Bayern-Finanzchef Karl Hopfner: „Einige Vereine werden sich noch umsehen“

Karl Hopfner ist seit Jahren ein Garant für den finanziellen Erfolg des Rekordmeisters. Auch für das aktuelle Jahr kündigt er steigende Einnahmen im vergleich zur Vorsaison an.

von Nikolai Mende

Arjen Robben und Jupp Heynckes
Bongarts
München. Bayern-Finanzvorstand Karl Hopfner ist derzeit nicht bereit verrückte Summen für einen Spieler zu investieren, aber gibt zu, dass es intern keine Grenze gibt. Für das laufende Geschäftsjahr kündigt er wieder steigende Gewinne an.

Mehr Geld als 2010

Der FC Bayern steht für seriöses Wirtschaften im Rahmen seiner Möglichkeiten. Der Verein nimmt keine Kredite auf und lässt sich teure Spieler auch nicht von einem Scheich bezahlen. Finanzchef Karl Hopfner, seit langer Zeit bereits ein Garant für den wirtschaftlichen Erfolg des Rekordmeisters, sprach im Interview mit der BILD über die finanziellen Möglichkeiten der Bayern. Für das laufende Geschäftsjahr kündigt er bereits erfolgreiche Zahlen an: „Zum 30.6. hatten wir eine höhere freie Liquidität als zum gleichen Zeitpunkt 2010, also mehr als 64 Millionen", so Hopfner zur BILD.

„Keine 80 Millionen für einen Spieler“

Einige Vereine in Europa verpflichten derzeit Spieler, die sie sich eigentlich nicht leisten könnten. Im Moment kann der FC Bayern solch exorbitante Summen nicht mitgehen: „Es gibt generell kein Limit. Es gab nie ein Limit und wir haben nie ein Limit formuliert. Es gibt vielleicht eine psychologische Hemmschwelle. Es geht doch zunächst einmal um die Frage, ob uns ein Spieler weiterbringt und ob wir ihn uns leisten können. Stand heute würden wir keine 80 Millionen für einen einzigen Spieler ausgeben, da wir sonst nicht die Regeln des Uefa Financial Fairplay (einhalten würden."

„Einige Vereine werden sich noch umsehen“

In der Champions League Gruppe trifft der FC Bayern auf sein krasses Gegenteil: Manchester City. Neidisch auf die unendlichen Geldquellen ist man in München jedoch nicht: „Wir sind nicht neidisch. Wenn das Geld verdient worden ist, kann er es ausgeben, wie er will. Er muss sich nur an die Regeln des Financial Fairplay halten. Und da werden sich einige Vereine noch umsehen, wenn die Uefa wie angekündigt, hart durchgreift.“

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