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Der Mittelfeldspieler hat bei Borussia Mönchengladbach eine neue Heimat gefunden, wird seine Ausbildung bei den Gunners aber wohl nie vergessen.

Mönchengladbach. Wenige hatten damit gerechnet, dass Havard Nordtveit nach seinem Wechsel im Winter vom FC Arsenal zu Borussia Mönchengladbach dermaßen einschlagen würde. Der 21-Jährige avancierte prompt zum Stammspieler und schaffte mit der Mannschaft den Klassenerhalt. Aus seiner Zeit in England hat er einiges mitgenommen und trägt die Gunners immer noch im Herzen.

Bundesliga-Schiedsrichter pfeifen „viel früher“

Arsenal bezahlte 2007 für den damals 17-Jährigen Nordtveit drei Millionen Euro. Über Einsätze im Reserveteam kam er aber nicht hinaus in England, doch vom Scheitern möchte er nicht sprechen: „So einfach ist es nicht, im Reserveteam von Arsenal zu spielen. Du hast zwar nicht ganz so großen Druck, aber du repräsentierst Arsenal London! Da musst du 100 % konzentriert bei der Sache sein“, sagte der Norweger im Interview mit TORfabrik.de. Die Bundesliga kannte er aus seiner ersten Station beim 1. FC Nürnberg. Neben dem anderen Spielstil waren auch die Schiedsrichter Gewöhnungssache: „Du musst in der Bundesliga lernen, einzuschätzen, wie die Schiedsrichter die Zweikämpfe beurteilen. […] Im Vergleich zu England ist es ganz deutlich so, dass hier viel früher gepfiffen wird.“

„Sie kümmern sich dort wirklich um ihre Spieler“

Der Kontakt zu Arsenal und seinem Ziehvater Arsene Wenger sei indes nie abgerissen, auch wenn Nordtveit zum ersten Mal nicht ausgeliehen, sondern ablösefrei ziehen gelassen wurde: „Er hat mir ausrichten lassen, dass er sich über mein gutes halbes Jahr in Mönchengladbach freut und dass er meine Entwicklung weiter aufmerksam beobachten wird“. Auf die Zeit in London wird er immer mit positiven Gefühlen zurückblicken: „Ja, denn Arsenal ist wirklich ein ganz besonderer Klub. […] Sie kümmern sich dort wirklich um ihre Spieler. Ich war ja zum Beispiel einige Male ausgeliehen. Und dennoch hielten sie ständig Kontakt. Alle drei, vier Tage erkundigten sie sich bei mir. Nicht nur über die sportliche Entwicklung, sondern auch über das Drumherum.“

„Schlechte Erfahrungen sind gute Erfahrungen“

„Viele Klubs leihen ihre Spieler nach dem Motto „aus den Augen, aus dem Sinn“ aus. Anders Arsenal. Sie achten auf die Spieler genauso, als ob sie bei Arsenal spielen würden“. Vor der Borussia und dem Club spielte Nordtveit noch für UD Salamanca und Lillestrom SK. In Spanien kam er überhaupt nicht zurecht – und Wenger reagierte prompt: „Da passte es nicht und sie holten mich nah drei Monaten zurück. Sie riefen an, ob ich meine Sachen packen könne. Ich sagte ja und am nächsten Tag war ich auf dem Weg nach London. Arsene Wenger meinte dann zu mir, 'schlechte Erfahrungen sind gute Erfahrungen' und lachte.“

Eure Meinung: Fährt Arsenal mit seinem Jugendstil immer noch richtig?

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