Werder Bremen: Treueschwur von Naldo

Werder Bremens Naldo möchte noch vor dem Saisonende wieder ins Training mit seinen Kollegen einsteigen. Den Hanseaten wird er auch im „Worst Case“ die Treue halten.

Von Falko Blöding

Naldo und Barrios schenken sich nichts (Bongarts/Getty)
Bremen. Unter tosendem Applaus verkündete Naldo am Freitagabend im Weserstadion vor dem Spiel gegen den VfL Wolfsburg, er wolle in „zwei, drei Wochen“ wieder mit der Mannschaft trainieren (Bericht). Der Brasilianer, der wegen Knieproblemen in dieser Saison noch kein Spiel für Werder Bremen absolvieren konnte, ist nach wie vor optimistisch. „Wir haben das Pensum im Training gesteigert. Das tut mit gut. Mein Knie hält, macht keine Probleme mehr. Ich hoffe, dass es so weitergeht und ich bald endlich wieder bei der Mannschaft sein kann“, sagte Naldo in der Kreiszeitung Syke.

„Das schlimmste Jahr meines Lebens“

„Ich hatte das schlimmste Jahr meines Lebens. Meine Familie, der Club und die tollen Fans haben mir geholfen, das zu überstehen. Auch deshalb habe ich nie an ein Karriereende gedacht. Ob es mit dem Comeback wirklich so schnell klappt, kann ich nicht sagen – aber es ist mein großer Traum und mein großes Ziel“, so der schmerzlich vermisste Abwehrchef weiter. Werders Geschäftsführer Klaus Allofs meinte: „Letztlich kann er es nur selbst beurteilen. Wenn er in zwei, drei Wochen wieder einsteigt, ist die Saison vorbei. Das ist dann nicht mehr so hilfreich für die Mannschaft, hätte aber für Naldo eine sehr, sehr große Bedeutung.“

„Ich bleibe auf jeden Fall“


Ohne Naldo schlitterten die Bremer unverhofft in den Abstiegskampf und nach dem 0:1 gegen Wolfsburg sind sie nach wie vor nicht am rettenden Ufer angekommen. Der 28-jährige will seinem Klub aber auf jeden Fall die Treue halten. Er geht aber davon aus, dass der Klassenerhalt geschafft wird und rechnet mit einer besseren nächsten Spielzeit: „Ich bleibe auf alle Fälle, schließlich habe ich hier einen Vertrag [bis 2013]. Es wird ein Kampf bis zuletzt, aber wir werden es schaffen. Werder gehört ins internationale Geschäft. Und ich will in der nächsten Saison meinen Teil dazu beitragen, dass wir da wieder hinkommen.“


 
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