|
|
Marco Reus: Vom Shootingstar zur Leitfigur
Der Mönchengladbacher ist bei der Borussia nicht mehr wegzudenken und besticht mit Leistung, statt leeren Worthülsen. Inzwischen ist er eine echte Führungspersönlichkeit.
Von Christoph Vogel
Bad Wörishofen. Am Montag traf auch Marco Reus mit den restlichen Nachzüglern im Trainingslager von Borussia Mönchengladbach im beschaulichen Bad Wörishofen ein. Am Saisonende hatte sich der 22-Jährige verletzt und musste zum dritten Mal sein Debüt in der Nationalelf verschieben. Die Entwicklung des Mittelfeldspielers kennt dennoch weiterhin nur eine Richtung.
Realistisch: „Es geht wieder bei Null los“
Dabei wäre Reus inzwischen wohl nicht mehr bei der Borussia, hätte die Mannschaft nicht noch auf den letzten Drücker den Klassenerhalt gepackt. „Wir dürfen auch heute noch ein bisschen stolz darauf sein, was wir da geschafft haben,“ sagte Reus im Interview auf der offiziellen Vereinsseite, „aber jetzt steht ein Neubeginn für uns an, es geht wieder bei Null los.“ Das positive Momentum aus der Relegation wolle man aber nicht versiegen lassen, sondern „versuchen, den Schub aus dem Saisonendspurt mitzunehmen und in Regensburg im ersten Pflichtspiel genau damit anzufangen, womit wir aufgehört haben.“
Bodenständig: „Ich weiß woher ich komme“
Reus ist in seinen jungen Jahren ein Leistungsträger der Truppe, zu der sich zur neuen Saison wieder neue Talente und Nachwuchsspieler gesellten. Für die ist der geborene Dortmunder ein echtes Vorbild. Ihnen kann er wertvolle Tipps geben: „Sie müssen hart an sich arbeiten und brauchen dasselbe Glück, das ich hatte. Vor allem aber müssen sie sich etwas zutrauen und selbstbewusst sein, um nach vorne zu kommen.“ Sein eigener Weg nach oben musste ihm selbst erst bewusst werden. „Jetzt musst du höllisch aufpassen, dass du den Faden nicht verlierst. Ich bin kein Typ, der abhebt, und mein Umfeld ist intakt und holt mich immer wieder auf den Boden. Ich weiß, woher ich komme. Ich möchte einfach nur mit Spaß Fußball spielen, dafür tue ich alles.“

Reus (r.) feiert mit Mike Hanke und Igor de Camargo den Klassenerhalt in Bochum
Zufrieden: „Das Umfeld ist super“
Kurzzeitig rankten sich einige Gerüchte um Reus, dass ein Wechsel zu einem anderen Verein in Aussicht stünde. Schnell landeten diese Spekulationen aber im Papierkorb. Reus fühlt sich wohl in Gladbach und hat keine Absichten, den Verein zu verlassen: „Nur wenn ich mich wohl fühle, kann ich gute Leistungen zeigen. Das Umfeld ist super, und damit meine ich das Gesamte, nicht nur die Mannschaftskameraden. Ich sehe keinen Grund, warum ich nicht bei der Borussia bleiben sollte.“ Die Fans der Fohlen wählten Reus zum Spieler der Saison 2010/11.
Eure Meinung: Erlebt die Borussia noch einmal solch eine Seuchensaison wie 2010/11?
-
Die Lehren der Woche: 60 Millionen für die geschundene Bayern-Seele, aber alle gegen Robben
Das Runde muss ins Eckige, Magath besteigt den Hügel der Leiden & am Ende gewinnen immer die Deutschen. Soweit nichts Neues – oder doch? Was wir in dieser Woche gelernt haben...
-
Ihr habt gewählt: Eure Trainer der Saison heißen Jürgen Klopp und Lucien Favre
Vor einigen Tagen haben wir euch dazu aufgefordert, euren Trainer der Saison zu wählen. Ihr habt enschieden!
-
Ihr habt gewählt - Euer Moment der Saison: Robbens letzte Minuten in Dortmund
Vor einigen Tagen haben wir euch dazu aufgefordert, euren Moment der Saison zu wählen. Ihr habt enschieden!
-
Starte dein eigenes Tippspiel auf Kicktipp.de!
Ob Bundesliga, Fußball International oder EM 2012 - Tippe jetzt online gegen Freunde und Kollegen in deiner eigenen Tipprunde