deshalb auch verdient gewonnen.“ Den Elfmeter gegen seinen Klub bezeichnete er nach dem Abpfiff als „unglückliche Situation gegen uns“.

SPRUCHREIF
  „Wir waren über 90 Minuten die klar bessere Mannschaft, haben deshalb auch verdient gewonnen.“

FCK-Torhüter Kevin Trapp


Dem jungen Schlussmann war die Erleichterung nach dem Abpfiff jedoch durchaus anzumerken. Der FCK hatte in den vergangenen Wochen oft ordentlich gespielt, dann aber unglücklich verloren. Auf Schalke war das anders. „Wir wissen, dass wir keine schlechte Truppe sind und man hat auch in den vergangenen Wochen gesehen, dass wir gute Spiele abliefern können“, so der Schlussmann selbstbewusst. Auch wenn letztlich wieder viele Tormöglichkeiten liegen gelassen wurden: „Wir hatten wieder sehr viele Chancen, die wir nicht genutzt haben. Deshalb war es enorm wichtig, dass wir das Spiel dennoch gewonnen haben.“ Gegen den SC Freiburg soll nun aus Lauterer Sicht am kommenden Samstag der dritte Saisonsieg folgen.

Eure Meinung: Wie bewertet Ihr die beiden Elfmetersituationen?



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